Wirtschaft

«Basler Zeitung» streicht 22 Stellen – Redaktion ist bestürzt

Aktualisiert am 15.01.2009

Die Redaktion der «Basler Zeitung» reagiert mit Bestürzung auf den Abbau eines guten Fünftels ihrer Belegschaft. Die 22,5 abzubauenden Stellen betreffen 25 Angestellte.

Elf Betroffene würden frühpensioniert, sechs gingen freiwillig, acht würden geschasst, wird die Geschäftsleitung zitiert. Insgesamt verfügt die Redaktion - mit Layout und Korrektorat - derzeit über 105,6 Vollstellen. Dank freiwilligen Pensenreduktionen in der Redaktion seien noch am Vorabend des VR-Entscheides zwei Entlassungen vermieden worden.

Die Redaktion akzeptiert den vorgelegten Sozialplan nicht, wie sie weiter mitteilte. Dies habe eine Versammlung mit 91 Redaktionsmitgliedern einstimmig beschlossen. Sie fordert mehr Solidarität von der Unternehmensleitung; diese solle mit der Angestelltenvertretung «einen fairen Sozialplan» aushandeln.

Kritisiert wird unter anderem, dass der Sozialplan «deutlich schlechtere» Bedingungen für Frühpensionierungen beinhalte als jener der letzten Sparrunde vor fünf Jahren. Die Redaktion appelliert an die soziale Verantwortung der Verlegerfamilie Hagemann. Der Print-Arbeitsmarkt habe sich massiv verschlechtert.

Die Redaktion sorgt sich auch um die Zukunft ihres Blattes: Mit einem Fünftel weniger Stellen könne das bisherige Angebot nicht beibehalten werden. Sie sei gespannt auf die Vorstellungen der Chefetage, wie denn die «Basler Zeitung» künftig unter den neuen Voraussetzungen aussehen soll. (sam/sda)

Erstellt: 15.01.2009, 15:42 Uhr

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