Deutsche Bank zahlt 95 Millionen Dollar in US-Steuerstreit

Die US-Regierung forderte 190 Millionen Dollar. Dank eines Vergleichs muss die Deutsche Bank weniger als die Hälfte zahlen und kommt erneut in einem US-Rechtsstreit gut voran.

Der Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt, Deutschland. (30. Oktober 2014)

Der Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt, Deutschland. (30. Oktober 2014) Bild: AP Photo/Michael Probst/Keystone

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Die Deutsche Bank hat einen weiteren Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten durch einen Vergleich mit der US-Justiz beigelegt. Das geht aus Gerichtsunterlagen vom Mittwoch hervor.

Der New Yorker Bundesanwalt Preet Bharara teilte mit, das Geldhaus habe einer Zahlung von 95 Millionen Dollar (91 Mio Euro) zugestimmt. Die US-Behörden hatten dem Frankfurter Geldhaus vorgeworfen, im Jahr 2000 über ein Geflecht aus Luftbuchungen und Scheinfirmen im grossen Stil Steuern hinterzogen zu haben.

Mehr als das Doppelte verlangt

Die US-Regierung hatte die Deutsche Bank ursprünglich auf Zahlung von mehr als 190 Millionen Dollar verklagt. Bei der Bewältigung seiner zahlreichen Rechtslasten kommt Deutschlands grösstes Geldhaus damit einen weiteren Schritt voran.

Ende Dezember erst hatte das Institut sich mit dem US-Justizministerium auf einen insgesamt 7,2 Milliarden Dollar schweren Vergleich wegen fauler Hypothekenpapiere geeinigt. Ursprünglich hatten die USA 14 Milliarden Dollar gefordert. (foa/sda)

Erstellt: 05.01.2017, 02:22 Uhr

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