Wirtschaft
Der Subprime-Krösus wettet auf Gold
Gold in Dollar pro Unze
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Der Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord. Gegen 1150 Dollar kostet derzeit eine Unze – so viel wie noch nie. «Der Boom hat eben erst begonnen», sagt da John Paulson. Wäre der Amerikaner irgendein Investor, man würde seine Aussage als eine von vielen werten. Doch der 54-Jährige ist seit der Finanzkrise ein Star. Während weltweit Banken pleite gingen und Finanzfirmen hohe Verluste meldeten, vermehrte er sein Vermögen. 2006 listete ihn das Magazin «Forbes» in der Liste der reichsten Menschen der Welt mit einem Vermögen von 2,5 Milliarden Dollar, 2007 waren es bereits 3,0 Milliarden und 2008 mit 6,8 Milliarden. «Subprime-Krösus» nannte ihn deshalb die «Financial Times» einmal.
Paulson hatte früh erkannt, dass das Geschäft mit sogenannten Ramschpapieren nicht auf ewig gutgehen könnte. Er wettete auf einen Absturz und auch auf einen Einbruch bei den Hauspreisen in den USA. Um geschätzte 15 Milliarden hat der Hedge-Fund-Manager das Vermögen seiner Fonds damit in einem Jahr erhöht. Und seither gilt er als Star. Seine Aussagen werden seither in der Anlegergemeinde genauestens verfolgt.
Noch stärker auf Gold fokussieren
Kein Wunder hat nun die Ankündigung, gross auf Gold zu setzen, weitherum für Aufsehen gesorgt. Paulson wird einen neuen Goldfonds gründen. Und der Mann, der noch jetzt jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit fährt, wird als Startkapital gleich mal 250 Millionen seines eigenen Vermögens einschiessen. Schon jetzt hat seine New Yorker Firma Paulson & Co. zehn Prozent des Gesamtvermögens in goldnahe Anlagen investiert. Mit dem neuen Fonds sollen Kunden sich noch stärker auf das gelbe Metall fokussieren können.
Der neue Fonds soll am 1. Januar starten und in Aktien von Goldminen und Gold-Derivate investieren. Er will eine höhere Rendite erreichen als es mit einem direkten Goldkauf möglich wäre.
(se)
Erstellt: 20.11.2009, 12:03 Uhr









