Wirtschaft

Bericht: Chinesen kaufen Traditionsfirma Sigg

Aktualisiert am 04.02.2016 74 Kommentare

Für 16 Millionen Franken hat nach Medieninformatioen Haers Vacuum Containers den Trinkflaschen-Produzenten Sigg übernommen. Die Mitarbeiter seien heute informiert worden.

Äusserst beliebtes Schweizer Produkt: Sigg-Flaschen am Hauptsitz in Frauenfeld.

Äusserst beliebtes Schweizer Produkt: Sigg-Flaschen am Hauptsitz in Frauenfeld.
Bild: Keystone

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Der chinesische Hersteller Haers kauft von der New Yorker Beteiligungsgesellschaft Riverside das Schweizer Traditionsunternehmen Sigg. Dies berichtet die Sendung «Schweiz aktuell» des Senders SRF. Der Kaufpreis soll 16,1 Millionen Franken betragen. Die Mitarbeiter seien heute informiert worden. Seit längerem gab es Gerüchte, dass die chinesische Firma an Sigg interessiert sei.

In einer Börsenmitteilung bestätigt Haers einen Aktienkaufvertrag: «Die Akquisition ist im Einklang mit der Internationalisierungsstrategie von Haers und ist ein wichtiger Schritt zur Beschleunigung der Expansion des Geschäftes mit hochwertigen Trinkflaschen. Es ermöglicht der Unternehmung eine international bekannte Produzentin von hochwertigen Trinkflaschen zu werden.»

Zukunft der Mitarbeiter unklar

Sigg-CEO Stefan Ludewig ist laut SRF eben erst von den Verhandlungen aus China zurückkehrt. Er hofft, dass der Verkauf bis Ende Februar abgeschlossen ist. Ob Stellen abgebaut werden, ist noch unklar. Ludewig hofft aber, dass alle Mitarbeitenden weiter beschäftigt werden können.

Die Firma Sigg mit Sitz in Frauenfeld stellt die bekannten Aluminium-Flaschen her. Das Unternehmen ist in 40 Ländern tätig. Am Hauptsitz arbeiten rund 65 Angestellte. Die Firma hat jüngst ihr Sortiment erweitert. Seit kurzem vermarktet sie beispielsweise auch eine Glasflasche. (dia)

Erstellt: 04.02.2016, 18:36 Uhr

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74 Kommentare

Robert Zacharias

04.02.2016, 19:06 Uhr
Melden 220 Empfehlung 5

Nicht nur in den Läden sondern auch in der Wirtschaft findet der grosse SALE statt. Irgendwann ist alles verkauft oder verscherbelt und wir werden uns verwundert die Augen reiben.
Ein paar wenige profitieren und der Rest kann schauen wo sie bleiben.
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Hans Thommen

04.02.2016, 19:11 Uhr
Melden 216 Empfehlung 17

Die Chinesen auf Einkaufstour - mit den Devisen, die sie von uns erhalten haben, weil der "Westen" praktisch die ganze Industrieproduktin nach China verlagert hat. Und unser Wirtschaftsminister Johann Schneider-Amman klatscht Beifall. Dies sind die Konsequenzen des Globalisierungswahns und des Raubtierkapitalismus: Privatisieren, deregulieren, globalisieren; alle Grenzen offen (Kapital, Waren, ... Antworten