Wirtschaft

Der Druck auf EasyJet steigt

Der Flughafen Basel-Mulhouse-Freiburg verlangt wegen der vielen Unpünktlichkeiten in den vergangenen Wochen eine rasche Besserung der Situation.

Unpünktlich: EasyJet-Passagiere müssen oft sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen und mit Verspätungen rechnen.

Unpünktlich: EasyJet-Passagiere müssen oft sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen und mit Verspätungen rechnen.
Bild: Keystone

Einen Schnäppchenflug gebucht zu haben, das bleibt für etliche EasyJet-Kunden die einzige Freude an ihrer Reise. Kurzfristige Flugverschiebungen und Annullierungen machen den Passagieren den Trip zur Nervenprobe. Wie viele Verspätungen es in den vergangenen Wochen gab, sagt EasyJet nicht. Thomas Hagensen, Verkaufsdirektor von EasyJet-Nordeuropa, redet von «dreimal mehr» als in den vergangenen Jahren, nennt aber keine Zahlen. Die Situation bereitet Flughafendirektor Jürg Rämi zunehmend Sorgen. BaZ weiss: In Gesprächen mit der britischen Billigfluglinie hat er auf eine rasche Lösung des Problems gedrängt. EuroAirport-Mediensprecherin Vivian Gaskell gibt sich aber bedeckt: «Natürlich ist uns aufgefallen, dass EasyJet Probleme hat. Und wir haben diese angesprochen.» Über den Inhalt der Gespräche sei aber Stillschweigen vereinbart worden. Der EuroAirport hütet sich davor, EasyJet zu vergraulen; immerhin bestreitet die Airline 44 Prozent der Flugbewegungen.

Höhere Gewalt

EasyJet versucht erst gar nicht schönzureden, dass es Probleme und viele verärgerte Passagiere gibt. Nur: Die Airline sieht sich selber als Opfer «äusserer Umstände». Thomas Hagensen, Verkaufsdirektor Nordeuropa bei EasyJet: «Es stimmt, dass wir Verspätungen haben, aber dafür können wir nichts. »

Hagensen macht unvorhersehbare Ereignisse für die vielen Flugverschiebungen verantwortlich: Anfang Jahr seien es starke Schneefälle gewesen, im Frühling der Vulkanausbruch in Island und in diesem Sommer führe der Fluglotsenstreik in Frankreich und Spanien zu einem Chaos im Flugbetrieb. Vorwürfe, einen ungenügenden Kundenservice zu unterhalten und die Fluggäste gar nicht oder zu spät über Flugplanänderungen zu informieren, weist Hagensen zurück. Er sagt: «Wir tun alles Mögliche und haben viele zusätzliche Massnahmen eingeleitet. In der Schweiz gibt es genügend Personal.»

Ein Ultimatum an Easyjet

Eine Beschwerde bei EasyJet zu deponieren, ist für Fluggäste gar nicht so einfach. Die Fluglinie ist praktisch nur per E-Mail erreichbar. Antwort erhalten oft nur hartnäckige Kunden. Willy Bopp von der Ombudsstelle für die Reisebranche registriert eine Häufung von verärgerten Kunden, die beim Ombudsmann Rat suchen. Er kennt die Probleme, mit der Airline in Kontakt zu treten. Bopp: «Der Kundendienst von EasyJet ist ziemlich verbesserungswürdig. »

Der Druck wächst nicht nur von der Kundenseite her. Grossaktionär und EasyJet-Gründer Stelios Haji-Ioannou verlangt, die Gesellschaft müsse bis Ende Oktober pünktlicher werden. Sonst will er ihr die Rechte an der Marke Easy entziehen. Für den kommenden Spätherbst hat EasyJet fünf neue Destinationen angekündigt. Die Airline will von Basel aus zusätzlich nach Dresden, Venedig, Kopenhagen, Edinburgh und Gran Canaria fliegen. Hagensen nennt dabei sein oberstes Ziel: Pünktlichkeit. (Basler Zeitung)

Erstellt: 28.07.2010, 14:51 Uhr

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21 Kommentare

stefan greiner

03.10.2010, 22:27 Uhr
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mit easy jet fliegt man auch nicht!!!! Antworten


Klaudia Dolezal

22.08.2010, 09:02 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Also ich bin vom 13.8.bis 15.8. von Berlin nach Palma mit Easyjet geflogen.Mein Rückflug wurde gestrichen.Ich hatte keine Info bekommen.Mein Rückflug sollte 2 tage später abends vielleicht stattfinden... Jobbedingt (und meinkleiner Sohn war zu Hause )war das nicht möglich.Nun durfte ich für 450€ den letzten Sitzplatz mit Airberlin buchen.Prima.Hatte 20min. Zeit zum Flieger zu rasen!Jetzt klage ich Antworten


