Wirtschaft

Banker-Boni: Auch Sarkozy will Strafsteuer

Aktualisiert am 10.12.2009

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown haben sich klar zu Sonderzahlungen aus Staatsmitteln geäussert – gemeinsam und öffentlich.

Volkes Zorn: Demonstration gegen überzogene Boni im Oktober des vergangenen Jahres auf dem Zürcher Paradeplatz.

Volkes Zorn: Demonstration gegen überzogene Boni im Oktober des vergangenen Jahres auf dem Zürcher Paradeplatz.
Bild: Keystone

Die beiden Regierungschefs schrieben eine gemeinsame Kolumne im «Wall Street Journal» vom Donnerstag. «Wir stimmen überein, dass eine einmalige Abgabe auf die Boni als Priorität betrachtet werden sollte, da die Prämien für 2009 teilweise aus der Unterstützung der Regierungen für das Bankensystem entstanden sind», erklärten die beiden Politiker.

Sarkozy und Brown schlagen zudem eine engere Koordinierung bei der Wirtschaftspolitik vor, um globale Ungleichgewichte zu beseitigen. Es solle auch sichergestellt werden, dass heftige Wechselkursschwankungen nicht die Konjunkturerholung gefährdeten.

Der britische Finanzminister Alistair Darling hatte bereits am Mittwoch angekündigt, befristet eine Sondersteuer auf Banker-Boni zu erheben. Ab einer Summe von 25'000 Pfund soll die Abgabe 50 Prozent der Zusatzvergütung betragen. London erhofft sich davon Einnahmen von umgerechnet 906 Millionen Franken. (raa/sda)

Erstellt: 10.12.2009, 08:50 Uhr

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