Boeing hat Probleme mit seinem Langstreckenjet 777

Aktualisiert am 17.03.2010

Boeing muss bei seinem Langstrecken-Jet 777 nachbessern. Der Grund: Immer wieder kam es bei den weltweit insgesamt 800 verkauften Maschinen zu gefährlichen Startabbrüchen.

Mangelhafter Autopilot: Boeing 777.

Mangelhafter Autopilot: Boeing 777.
Bild: Keystone

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Boeing (BA 70 -1.95%) muss bei seinem Langstrecken- Jet 777 den Autopiloten wegen Sicherheitsbedenken nachbessern. Eine neue Software soll verhindern, dass es wie in der Vergangenheit zu gefährlichen Startabbrüchen kommt. Die US-Luftsicherheitsbehörde FAA forderte Boeing am Dienstag in einem Schreiben auf, das Problem bei den Maschinen in den Vereinigten Staaten zu beheben.

Mit der alten Software kann es immer dann zu risikoreichen Situationen kommen, wenn die Piloten bereits beim Hinrollen auf die Startbahn versehentlich den Autopiloten einschalten. Dann müssen sie während des Starts kräftiger am Steuerknüppel ziehen, um die Maschine in die Luft zu bekommen. Entscheiden sie sich deshalb für einen Startabbruch bei dieser hohen Geschwindigkeit, kann die Maschine über die Piste hinausschiessen.

Seitdem die 777 im Jahr 1995 in Dienst gegangen ist, kam es zu neun Vorfällen, die aber letztlich alle glimpflich abliefen. Im Januar legten Piloten gleich zweimal eine Vollbremsung hin, was die US-Luftsicherheitsbehörde auf den Plan rief. Boeing räumte die Probleme ein und versprach Abhilfe. In den USA fliegen nach Angaben des «Wall Street Journal» knapp 150 der zweistrahligen 777-Langstreckenflieger. Weltweit hat Boeing mehr als 800 Stück verkauft. (sam/sda)

Erstellt: 17.03.2010, 16:08 Uhr

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