Wirtschaft

«BP wird sehr wahr­scheinlich pleitegehen»

Die Ölpest im Golf von Mexiko wird das Ende der Tiefseeölförderung sein. Das sagt Ölmarktanalyst Jeff Rubin und erklärt warum.

Verzweiflungstaten von BP: Teile des ausgelaufenen Öls werden einfach abgefackelt.

Verzweiflungstaten von BP: Teile des ausgelaufenen Öls werden einfach abgefackelt.
Bild: Reuters

«Wir können dreistellige Ölpreise wahrscheinlich nicht verhindern»: Öl-Experte Jeff Rubin.

Zur Person

Jeff Rubin (55) war 1992 bis 2009 Chefökonom der kanadischen Investmentbank CIBC World Markets. Seither schreibt er Bücher und Kolumnen über den Ölmarkt. Bekannt wurde er, als er 1990 den Einbruch des Immobilienmarkts Ontarios und 2000 steigende Ölpreise korrekt voraussagte.

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Nach dem Unglück im Golf von Mexiko hat die Obama-Regierung eine sechsmonatige Sperre für Tiefseebohrungen verhängt, ein US-Gericht hat sie vergangene Woche wieder aufgehoben. Wird die Entscheidung halten?
Über die Zukunft der Offshore-Bohrungen wird weder die US-Regierung noch der Supreme Court entscheiden, sondern der Markt. BP (BPAM 5.859 -0.61%) hat bereits mehr als 50 Prozent seines Werts verloren, die Firma wird sehr wahrscheinlich pleitegehen oder übernommen werden. Werden andere Firmen wie Shell oder Exxon ihre Bohrungen dann noch weiterführen? Wahrscheinlich nicht. Die Katastrophe ist vergleichbar mit dem Three-Mile-Island-Unfall in den USA 1979 (Unfall in einem Kernkraftwerk, Anm.): Danach war es unmöglich, Atomkraftwerke in den USA zu finanzieren oder zu versichern.

Könnte das das Ende der Tiefseeölproduktion sein?
Ja, die Kosten-Nutzen-Rechnung stimmt nicht mehr. Wenn ein Bohrloch leckt und es eine Ölpest gibt - und das können Firmen nicht ausschliessen - sind sie nachher pleite.

Was passiert, wenn kein Tiefseeöl mehr gefördert wird?
Wir müssen heute immer mehr Öl finden, nur um weiterhin gleich viel verbrauchen zu können. Das einfach zu fördernde Öl, das drei, vier Dollar pro Barrel kostet, geht aus. Derzeit ersetzen wir es mit Tiefseeöl, das mindestens 60 Dollar pro Barrel kostet. Wenn wir die Tiefseeförderung abdrehen, sind wir abhängig von Teersand - und dann kostet ein Barrel eine dreistellige Summe.

Was bedeutet das für die globale Wirtschaft?
Derzeit ist unsere Wirtschaft so organisiert, dass die Produktion von den Märkten getrennt ist. Das lohnt sich wegen der Lohnunterschiede, braucht aber enorm viel Energie. In einer Welt, in der Öl dreistellige Beträge kostet, macht es keinen Sinn mehr, Stahl von China nach Nordamerika zu importieren. Die Kosten übersteigen die Lohnunterschiede - auf einmal würden die Stahlwerke in die USA zurückkehren. Länder werden auch Agrarprodukte wieder vermehrt selbst erzeugen. Der globale Handel wird niemals mehr so wachsen wie früher, stattdessen wird regionaler Handel zunehmen.

Wann rechnen Sie mit dreistelligen Ölpreisen?
Nächstes Jahr, wenn die Weltwirtschaft weiter wächst. Wenn wir nicht die Art ändern, wie unsere Wirtschaft organisiert ist, wird sich die Grenze der Ölförderung sehr schnell in die Grenze des BIP verwandeln.

Europa und Nordamerika hatten für ihre Entwicklung jede Menge billige Energie. Was passiert mit Entwicklungsländern, die keine günstige Energie bekommen?
Fast jeder Entwicklungsindex ist gekoppelt an den Energieverbrauch pro Einwohner. Wenn Ölreserven nicht mehr wachsen, wird Ölverbrauch ein Nullsummenspiel: Für 13 Millionen neue Autos in China müssen irgendwo anders 13 Millionen Autos von der Strasse. Entwicklungsländer müssen einen Weg finden, wie ihr BIP wachsen kann, ohne dass ihr Energieverbrauch wächst.

