Wirtschaft

Diese Riesen dürfen nicht fallen – die Liste

Von Bernhard Fischer. Aktualisiert am 04.11.2011 29 Kommentare

Beim G-20-Gipfel veröffentlichte das Financial Stability Board (FSB) die neue Liste der Banken, die «Too-Big-To-Fail» sind.

Turbulenzen an den Finanzmärkten Schuldenkrise und neue Eigenkapitalvorschriften definieren systemrelevante Banken neu: Häuserschlucht im Euro-Bankenzentrum Frankfurt.

Turbulenzen an den Finanzmärkten Schuldenkrise und neue Eigenkapitalvorschriften definieren systemrelevante Banken neu: Häuserschlucht im Euro-Bankenzentrum Frankfurt.
Bild: Keystone

Liste der wichtigsten 29 Banken der Welt

Bank of America (USA)
Bank of China (China)
Bank of New York Mellon (USA)
Banque Populaire (Frankreich)
Barclays (Großbritannien)
BNP Paribas (Frankreich)
Citigroup (USA)
Commerzbank (Deutschland)
Crédit Agricole (Frankreich)
Credit Suisse (Schweiz)
Deutsche Bank (Deutschland)
Dexia (Belgien)
Goldman Sachs (USA)
HSBC (Großbritannien)
ING (Niederlande)
JP Morgan Chase (USA)
Lloyds Banking Group (Großbritannien)
Mitsubishi UFJ (Japan)
Mizuho (Japan)
Morgan Stanley (USA)
Nordea (Schweden)
Royal Bank of Scotland (Großbritannien)
Santander (Spanien)
Société Générale (Frankreich)
State Street (USA)
Sumitomo Mitsui (Japan)
UBS (Schweiz)
Unicredit (Italien)
Wells Fargo (USA)

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Unter Aufsicht

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht bietet eine Plattform für die kontinuierliche Zusammenarbeit im Bereich der Bankenaufsicht. Er bemüht sich um eine stärkere Verbreitung und Verbesserung der Aufsichts- und Risikomanagementpraxis weltweit.

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Welche Banken als systemrelevant eingestuft werden, wurde heute vom FSB veröffentlicht. Darunter befinden sich wenig überraschend auch die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse. Die meisten «unverzichtbaren» Systembanken befinden sich in den USA mit acht Instituten, drei sind es in Grossbritannien, vier in Frankreich und zwei in Deutschland.

Zudem veröffentlichte der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht seine Regelung für global systemrelevante Banken (GSB). Im heute veröffentlichten Papier «Global Systemically Important Banks» wird dargelegt, was eine GSB ist und wie sie sich zu rekapitalisieren hat, um für die Stürme an den Kapitalmärkten besser gerüstet zu sein.

Beschlossen wurde auf der Ebene des G-20-Gipfels und des FSB, dass für die Rettung der Banken künftig nicht mehr der Steuerzahler bluten soll. Die Länder sollen dazu verpflichtet werden, das auch gesetzlich zu verankern. Deutschland mit dem so genannten Restrukturierungsgesetz sowie Grossbritannien, Irland und Dänemark haben bereits solche Gesetze. Die neuen Regeln sollen bald europaweit eingeführt werden.

Bankinsolvenzen verringern

Die Anforderungen zur Rekapitaliserung von Systembanken im Detail: Zusätzlich zu den Eigenkapitalisierungsvorschriften von Basel III in der Höhe von mehr als neun Prozent sollen um 1 bis 2,5 Prozent mehr Eigenkapital pro Bank gehalten werden. Für weiterhin risiko-affine Finanzinstitute sollen verschärfend 3,5 Prozent zusätzlich gelten – und so auch zur Abschreckung allzu riskanter Geschäfte dienen.

Einige der Änderungen werden bis März 2012 anhand aktualisierter Bankdaten getestet. Stefan Ingves, Vorsitzender des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht und Gouverneur der Sveriges Riksbank, ist überzeugt, dass dadurch «die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz verringert wird». Das sei grundlegend und notwendig und werde die vom Financial Stability Board (FSB) bekannt gegebenen Massnahmen ergänzen.

Eine vollständige und weltweit einheitliche Umsetzung dieser Massnahmen sei für ein sichereres und solideres Bankensystem wesentlich und werde die Stabilität des Finanzsystems allgemein verbessern, so der Basler Ausschuss.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.11.2011, 16:27 Uhr

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29 Kommentare

Simon Leighton

04.11.2011, 17:37 Uhr
Melden 95 Empfehlung

Die Banken dürfen nicht fallen? Und wo bleiben wir, die Menschen, die Bürger, die die das alles überhaupt ermöglichten, erbauten, finanzierten und unterhalten? Die Menschheit darf nicht fallen, das sollte doch der Vorsatz sein.
Wir werden gehalten wie Sklaven, hauptsache wir kaufen uns noch schöne Weihnachtsgeschenke und denken nicht weiter nach.
Antworten


Nik Leuenberger

04.11.2011, 18:19 Uhr
Melden 91 Empfehlung

Schön, diese Liste. Könnte man diese ergänzen mit den Reingewinnen, welche in den letzten 20 Jahren eingefahren wurden und mit den unverhältnismässigen Boni-Töpfen, welche aus dem Umlauf gebracht wurden? Too big to fail - eine Erpressung. Antworten



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