Jutta Resem

15.08.2010, 21:36 Uhr
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Nicht nur in Basel treten die Probleme mit erheblichen Flugverspätungen der Fluglinie Easyjet auf. Auch in Berlin-Schönefeld bekamen wir die Verspätung zu spüren. Der gebuchte Flug von Berlin-Schönefeld (Germany) nach Genf, planmäßiger Abflug Samstag 14.08.2010 um 15:40 Uhr startete dann endlich am Sonntag 15.08.2010 um 20:49 Uhr. Während der Wartezeit keine Informationen von der Fluglinie. never! Antworten


Peter Schneider

02.08.2010, 19:59 Uhr
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Ich bin 3 Jahre regelmässig von Basel nach Berlin & retour ohne Probleme geflogen, doch diesen Frühling ging gar nichts: 4.Juni 20:55 Basel-Berlin - Annullierung 5 Minuten vor Abflug ohne Begründung; 24.Juni 20:55 Basel-Berlin - wieder Annullierung ohne Begründung. Das Geld (billig war das nicht gerade!) gab es erst nach 3 Wochen mit Drohung von Rechtsschritten zurück - toller Service! Antworten


franziska portmann

31.07.2010, 19:47 Uhr
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Dieser Artikel war letzte Woche auch schon in dieser Zeitung!!!! Wenn mann nicht zufrieden ist soll mann nicht mehr mit easyjet fliegen, hauptsache ist dass mann von A nach B fliegt oder? Wenn mann sich mehr wunscht dann muss mann auch mehr bezahlen und sich nicht so beklagen!! Und es sind hauptsaechlich verspaetungen und eher selten annullierungen oder verschiebungen Antworten


Martin Räz

29.07.2010, 13:26 Uhr
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Ich fliege alle 2 Wochen Basel-Berlin und umgekehrt und dies seit 3 Monate. In diesen drei Monaten hatte ich 2 x eine Verspätung zu beklagen. Einmal in Berlin der letzte Flug nach Basel und einmal ab Basel der zweitletzte Flug. Ansonsten muss ich sagen, dass ich über Easyjet froh bin. Denn sonst käme ich kaum zu meiner Partnerin. Trotzdem fliege ich ab Dezember mit Skywork ab Bern. Antworten


Marco Spiess

29.07.2010, 08:24 Uhr
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EasyJet ist nicht besser und schlechter als die anderen Airlines. Swiss annulliert immer wieder Flüge, bei denen es zu wenige Passagiere hat. EasyJet hat ein Personalproblem. Darum auch diese kurzfristigen Annullationen. Die Situation wird sich nun drastisch zum Positiven ändern. Ich hatte bis anhin noch nie Probleme mit EasyJet und werde auch weiterhin EasyJet benutzen. Basel braucht EasyJet. Antworten


Florian Leuthardt

29.07.2010, 07:53 Uhr
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Der Hauptgrund für die Verspätungen ist, dass Easyjet von Swissport verlangt, ein Flugzeug in 20 Minuten zu kehren, d.h. alle Passagiere aus- und einsteigen, ebenso das gesamte Gepäck in dieser kurzen Zeit aus- und einladen. Jeder weiss, dass das nicht in 20 Minuten machbar ist und praktisch immer Verspätungen verursacht. Weder Easyjet noch Swissport ziehen daraus die nötigen Konsequenzen! Antworten


Josef Ehrsam

28.07.2010, 20:54 Uhr
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Flug Basel Gatwick mit 2 Std. Verspätung. Nicht so schlimm, trotz zus. Taxikosten. Rückflug - abgsagt - nächster Flug in 2 Tg? Irgendwie schaff ichs und darf am nächsten Tag ab LUTON nach Zürich fliegen. Das Taxi dorthin muss ich bezahlen, 120£? LUTON, auf der A-Tafel sind ca 30 Flüge, fast alle mit easyJet aber kein Flugzeug am Gate. Mit 42 Std. Verspätung in Zürich gelandet. 1x, nie mehr........ Antworten


Hans schumacher

28.07.2010, 20:32 Uhr
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Jede Annulation eines Fluges für die betroffenen eine unschöne Erfahrung. Easyjet würde gut daran tun ihren Flugplan etwas weniger eng zu planen. Ich habe bei meinen bisherigen 20 Flügen noch nie eine grosse Verspätung bzw. eine Anullation zu beklagen. Ich würde aber wetten, das Swiss im Durschnitt mehr Flüge annuliert als Easyjet (z.B. den 06.00 h Basel - Zürich...) Antworten