Wird das die Entwicklung dieser Länder bremsen?
Ja, wahrscheinlich. Das gilt aber auch für entwickelte Länder. Wir können dreistellige Ölpreise wahrscheinlich nicht verhindern. Aber wenn wir unsere Wirtschaft regional organisieren, werden wir davon nicht so hart getroffen. (Tobias Müller/DerStandard.at)

Erstellt: 05.07.2010, 17:20 Uhr

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36 Kommentare

Christian Schenk

06.07.2010, 15:13 Uhr
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"Danach war es unmöglich, Atomkraftwerke in den USA zu finanzieren oder zu versichern." Es WAR, WAR. Heute weiss das niemand mehr. Und so wird es auch mit der Tiefsee-Ölförderung sein in 20/30 Jahren, wenn alle anderen Quellen versiegt sind. Also nichts als blabla von diesem Jeff Rubin. Antworten


Walter Vettiger

06.07.2010, 12:59 Uhr
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Wenn BP pleite geht, dann kümmert sich auch niemand um die Schäden. Tiefseebohrungen machen nun Kleinfirmen. Passiert dann was, lässt man sie in Konkurs gehen. @Tobias Müller/DerStandard.at: Sind die Riesenschäden bei den Ölforderungen in Nigeria bei 4-6 $ /Barel inbegriffen? Antworten


alex meier

06.07.2010, 12:53 Uhr
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ich wäre bereit, für benzin das doppelte zu bezahlen, wenn ich wüsste, dass dieses weder ein delta in südafrika noch eine tiefsee verschmutzt..gibt es noch keinen anbieter, für nachhaltiges bio - benzin?... Antworten


Mike Müller

06.07.2010, 11:01 Uhr
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@Beni Schärer und alle anderen die hier laut wettern über Geld, Wirtschaft und die böse BP. Wenn ihr im gleichen Atemzug nicht eine weltweite 1 Kind Politik fordert, seid ihr einfach nicht glaubwürdig. 6 Mrd. Menschen auf dem Planten ernähren etc. geht sonst nicht. Und ohne die bösen (BP) Ingenieure über welche jetz gewettert wird könnten wir alle zusammenpacken. Das wird oft vergessen. Antworten


Eugen Fischer

06.07.2010, 10:58 Uhr
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Frage wenn BP aus dem markt entschwindet, was geschieht mit dem Oel? Wird in der Zukunft, da auch immer mehr Bohrungen in die Tiefe untersagt werden, das OEL zur Mangelware? Welch eine Ironie, und Nachlässigkeit. Antworten


steven götz

06.07.2010, 09:31 Uhr
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auch wenn die riesenkonzerne riesen schweinereien anrichten, können wir als konsumenten uns nicht ganz aus der verantwortung ziehen. mit unserer lohntüte unterstützen wir mehr oder weniger bewusst die machenschaften der grossen. jeder von uns muss verantwortung für sein verhalten übernehmen. sei es mit weniger autofahren, besser isolieren, umweltverträglichen strom, lokale produkte kaufen … Antworten


reto huber

06.07.2010, 08:55 Uhr
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@Zuelke: Ihrem Kommentar gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen.... Genau wie und verauft wird dass eine UBS nicht pleite gehen kann wird auch eine BP nicht pleite gehen. Der Spruch ist eigentlich zu alt um erneut zitiert zu werden: Die Kleinen hängt man die Grossen lässt man laufen. Antworten


Beni Schärer

06.07.2010, 08:27 Uhr
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Eine Frage der Zeit, bis noch tiefer nach Öl gebohrt wird. Umwelt hin oder her.Geld regiert die Welt. Ohne Öl keine Wirtschaft, ohne Wirtschaft kein Geld, ohne Geld keine Macht. Panzer und Jets fahren/fliegen ja nicht mit warmer Luft. Damit ist erst Schluss, wenn unsere Welt kaputt ist. In 100 Jahren, können wir die Häuser nur noch in Schutzanzügen verlassen. Antworten


roberta roten

06.07.2010, 00:28 Uhr
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Es ist die verheerendste Umweltkatastrophe und ich hoffe die Letzte für BP. Die Managers von BP und der Verwaltungsrat müssen dafür verantwortlich gemacht werden. Auch dann, wenn dies lebenslange Haft für diese sogenannten Topshots mit Gottkomplex bedeutet. Die Sicherheitsmassnahmen von BP sind absolut verwerflich und fügen Mensch und Natur vorsätzlich Schaden an. Antworten


