Wirtschaft

Briten kaufen Orange Schweiz

Aktualisiert am 24.12.2011 6 Kommentare

Die Nummer drei im Schweizer Telekommarkt hat eine neue Besitzerin. France Télécom verkauft Orange Schweiz an die britische Beteiligungsgesellschaft Apax.

Mit Sunrise durfte Orange nicht fusionieren: Logo von Orange.
Bild: Keystone

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Die französische France Télécom ( 12.98 0.00%) und Apax sind sich in der Nacht heute einig geworden. Beide Seiten hätten sich auf einen Verkaufspreis für Orange Schweiz von 2,0 Milliarden Franken (1,6 Milliarden Euro) geeinigt. Das Unternehmen erwirtschaftete 2010 Jahr einen Umsatz von 1,3 Milliarden Franken. Die Übernahme müsse noch von den zuständigen Schweizer Behörden genehmigt werden. Sie stelle eine wichtige Etappe in der Optimierung-Strategie von France Télécom dar, teilte das Unternehmen mit.

Der Telekomgigant will sich auf Länder fokussieren, in welchen er als Telekommunikations-Vollanbieter auftreten kann und gleichzeitig die Nummer eins oder zwei im Markt ist. Aus diesem Grund hatte France Télécom die Schweizer Nummer zwei im Telekommarkt Sunrise schlucken und sie mit Orange zusammenlegen wollen.

Fusion untersagt

Die Wettbewerbskommission (Weko) erteilte der Fusion jedoch im vergangenen Jahr eine Absage. Mit dem Verbot wollten die Wettbewerbshüter ein Duopol durch die fusionierte Sunrise/Orange und Swisscom im Mobilfunkmarkt verhindern. Denn mit Sunrise wäre ausgerechnet jener Anbieter verschwunden, der am meisten Bewegung in den Schweizer Mobilfunkmarkt gebracht habe, argumentierte die Weko damals. Zudem würde ein allfälliger Eintritt eines ausländischen Mobilfunkanbieters in die Schweiz praktisch verunmöglicht.

Nach der untersagten Fusion von Orange und Sunrise passte der Schweizer Markt nicht mehr zur Strategie des französischen Telekomriesen und France Télécom ging über die Bücher. Seit Frühling versucht der Konzern, Orange Schweiz zu verkaufen.

Besitzerwechsel auch bei Sunrise

Der gescheiterte Zusammenschluss hatte im Herbst 2010 auch bei Sunrise zu einem Besitzerwechsel geführt: Der dänische TDC-Konzern hat die Nummer 2 statt der France Télécom schliesslich an den Finanzinvestor CVC Capital Partners verkauft. Der Schweizer Telekommarkt wird von der Swisscom dominiert, die einen Marktanteil von rund 60 Prozent hat. Sunrise hält rund 20 Prozent des Marktes.

Die 1999 gegründete Orange Schweiz ist die Nummer drei im Schweizer Telekommarkt. Das Unternehmen erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Franken und zählte per Ende September 2011 rund 1,6 Millionen Kunden. Orange Schweiz beschäftigt etwa 1200 Personen. (rub/sda)

Erstellt: 24.12.2011, 06:22 Uhr

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6 Kommentare

Ernst Dittmar

24.12.2011, 12:34 Uhr
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Fance Telecom hatte das Gewicht, international vorteilhafte Preispläne anzubieten. Die Wettbewerbskommission hatte mit der Intervention gegen die Übernahme von Sunrise nur das Monopol der Swisscom gestärkt. Wettbewerb wurde bewusst verhindert. Mobilekunden in der Schweiz haben das Nachsehen und die Schweiz hinkt wieder einmal Europa hinterher. Und nun benützt der "Investor" Orange als Cash Cow! Antworten


Eugen Fischer

24.12.2011, 09:30 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Ist doch schön wenn in der Schweiz der Markt keinerlei Eigenwirkungen zeigen. Der Ausverkauf an ausländische Frimen wird mit Garantie im Jahre 2012 weitergehen. Der Schweizer Markt ist einfach zu verschlafen und nicht wie in vielen anderen Ländern flexibel möglich. Antworten



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