Bereitet Nicolas Hayek seinen Abgang vor??

Von Jon Mettler. Aktualisiert am 10.02.2010 1 Kommentar

Die Kandidatur von Swatch-Group-Konzernchef Nick Hayek für den Verwaltungsrat des Bieler Uhrenkonzern lässt die Branche aufhorchen.

Nicolas Hayek leitet die strategischen Geschicke des Bieler Uhrenkonzerns Swatch Group.

Nicolas Hayek leitet die strategischen Geschicke des Bieler Uhrenkonzerns Swatch Group.
Bild: Keystone

Swatch-Group-Konzernchef Nick Hayek kandidiert für den Verwaltungsrat.

Swatch-Group-Konzernchef Nick Hayek kandidiert für den Verwaltungsrat. (Bild: Keystone)

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Mit der Bekanntgabe des Geschäftsergebnisses 2009 teilte die Swatch Group (UHR 366.2 -1.21%) auch mit, dass ihr Konzernchef Nick Hayek sich für den Verwaltungsrat zur Wahl stellt. Er sieht darin nicht ungewöhnliches. «Ich werde ja bloss als normales Mitglied im Verwaltungsrat Einsitz nehmen. Das ist übrigens auch weit verbreitet. Als operativer Chef muss ich ja bereits heute dem Verwaltungsrat Rechenschaft über das laufende Geschäft ablegen», sagte er gegenüber NZZ Online.

Zum weltgrössten Uhrenhersteller gehören Marken wie Swatch, Omega, Longines, Breguet, Tissot, Rado und Certina.

In der Uhrenbranche wird allerdings gemunkelt, dass hinter dieser Personalie mehr steckt. Gegenüber baz.ch/Newsnet äusserten Branchenvertreter die Vermutung, dass der bald 82-jährigeVerwaltungsratspräsident Nicolas Hayek auf lange Sicht die endgültige Stabübergabe an die nächste Generation vorbereitet.

Hayek hatte den weltgrössten Uhrenkonzern 1986 mitbegründet und war bis 2002 Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats. Im Jahr 2003 übergab Nicolas Hayek die Leitung der Geschäftsführung an seinen Sohn Nick Hayek.

Variante 1: Doppelmandat

Die Kenner der Uhrenindustrie spekulieren über drei Varianten: Nick Hayek übernimmt das Verwaltungsratspräsidium und bleibt Konzernchef der Gruppe. Damit würde das börsenkotierte Unternehmen allerdings die Diskussion nach dem Doppelmandat lostreten.

Variante 2: interne Lösung

Die zweite Variante sieht so aus: Nick Hayek wird Präsident und übergibt den Posten des Konzernchefs an eine interne Führungskraft. Genannt wurden die Namen Arlette-Elsa Emch und Marc Alexander Hayek. Emch hat innerhalb der Swatch Group eine steile Karriere hinter sich. Zuerst Chefin von cK Watch, baute sie erfolgreich den Schmuckbereich auf. Seit dem vergangenen Jahr ist sie Chefin der Marke Swatch. Ihr Nachteil: Sie ist nicht Mitglied der Familie Hayek, welche die Swatch Group kontrolliert.

Marc Alexander Hayek ist der Enkel von Nicolas Hayek und Neffe von Nick Hayek. Würde er sich in den Chefsessel setzen, bliebe die Kontrolle auch auf operativer Ebene weiterhin in der Familie Hayek. Dieses Szenario erachten die Branchenbeobachter als am wahrscheinlichsten. Marc Alexander Hayek ist derzeit Chef der Uhrenmarke Blancpain und Verantwortlicher der Verkaufsregion Naher Osten. Er sitzt seit 2005 in der Geschäftsleitung der Swatch Group.

Variante 3: externe Lösung

Die dritte Variante geht von einer externen Lösung aus: Nick Hayek wird Präsident. Die Funktion des Konzernchefs wird einer Persönlichkeit ausserhalb der Swatch Group angeboten. Als möglicher Kandidat gilt der Chef der Schaffhauser Manufaktur IWC. Voraussetzung ist allerdings, dass Georges Kern nicht schon vorher Chef des IWC-Mutterkonzerns Richemont wird. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.02.2010, 15:51 Uhr

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1 Kommentar

Bönheim Barbara

18.03.2010, 10:31 Uhr
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Guten Tag Herren Hayek Auch als Member/Fan verfolge ich seit 1990 die Swatch/Berichte. Ein super n ndynamisches Unternehmen, Manager mit einem "Know-how" über das Uhrengeschäft. Ein Preisseegment ge- wappnet in Krisenzeiten. Uhren und ein Schmuckkollektion für junge, sportliche Menschen. Habe mir vor ein paar Tagen die neue Chromo-Automatic gekauft. Echt super Modell. Alles Gute Swatch. Antworten



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