Wirtschaft

Der Tod von Saab zögert sich weiter hinaus

Kleiner Hoffnungsschimmer: Wenige Stunden vor Ablauf der Frist hat der niederländische Sportwagenhersteller Spyker sein Kaufangebot für die schwedische Automarke Saab verlängert.

1/13 «Save Saab» - rettet Saab: Der Autokonzern hat Millionen Fans auf der ganzen Welt.
Bild: Keystone

   

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GM holt Microsoft-Manager als Finanzchef

Der als Kostendrücker bekannte Microsoft-Manager Chris Liddell soll neuer Finanzchef des US-Autoherstellers General Motors werden. Das teilte das angeschlagene Unternehmen am Montag in Detroit mit. Der 51-jährige Liddell soll im kommenden Jahr den bisherigen Chief Financial Officer (CFO) Ray Young ablösen, der nach China wechselt. Er ist dann direkt dem Übergangs-Vorstandsvorsitzenden Ed Whitacre unterstellt und gilt auch als ein Kandidat für dessen Nachfolge, hiess es. Der aus Neuseeland stammende Liddell trat im vergangenen Monat als Finanzchef von Microsoft zurück. Der Software-Gigant teilte damals mit, Liddell suche einen Posten oberhalb der CFO-Ebene.

Zuvor hatte Schwedens Regierung die Offerte einen kleinen Hoffnungsschimmer genannt. Erst am Freitag waren die Gespräche über eine Rettung der Opel-Schwester als gescheitert erklärt worden. General Motors (GM) kündigte daraufhin eine geordnete Abwicklung von Saab ( 16.564 -1.90%) an.

Am Wochenende erhielt GM aber von mehreren Seiten Anfragen zu Saab. Jede von ihnen werde nun geprüft, erklärte der US-Konzern. Kurz zuvor hatte Spyker bekanntgegeben, ein neues Angebot abgegeben zu haben, worin elf Vorschläge enthalten seien. Damit sollten die Probleme, die bei den Verhandlungen aufgetaucht seien, aus dem Weg geräumt werden.

Falls GM dennoch an der Abwicklung von Saab festhält, will Schwedens Regierung 542 Millionen Kronen (rund 80 Millionen Franken) bereitstellen, um den Prozess für die Beschäftigten abzumildern. Von der Schliessung des 60-jährigen Unternehmens wären 3400 Arbeitsplätze und 1100 Händler bedroht. (bru/sda/)

Erstellt: 21.12.2009, 22:32 Uhr

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2 Kommentare

Reto Huber

22.12.2009, 07:07 Uhr
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Bravo - Typisch Amerikanisches Geschäftsgebaren. SAAB wird geschlossen, egal ob jemand übernehmen will oder nicht. Wenn derjenige der übernimmt dann erfolgreich wäre, dann wäre das GM-Management ja blamiert. Also lieber ein paar tausend Leute joblos machen als dies zu riskieren. Antworten


Thomas Fornaro

22.12.2009, 01:53 Uhr
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Es darf doch nicht sein dass diese Schwedische Kultmarke verschwindet! Der neue 9-5er ist doch bereit zur Markteinführung. Hoffentlich klappt doch noch alles mit der Übernahme. Ob Spyker oder jemand anderes ist eigentlich egal, hauptsache es geht weiter. Mein Wunschkandidat wäre allerdings Magna aber seit dem Opel-desaster haben die wohl kein interesse. Jetzt heisst es Daumen drücken. Es lebe SAAB Antworten



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