Hans Thommen

05.07.2010, 22:58 Uhr
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Die Welt ist hysterisch geworden. Kühl die Fakten analysierem scheint nicht mehr möglich. Im Vergleich zum Wasservolumen im Meer sind diese paar Liter Öl, die da ausströmen, einfach nichts. Vogelgrippe, SARS, Schweinegrippe, BP, Klimaerwärmung usw., wo man hinschaut herrscht die nackte ahnungslose Übertreibung. Aus jeder Mücke wird ein Elefant gemacht. Antworten


Marcel Rohner

05.07.2010, 22:20 Uhr
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Die Logik geht nicht auf. Wenn das Öl teurer wird wird es sich auch wieder lohnen das Risiko ein zu gehen und Regierungen zu bestechen. Wir werden also sehr bald schon wider beim Alten sein. Antworten


Boris Zuehlke

05.07.2010, 22:13 Uhr
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Klingt für mich nach einem Wichtigtuer, der seine Bücher verkaufen will. Jedesmal wenn irgendwas passiert kommen all diese selbsternannten Experten aus ihren Löchern gekrochen und wollen uns ihre tollen Weisheiten verkaufen. Am Schluss liegen einige richtig und einige falsch - wäre hätte es gedacht. Antworten


thomas frei

05.07.2010, 22:07 Uhr
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Das ist die doch sehr persönliche Meinung "eines einzigen" Experten. Da in solch lapidar dahergeredeten "Wahrheiten" nicht all zu viel Tiefgang zu erkennen ist, gehe ich davon aus, dass die Anzahl der Experten in etwa der Anzahl unterschiedlicher Meinungen entspricht. Die Aussagen tönen toll lassen jedoch fundierte Argumente vermissen. Die entdeckten Ölreserven nehmen täglich zu. Antworten


Boris Scavezzon

05.07.2010, 21:35 Uhr
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Das die Tiefseebohrungen eingestellt werden - dass bezweifle ich! Es könnte zum Beispiel Vorrichtungen geben, welche den Auslauf sperren, wenn etwas passiert. Sollte eigentlich für eine technische Hochkultur machbar sein. Die sich nie entwicklenden Entwicklungsländer könnten vor allem im sonnenreichen Afrika auf Solarenergie umstellen - falls man dies fördert! Es gibt also alternative Energie! Antworten


Thomas Allmendinger

05.07.2010, 21:31 Uhr
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Mit der Pleite wird sich BP fein aus der Verantwortung schleichen können, denn der angerichtete und noch zu erwartende Schaden ist unbezahlbar. Er trifft nämlich hauptsächlich die Natur. Welche wirtschaftlichen Konsequenzen daraus erwachsen werden, ist wohl kaum voraussehbar. Denn damit geht auch ein Vertrauensverlust einher. Nur eines scheint sicher: speziell gut sind die Aussichten wohl nicht. Antworten


Adrian Frey

05.07.2010, 21:27 Uhr
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Das wäre ja nicht so schlimm, wenn BP pleite gehen würde. Hauptsache ist, dass die Verantwortlichen freigesprochen werden, eine Stange Geld an Abfindung bekommen (steuerfrei selbstverständlich) und die Arbeiterschicht auf der Strasse landet... Zynisch? Mag sein, aber so wird's geschehen, leider... Antworten


Thomas Meier

05.07.2010, 21:02 Uhr
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Für diese Katastrophe wird die ganze globale Menschheit bezahlen. Antworten


Marc Walser

05.07.2010, 20:17 Uhr
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Wieso geht dieser Rubin davon aus, dass es für Erdöl keine anderen Energieträger als Alternative gibt. Er tut so, als könne Energie bloss durch das Verbrennen von Öl erzeugt werden. Es wird genug Leute geben, die Alternativenergien anbieten werden um damit Geld zu verdienen. Entsprechend wird sich auch der globale Handel kaum verändern. Eigenartige Haltung. Antworten


