Wirtschaft

Allianz steigt ins Geschäft mit Lösegeldversicherungen ein

Aktualisiert am 27.07.2009 4 Kommentare

Mit den Kidnapping & Ransom-Policen können sich Firmen vor dem Risiko schützen, dass ihre Mitarbeiter auf Dienstreisen im Ausland entführt werden.

«Wir wollen die Verträge nach der Sommerpause im September anbieten», sagte Hartmut Mai, Chef der Abteilung Financial Lines beim Spezialversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), der Zeitung «Financial Times Deutschland» (Montagausgabe).

Der Versicherer zahlt das Lösegeld und die Kosten für einen Krisenmanager. Diese Firmen geben Tipps zur Prävention und helfen im Ernstfall bei den Lösegeldverhandlungen.

Anders als andere Anbieter will die Allianz den Versicherungsschutz weltweit anbieten, auch für Dienstreisen in Länder mit hohem Risiko wie Irak oder Afghanistan.

Angebot gegen Piratenüberfälle

Auch mehrere andere Versicherungskonzerne sind bereits mit derartigen Policen am Markt aktiv. Der auf Bermuda beheimatete Versicherer Hiscox dominiere das Segment mit einem Marktanteil von über 50 Prozent, heisst es in dem Zeitungsbericht. Weitere Anbieter seien die amerikanischen Versicherer Chubb und AIG, die niederländischen Nassau-Versicherungen und HDI-Gerling.

Auch gegen das Risiko, von Piraten überfallen zu werden, können Firmen ihre Mitarbeiter versichern lassen. Wegen der starken Zunahme der Piratenüberfälle hat die Nachfrage nach diesen Versicherungen nach früheren Angaben des Konzerns Hiscox stark zugenommen. (sam/sda)

Erstellt: 27.07.2009, 14:34 Uhr

4

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

4 Kommentare

peter ess

27.07.2009, 13:13 Uhr
Melden

Der Abschluss dieser Deckungen ist teilweise nicht erlaubt. Verschiedene Staaten fuerchten, dass das Vorhandensein dieses Versicherungsschutzes Loesegeldforderungen und somit auch Entfuehrungen nur motivieren werden. Antworten


Dieter Wundrak

27.07.2009, 13:18 Uhr
Melden

Gut gemacht, liebe Allianz. Am Schluss zahle ich nämlich dies mit meinen Prämien. Es wird doch in der Kalkulation dann eine Durchschnittsschadensberechnung geben. Ich vertretete die Ansicht, dass so etwas nicht versichert werden kann. Und die Allianz zeigt mit diesem neuen Produkt nur dies, dass sie wahrlich keine Versicherung für die Zukunft ist. Pasta. Und jeden Blödsinn nachmachen, nein. Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!