Wirtschaft

Das explodierte A380-Triebwerk kommt Rolls-Royce teuer zu stehen

Aktualisiert am 22.06.2011 2 Kommentare

Ende 2010 musste die australische Airline Qantas ihre A380-Flotte nach einer Triebwerkexplosion grounden. Nun hat sie einem Vergleich mit dem Hersteller zugestimmt.

Explosion kurz nach dem Start in Singapur: Rolls-Royce-Triebwerk des Qantas-A380.

Explosion kurz nach dem Start in Singapur: Rolls-Royce-Triebwerk des Qantas-A380.
Bild: Keystone

Bildstrecke

A380 in Singapur notgelandet

A380 in Singapur notgelandet
Ein A380 der Qantas Airways musste nach einem Motorschaden einen Zwischenhalt in Singapur einlegen.

Artikel zum Thema

Stichworte

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Die australische Fluggesellschaft Qantas ( 1.11 -4.88%) hat eigenen Angaben zufolge einem Vergleich mit Rolls-Royce zugestimmt. Alan Joyce, Chef der Fluglinie, sagte am Mittwoch, man habe ein Angebot von 95 Millionen australischen Dollar (85 Millionen Franken) des Triebwerksherstellers angenommen.

Im November war ein Rolls-Royce-Triebwerk an einem A380-Superjumbo von Qantas kurz nach dem Start in Singapur explodiert. Der Pilot war gezwungen umzudrehen und eine Notlandung vorzunehmen. Als Vorsichtsmassnahme stellte Qantas den Betrieb seiner A380-Flotte vorübergehend ein. Nach Erkenntnissen der Luftsicherheitsbehörden war ein Ölleck im Triebwerk die Ursache für die Explosion.

Im Geschäftsjahr 2010 kosteten Rolls-Royce die Triebwerksprobleme nach eigenen Angaben 56 Millionen Pfund (76 Millionen Franken). Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen noch einige geringe Zusatzkosten. Mit dem Vergleich endet jedoch auch das Gerichtsverfahren, das Qantas im vergangenen Dezember vor dem australischen Bundesgericht angestrengt hatte.

«Qantas ist ein wertvoller Kunde, und wir sind froh, dass die Angelegenheit nun beigelegt ist», hiess es in einer Stellungnahme von Rolls-Royce. Auch die australische Fluglinie zeigte sich mit der Einigung zufrieden. «Qantas und Rolls-Royce haben über mehrere Jahrzehnte eine lange und erfolgreiche geschäftliche Partnerschaft gepflegt», teilte die Fluggesellschaft mit. «Qantas ist zuversichtlich, auf der Basis des Vergleichs die starke Partnerschaft mit Rolls-Royce fortzusetzen.» (ami/dapd)

Erstellt: 22.06.2011, 09:17 Uhr

2

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

2 Kommentare

Rolf Schumacher

22.06.2011, 09:05 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Rolles-Royce lebte und lebt von Ideenklau (angefangen mit der mangelhaften Kopie von BMW-Triebwerken). Die britisch-imperiale Manier des Klauens und Zusammenbastelns verschiedenster Technologien ist legandär. Wer kennt sie nicht die alte Triumph-Bonville, welcher man mit einem Oelwischlappen hinterherrennen musste? Heute rattert die Bonville ordentlich, weil die Eingeweide japanisch sind. Antworten


Patrick Leu

22.06.2011, 08:36 Uhr
Melden

@ami. Der A380 ist bekanntlich von Airbus und kann daher unmöglich als "Jumbo" bezeichnet werden. Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!