Hanspeter Niederer

05.07.2010, 19:37 Uhr
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Ich bin mir ganz sicher, dass die Menschheit alles daran setzen wird, auch noch den letzten Tropfen aus dem hinterletzten Ölfeld herauszuquetschen. Denn die menschliche Gier ist ein Selbstläufer. Je häufiger du in der Freizeit sinnlos mit dem Auto herumkurvst, umso hohler wirst du und um so mehr musst du sinnlos herumkurven in deinem Auto. Nur sehr wenigen wird dabei ein Lichtlein aufgehen ! Antworten


Franco Signer

05.07.2010, 19:35 Uhr
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Jemand hat gesagt: Ein US-Bürger verbraucht 450 mal mehr Energie als ein armer Afrikaner. Ein Europäer verbraucht 350 mal mehr Enegie als ein armer Afrikaner. Wo ist der Unterschied??? Ich denke, wenn man vor dem Lesebriefschreiben nachdenkt, dann erübrigen sich viele Kommentare. Antworten


Hans Osterwalder

05.07.2010, 19:32 Uhr
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Ein schönes und gutes Szenario, wenn es dann hoffentlich nur auch eintritt... Agrarprodukte wieder lokal produzieren? Wo? In der Schweiz? Frage mich nur wo, da unsere Schweiz immer mehr verbaut ist und keine Selbstversorgung mehr zulässt. Auch eine Auswirkung des zu billigen Öls und eines unverhältmässigen Wohlstands. Antworten


Rolf Löber

05.07.2010, 18:45 Uhr
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Schon erstaunlich, wie schnell diese "richtigen Verhaltensweisen" jetzt von einem Tag auf den anderen populär werden - vorher waren es nur Hirngespinste seitens der Umweltbewussten... Antworten


Peter Steinemann

05.07.2010, 18:45 Uhr
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Eindrücklich, aber richtig. Antworten


Andreas Schnyder

05.07.2010, 18:29 Uhr
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Oelsande sind ökologische eine Katastrophe. Bei hohen Barrelpreise wird man wieder vermehrt Agrarflächen für Energieproduktion gebrauchen. Der Druck auf die Natur steigt weiter. Die einzige gute Nachricht wäre, dass Energiesparen endlich rentieren würde. Und das hilft halt der lokalen Wirtschaft. Antworten


Nora Geier

05.07.2010, 18:26 Uhr
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Die Ölkonzerne werden jede Tiefseebohrung in eine eigene Briefkasten-Tochterfirma auslagern. Diese wird dann bei einem Unfall bankrott gehen. Die Öffentlichkeit zahlt dann den ganzen Schaden, anstatt nur den Grossteil, wie bisher. Das ist das einzige was sich ändern wird. Antworten


Peter Stopper

05.07.2010, 18:25 Uhr
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An und fuer sich sehr gut durchdacht und deshalb einleuchtend. Nur: Als inzwischen pensionierter und selbst waehrend Jahren in der Wirtschaftsprognose taetiger Oekonom fehlt mir der Glaube an die Wissenschaftlichkeit der Oekonomie und Oekonometrie, diese Zunft sollte eigentlich von der Bildflaeche verschwinden - genauso wie auch ich gelegentlich von der Bildflaeche verschwinden werde! Antworten


Carlo Schnydrig

05.07.2010, 18:25 Uhr
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Die Politik kann sich aufgrund dieses Beispiels wieder an die Nase nehmen. Förder- und Bohrbewilligungen werden erteilt, dies ohne sich der Konsequenzen bei einem defekten Bohrloch bewusst zu sein. Die damaligen Bewilligungsbehörden sind an der Katastrophe ebenfalls mitschuldig und sind ebenfalls zur Verantwortung zu ziehen. Das Vorgehen entspricht den machtgierigen Manegermethoden und deren Sucht Antworten


Flurin Schwerzmann

05.07.2010, 17:59 Uhr
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Das tönt ja super! Die geschundene Natur wird sich freuen, da weniger Erdölförderung auch weniger Verbrauch und weniger CO2 und andere Verschmutzungen bedeutet. Sobald das Öl eine dreistellige Summe kostet, wird der globale Handel und das unbegrenzte Wachstum sich verlangsamen. Erneuerbare Energien werden die Zukunft sein. Der Peak ist erreicht! Antworten


