Baloise wächst dank italienischer Steueramnestie

Aktualisiert am 18.03.2010 1 Kommentar

Die Versicherung profitiert von verunsicherten Kunden aus der EU, die ihr Geld von Banken abziehen und in Vorsorgeprodukte stecken.

Zwei Milliarden Neugelder in Vorsorgeprodukten: Hauptsitz der Baloise im 2002.

Zwei Milliarden Neugelder in Vorsorgeprodukten: Hauptsitz der Baloise im 2002.
Bild: Keystone

Der Versicherungskonzern Baloise hat seinen Gewinn 2009 um 8,9 Prozent auf 421 Millionen Franken gesteigert. Baloise verzeichnete starkes Wachstum bei Vorsorgeprodukten mit Anlagecharakter, wo die Einnahmen von knapp 900 Millionen Franken auf 2,91 Milliarden Franken anschwollen.

So hätten unter anderem italienische Kunden im Zuge der Steueramnestie in der zweiten Jahreshälfte stark zu solchen Anlagelösungen gegriffen, schreibt Baloise. Das Geschäftsvolumen insgesamt legte im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 Prozent auf 9,77 Milliarden Franken zu, wie die Gesellschaft am Donnerstag bekannt gab.

Rückgang im Traditionsgeschäft

Im traditionellen Geschäft mit Lebens- und Schadenversicherungen gingen die Prämieneinnahmen leicht zurück. In der Schadenversicherung musste Baloise mehr zahlen: Der Anteil von Schadenaufwendungen und Kosten an den gebuchten Prämien (Combined Ratio) betrug im vergangenen Jahr 94,4 Prozent, was deutlich schlechter ist als die 90,9 Prozent im Vorjahr.

Die Erholung der Finanzmärkte bescherte Baloise ein gutes Ergebnis bei den Kapitalanlagen mit deutlich weniger Wertberichtigungen. Der Nettoertrag von knapp 1,7 Milliarden Franken entspricht einer Nettorendite von 3,1 Prozent.

Keine Prognosen für 2010

Das Eigenkapital des Versicherers mehrte sich um 15,8 Prozent auf 4,51 Milliarden Franken. Die Deckung des Eigenmittelerfordernisses beläuft sich auf 230 Prozent (Solvabilitätsquote), im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung um 34 Prozentpunkte.

Die Dividende beträgt unverändert 4.50 Franken. Mit Prognosen fürs 2010 zeigt sich der Versicherer zurückhaltend.

Die Bank-Tochter Baloise SoBa musste beim Gewinn einen Rückgang von 4,5 Prozent auf 23,7 Millionen Franken hinnehmen. Vor allem tiefere Erträge im Wertschriften- und Anlagegeschäft belasteten ihr Ergebnis. Dafür konnte die Bank im vergangenen Jahr 12'500 neue Kunden dazugewinnen. Die Kundengelder stiegen um knapp 10 Prozent. (oku/sda)

Erstellt: 18.03.2010, 08:51 Uhr

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1 Kommentar

willi aerne

18.03.2010, 11:23 Uhr
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421 Millionen Gewinn sind keine Milliarden und die Zunahme der Einnahmen für Vorsorgeprodukte mit Anlagecharakter sollte man nicht im Vornherein als Gewinn einstufen. Antworten



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