Bruno Heuberger

28.07.2010, 18:36 Uhr
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Fliege seit ca. 12 Jahren mit EasyJet Basel-Barcelona und das mehrmals pro Jahr. Ich hatte nur ein ein Retourflug von Barcelona mit einer Stunde Verspätung, sonst aber immer pünktlich, höchstens ab und zu mit 10 Minuten "Verspätung". Das darf auch mal erwähnt werden. Und die Auslastung gibt EasyJet recht. Da haben Bekannte mit der Swiss andere Unpünktlichkeiten erlebt, aber mehr bezahlen dürfen... Antworten


Jörg Meier

28.07.2010, 18:10 Uhr
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EasyJet kann wirklich nichts dafür. Da sie im Namen der Kunden sparen, bekommen sie leider auch nur das billige Wetter, die billigen Fluglotsen und die Low-cost-Aschewolke. Da ist der Kunde doch selber schuld. Kein Wunder, dass die anderen teuren Airlines das besser machen. Und an einer Hotline wird man eh nur abgewiegelt. Warum also erst durchkommen? Gibt sowieso nur Ärger. Antworten


Karl Linder

28.07.2010, 17:38 Uhr
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Flug Basel-London, Verspätung 8 Stunden. Das war dieses Jahr; Hilfsreich wäre, würde man die Passagiere schon informieren, bevor sie zum Flughafen fahren, weil die Verspätung intern schon länger klar ist, und so die Leute wenigstens noch sinnvolleres machen können wie beim Flughafen die Zeit abzusitzen. Da ist auch in Sachen Kommunikation nach klar Luft nach oben. Antworten


Raphael Schumacher

28.07.2010, 17:35 Uhr
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Beim BAZL gibt es einen Mediator zum Thema Fluggastrechte, und man kann sich dort telefonisch erkundigen (ich glaube jeweils Nachmittags). Die genauen Infos und vieles mehr: bazl.admin.ch Antworten


Serge Policky

28.07.2010, 17:34 Uhr
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Fliegen mit easyjet ist mit Risiken verbunden. Letzten Oktober sind wir auf Mallorca versetzt worden. Easyjet hat annuliert und Schadenersatz gab es keinen. Schade für den Euroairport, dass er von so einer unseriösen Fluggesellschaft abhängig ist. Ich vermeide tunlichst Billigflieger. "Richtige" Fluggesellschaften sparen am Ende viel Geld und Ärger. Antworten


Max Binski

28.07.2010, 16:47 Uhr
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Hier können Erfahrungen und Informationen ausgetauscht werden: http://www.facebook.com/deinerechte Antworten


Sonja Maier

28.07.2010, 16:44 Uhr
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Flug EZS1087 vom Fr. 23.7. nach Malaga, geplanter Abflug 17:40h. Cancellation/Info an Passagiere um 18:15h. Grund: kein Captain vorhanden. Angebotene Alternative: ein EJ Flug am Mittwoch o. Umbuchung auf einen 1000CHF teueren Flug, wobei die Zusatzkosten selbst zu tragen waren. Wir mussten unsere Ferien verschieben und suchen nun einen Anwalt, der EJ verklagt. Gibt es noch weitere Betroffene? Antworten


Franz-Peter Tschechtelin

28.07.2010, 16:07 Uhr
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Ja das haben wir auch erfahren, als wir am Freitag auf dem Flughafen von Alicante waren. Laut easyjet wurde der Flug gestrichen wegen den französischen Fluglotsen in Basel, was jedoch nicht stimmen kann. Wir sind nun wieder zu Hause und Easyjet hat eine Forderung für Ersatz des Aufwandes und 250€/Person als Schadenersatz am Hals. Mal sehen was geht. Antworten


Hans-Guenter Titze

28.07.2010, 15:47 Uhr
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Hier wird eine Dienstleistung angeboten, die nicht ordnungsgemäss erfüllt wird. Und das häuft sich in den letzten Monaten z.L. der Passagiere. Die Gründe mögen vielfältig sein, Fakt ist aber, das auch andere Fluggesellschaften unter dem Wetter etc. leiden und diese Probleme nicht haben. Aber unpünktlich sind so gut wie alle Airlines oder? Antworten


PJ Wassermann

28.07.2010, 15:25 Uhr
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Herr Vogt, können Sie uns Ihren Trick verraten, wie man preisgünstig Businessclass fliegt? Antworten


Peter Vogt

28.07.2010, 15:08 Uhr
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es ist von mir aus gesehen nach meiner Meinung jeder selber schuld, wenn er in einem Easyjetfleger reisen will! Ich lache jeweilen nur auf den Stockzähnen, wenn ich wieder solche Meldungen lese! Ich reise nur in der Businessklasse - schluessendlich ist das nicht teuerer als "billigst" Antworten



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