Wirtschaft
Citigroup prüft Verkauf
Das Führungsgremium der Bank werde noch am Freitag zusammenkommen, berichtete das «Wallstreet Journal» unter Berufung auf Insider. Zu den möglichen Strategien gehöre der Verkauf von Unternehmensteilen oder die Fusion mit einer anderen Bank, sagte eine vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.
Mögliche Partner für die Citigroup seien die beiden Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley, spekulierte das «Wallstreet Journal». Die internen Überlegungen befinden sich aber offenbar noch in einer frühen Phase. Ein Verkauf werde bisher nicht aktiv vorangetrieben, berichtete die «New York Times».
Keine Stellungnahme zu den Berichten
Citigroup betonte, die Bank habe ausreichend Kapital und flüssiges Geld. Eine Stellungnahme zu den Berichten lehnten Sprecher ab.
Die Citigroup-Aktien legten in New York vorbörslich knapp zehn Prozent zu, nachdem die Titel am Donnerstag zeitweise ein Viertel an Wert veroren hatten. Damit verloren die Anteilsscheine des Konzerns im Wochenverlauf 50 Prozent und stürzten auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren.
An Marktwert eingebüsst
Seit Anfang November verlor Citigroup rund zwei Drittel ihres Börsenwerts. Mit über 200 Millionen Kundenkonten in mehr als 100 Ländern ist die Bank noch immer einer der führenden Finanzkonzerne der Welt. Der Absturz an der Börse liess sie aber gemessen am Marktwert unter den US-Instituten etwa auf Rang fünf abrutschen.
Wegen der anhaltenden Probleme hatte der Konzern diese Woche erklärt, mehr als 50'000 von insgesamt noch rund 350'000 Stellen zu streichen. (mbr/sda)
Erstellt: 21.11.2008, 15:08 Uhr
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