Börsen tauchen nach Obamas Kampfansage an die Banken

Aktualisiert am 22.01.2010

Zwei Prozent an der Wallstreet, und über zweieinhalb Prozent in Tokio. Die Aktienmärkte reagieren empfindlich auf neue Vorstösse des US-Präsidenten gegen das Treiben in der Finanzwelt.

Wenn die Pfeile nach unten zeigen, sind Verluste angesagt: Die Märkte in Asien schlossen heute negativ.

Wenn die Pfeile nach unten zeigen, sind Verluste angesagt: Die Märkte in Asien schlossen heute negativ.
Bild: Keystone

In Japan schloss der Nikkei-Index um 2,58 Prozent tiefer als am Vortag. Und auch die US-Börsen erlitten erhebliche Verluste. Dies, wegen der Sorge vor einer deutlichen Verschärfung der Finanzmarktregeln. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 verzeichneten den schlechtesten Handelstag seit Oktober.

US-Präsident Barack Obama will im Zuge der Finanzkrise die exzessive Risikobereitschaft der Banken verringern. Dabei plant er unter anderem, den Wertpapierhandel auf eigene Rechnung - den Eigenhandel - zu beschneiden.

«Struktur der Wall Street verändern»

Nach Meinung von Analysten hätte das grosse Auswirkungen auf Schwergewichte wie Goldman Sachs und JPMorgan. «Wenn sie den Eigenhandel stoppen, dann wird das nicht nur Liquidität aus dem Markt nehmen, sondern die ganze Struktur der Wall Street verändern», sagte ein Analyst.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,01 Prozent schwächer bei 10'389 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 10'374 und 10'614 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 1,9 Prozent auf 1116 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 1,1 Prozent auf 2265 Punkte. (cpm/sda)

Erstellt: 22.01.2010, 09:14 Uhr

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