Banker mit Gottes Segen

Goldman Sachs ist in der Finanzbranche das Vorzeigeunternehmen schlechthin. Dessen Chef, Lloyd Blankfein, hat den Job der Banker erläutert. Und das ziemlich speziell.

Die Banken haben einen gesellschaftlichen Zweck und verrichten «Gottes Werk»: Lloyd Blankfein.

Die Banken haben einen gesellschaftlichen Zweck und verrichten «Gottes Werk»: Lloyd Blankfein.
Bild: Keystone

In einem Interview der Londoner «Sunday Times» sagte Lloyd Blankfein: «Wir helfen den Unternehmen zu wachsen, indem wir ihnen helfen, Kapital zu bekommen. Unternehmen, die wachsen, schaffen Wohlstand. Und das wiederum ermöglicht es den Menschen, Jobs zu haben, die noch mehr Wachstum und noch mehr Wohlstand schaffen.» Banken, so seine Schlussfolgerung, haben einen gesellschaftlichen Zweck und verrichten «Gottes Werk». Die hohen Profite und Bonuszahlungen wertet er als Zeichen für eine Erholung der Weltkonjunktur. Blankfein sagte aber auch, er könne verstehen, dass es auch Menschen gebe, die über die Handlungsweise der Banken verärgert seien.

Goldman Sachs hatte im dritten Quartal einen Gewinn von drei Milliarden Dollar verbucht und will mehr als 20 Milliarden Dollar als Boni zum Jahresende zahlen. Kritiker werfen den Banken vor, aus der Finanzkrise nichts gelernt zu haben und weiterhin hochriskante Geschäfte abzuwickeln. Ihre jüngsten Gewinne verdankten sie vor allem den Unterstützungsmassnahmen von Staat und Zentralbank.

(cpm/sda)

Erstellt: 08.11.2009, 19:43 Uhr




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