Clariant-Mitarbeiter kämpfen für ihre Stellen

Aktualisiert am 11.03.2010

Gut 200 Clariant-Mitarbeitende und Gewerkschafter haben am Donnerstag in Liestal gegen den Stellenabbau demonstriert. Sie forderten unter anderem ein gesetzeskonformes Konsultationsverfahren und die Einschaltung der Politik.

1/5 Bild: Keystone

   

Aufgerufen zu der bewilligten Kundgebung hatte die Gewerkschaft Unia. Nach ihren Schätzungen nahmen gar über 300 Personen daran teil. Das Gros der Teilnehmenden versammelte sich beim Clariant-Werk in Muttenz BL und fuhr dann per Bus nach Liestal, wo nach 9 Uhr ein Demonstrationszug durchs Zentrum des Städtchens stattfand.

«Kahlschlag bei Clariant - Wir kämpfen um Arbeitsplätze» hiess es auf einem Transparent. Vor dem Regierunggebäude forderten Sprecher der Unia und der Clariant-Betriebskommission, dass die Mitwirkungsrechte der Gewerkschaften, die bisher missachtet worden seien, «ohne Wenn und Aber respektiert» werden.

Forderungen an Politik

Zudem solle eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern der Belegschaft, Gewerkschaft, Konzern und Politik neue Perspektiven erarbeiten. Verlangt wurden auch Verbesserungen am Sozialplan, damit dieser der «dramatischen Situation der Betroffenen gerecht wird». 400 schwarze Luftballons, die die Demonstranten steigen liessen, sollten die bedrohten Arbeitsplätze symbolisieren.

Während der Kundgebung versammelte sich im Regierungsgebäude der Baselbieter Landrat zu einer ordentlichen Sitzung, für welche ein SP-Landrat eine dringliche Interpellation ankündigte; Volkswirtschaftsdirektor Peter Zwick sagte auf Anfrage, er wolle den Vorstoss entgegennehmen.

Auch Arbeiter aus Huningue vor Ort

Laut einem Polizeisprecher verlief die Kundgebung ohne Zwischenfälle. Unter den Teilnehmenden waren auch Leute aus dem Clariant-Werk im elsässischen Huningue bei Basel, das geschlossen werden soll. Das Werk, vor dem schon letzte Woche eine Kundgebung stattgefunden hatte, wird laut einem Gewerkschaftssprecher bestreikt.

Clariant hatte nach früheren Abbauschritten Mitte Februar den Abbau weiterer 500 Stellen angekündigt. Allein 400 davon sollen in Muttenz verschwinden; die Produktion in der Schweiz soll fast gänzlich gechlossen und nach Asien sowie Spanien verlagert werden. In der Schweiz dürfte Clariant danach noch rund 1000 Stellen aufweisen. (jg/sda)

Erstellt: 11.03.2010, 12:19 Uhr

0

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Noch keine Kommentare

Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Wirtschaft

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

Telefonbuch

Marktplatz

bluebanana.ch

Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?

Ja, auf jeden Fall

 
15.1%

Nein, interessiert mich nicht

 
40.2%

Erst wenn die Geräte billiger geworden sind

 
35.1%

Ich habe schon einen

 
9.7%

3308 Stimmen