Wirtschaft

Apple als Opfer des eigenen Erfolgs

Aktualisiert am 19.10.2011 1 Kommentar

Die Apple-Aktie verlor nach Präsentation der Quartalszahlen sechs Prozent an Wert. Doch Analysten bleiben optimistisch, was die Zukunft des Konzerns betrifft. Tim Cook kündigt weitere Produkte an.

Erholung nach dem Einbruch: Nachbörslich sank der Kurs von Apple um sechs Prozent.

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Ein Unternehmen gedenkt seines Gründers: Apple, hier ein Shop in München. (17. Oktober 2011) (Bild: AFP )

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Apple schliesst Läden während Gedenkfeier

Der Elektronikkonzern Apple will am Mittwoch seine Läden für mehrere Stunden schliessen. Die Angestellten sollen die Möglichkeit haben, eine Übertragung der Gedenkfeier für den vor etwa zwei Wochen verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs verfolgen zu können.

Die von Apple als private Veranstaltung bezeichnete Gedenkfeier soll um 16 Uhr (MESZ) in der Konzernzentrale im kalifornischen Cupertino veranstaltet werden. Jobs verstarb am 5. Oktober im Alter von 56 Jahren nach einer Krebserkrankung. (SDA)

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Knapp zwei Wochen nach dem Tod von Computer-Ikone Steve Jobs hat der IT-Konzern Apple (AAPL 562.29 -0.54%) neue Rekordzahlen vorgelegt. Die Aktie brach dennoch ein, weil das Unternehmen die für das vierte Geschäftsquartal (Juli bis September) äusserst hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Der Umsatz kletterte um 39 Prozent auf 28,3 Milliarden Dollar, während der Gewinn um 54 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar stieg. Die Anleger fanden dies dennoch zu wenig, denn sie hatten sich an gigantische Zuwächse gewöhnt und wollten nun immer grössere Sprünge sehen. Nach Bekanntwerden der Zahlen für das vierte Geschäftsquartal von Juli bis September fiel der Kurs nachbörslich um mehr als 6 Prozent.

«Wir waren etwas zu aufgeregt»

Vom iPhone wurde Apple im abgelaufenen Quartal 17 Millionen Stück los. Das waren zwar immer noch 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Doch an die hohen Verkaufszahlen des Vorquartals und die hochgesteckten Erwartungen von bis zu 22 Millionen verkauften Stück kam Apple nicht heran. Mark Moscowitz, Analyst bei J.P. Morgan, schildert gegenüber der «NY Times» die übertriebene Erwartungshaltung, die er und andere Wallstreet-Börsianer gegenüber Apple hegten: «Wir waren etwas zu aufgeregt.»

Viele Kunden hatten scheinbar auf das neue iPhone 4S gewartet, das Apple aber erst vor wenigen Tagen herausgebracht hatte. «Die Konsumenten sind schlauer geworden. Sie kaufen nicht blind, sondern warten ab», sagt Moscowitz. Für Michael Walkley, Analyst bei Canaccord Genuity, ist klar, dass die schlechten Zahlen einzig und allein auf das Timing respektive auf den verspäteten Verkaufsstart des iPhone 4S zurückzuführen sind. Er glaubt, dass die Verkäufe in den nächsten Monaten ansteigen werden und wieder ihr altes Niveau erreichen. Mindestens: «Die Erfolgsgeschichte wird weitergehen», sagt Walkley gegenüber dem «Wall Street Journal».

Neue Produkte für den Weihnachtsmarkt

Der neue Konzernchef Tim Cook sprach von einem «sehr starken Abschluss eines aussergewöhnlichen Geschäftsjahres 2011». Cook versprach weitere Zuwächse: «Die Rückmeldung der Kunden auf das iPhone 4S war fantastisch, wir gehen mit Volldampf in die Weihnachtszeit, und wir bleiben wirklich enthusiastisch, was unsere kommenden Produkte angeht.»

Welche das sind, verriet Cook nicht. Geheimniskrämerei um neue Produkte sind ein Teil des Erfolgs von Apple. Spekulationen unter der weltweiten Apple-Fangemeinde führen dazu, dass die Produkte umso bekannter werden.

Vom neuen iPhone 4S hatte Apple allein am ersten Wochenende mehr als 4 Millionen Stück verkauft. Es hat gegenüber dem Vorgängermodell unter anderem einen schnelleren Prozessor und eine verbesserte Kamera mit 8 Megapixeln.

Weniger iPods verkauft

Die Verkäufe des iPad-Tabletrechners stiegen im vierten Geschäftsquartal um 166 Prozent auf 11,1 Millionen Exemplare. Vom Mac-Computer setzte Apple 4,9 Millionen Stück ab, immerhin 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Einzig die Verkäufe des iPod-Musikspielers gingen weiter um 27 Prozent auf 6,6 Millionen zurück. Viele Leute hören ihre Musik inzwischen lieber über ihr Smartphone.

(mrs)

Erstellt: 19.10.2011, 11:03 Uhr

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1 Kommentar

Andreas Steiner

19.10.2011, 16:14 Uhr
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Unbegrenztes Wachstum geht eben nicht! Beim Mensch nennt man Wachstum ohne Verluste Krebs! Antworten



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