Martin Holzherr

05.07.2010, 17:59 Uhr
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Das Ende der Tiefseebohrungen in den US-Gewässern bedeutet nicht das Ende solcher Bohrungen im Rest der Welt - dies war kürzlich auch Thema eines SPIEGEL-Berichts. Die Bohrplattformen vor Rio de Janeiro werden jedenfalls weiter ausgebaut. Eine Erdölverknappung wird um 2015 kommen, aber wegen dem schnell wachsenden Öl-Appetit Chinas, nicht wegen den Förderbeschränkungen. Antworten


Marc Michel

05.07.2010, 17:59 Uhr
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"Der globale Handel wird niemals mehr so wachsen wie früher, stattdessen wird regionaler Handel zunehmen." Klingt für mich nach einer WIN-WIN Situation, dass das Konzept vom globalen Handel nicht überall Sinn macht haben wir ja wohl mittlerweile hoffentlich gemerkt. Antworten


Niklaus Zumthür

05.07.2010, 17:51 Uhr
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Ich kannte Jeff Rubin im Gegensatz zu BP bisher nicht. Sein Hauptziel ist offensichtlich, Werbung für seine Bücher zu machen. Was mich irritiert, dass er ganz vernachlässigt, dass der Mensch seit jeher erfinderisch war. Wir werden in der nahen Zukunft Technologien sehen, die es ermöglichen, Tiefseeöl auf ökologisch einwandfreie, ungefährliche Weise zu fördern, die Ökofreaks mögen mir verzeihen. Antworten


Norbert Kamber

05.07.2010, 17:47 Uhr
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1. Bei $200 pro Fass Öl kostet der Treibstoff für den Schifftransport etwa 70 Rappen pro Tonne und 100 km. 2. Die AKWs in den USA müssen nur teilweise für die Kosten eines GAUs aufkommen: Der "Price-Anderson Act" hat vor Jahrzehnten ein Kostendach festgelegt. Es wurden erst in den 1990er Jahren keine neuen AKWs in den USA gebaut und zwar weil sie ganz einfach nicht konkurrenzfähig waren. Antworten


Klaus Keller

05.07.2010, 17:47 Uhr
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Wenn dies stimmt, dass die Tiefseeölgewinnung zu Ende geht, dann wird wohl Transocean,kotiert an der Schweizer Börse SIX und neuestens gehandelt im SMI wohl auch konkurs gehen? Sollten da die Pensionskassen diese Titel nicht wieder verkaufen? Antworten


Bruno Bänninger

05.07.2010, 17:37 Uhr
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Paradox ist wie die USA ihren unglaublichen Energiebedarf decken mit hochriskanten und exhorbitanten Tiefseeoelbohrungen. Statt Milliardenkosten und -schäden zu zahlen: Häuser isolieren, Heizungen und Klimaanlagen effizienter installieren und sinnvoller nutzen, Brennstoffverbrauch des Verkehrs reduzieren usw. wären die Lösungen. Jeder USA-Kenner weiss wovon ich rede. Leider. Antworten


Dieter Wundrig

05.07.2010, 17:33 Uhr
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Das ist nun wirklich keine Neuigkeit, BP wird pleitegehen, diese Schäden sind überhaupt nicht bezahlbar. Und so ist man fein raus, die Schäden werden dem Steuerzahler aufgebürdet und die Natur wird es tragen. Man fragt sich unwillkürlich, weshalb diese Bosse, welche ja angeblich immer die Verantwortung übernehmen, nicht schon längst im Gefängnis sitzen. Das gleiche Muster wie bei den Bankern . Antworten


Beat Winiger

05.07.2010, 17:33 Uhr
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Hoffentlich wird BP pleite gehen, aber erst NACHDEM der letzte Liter Wasser, der letzte Zentimeter Küste und jedes rettbare Tier gereinigt worden sind und die Lokalbevölkerung wieder eine Zukunft hat. Erst dann soll BP Konkurs gehen. Bis dahin ist das operative Erdölgeschäft einzustellen und die die Ressourcen für die Schadensbekämpfung gebunden werden, für Investoren und Aktionäre kein Cent. Antworten



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