Wirtschaft
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«Die Steuerreform ist eine Riesenkiste»
Die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog sagt, im Steuerstreit mit der EU drohten der Schweiz Verluste in Milliardenhöhe, falls sie sich nicht bewege und die Kantone sich nicht einigten. Mehr...
Von Andreas Valda.
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66 Kommentare
Die Schweiz soll - nur weil offenbar die EU die Fähigkeit zu wirklichen Lösungen nicht hat. Kritisieren - (drohen) kann jeder (auch ich) - brauchbare Lösungen präsentieren können leider nur wenige... . Wie wärs mit einem Vorschlag von beiden Seiten - mit Sicht aus der Gegenseite ohne dass man die eigene Seite verliert - die andere Seite kränkt schickaniert oder gar in Grund und Boden verwünscht. Antworten
Alle seien vor das Gesetz gleich, beim Steuerrecht ist es aber nicht der Fall! Pauschalsteuer, Sonderbehandlung für ausländische Spezialisten (privat Schule der Kinder als Berufsauslagen akzeptiert+pauschale Steuern), spezielle Besteuerung von ausländische Firmen, Steuerhinterziehung vs Steuerbetrug. Ich bin kein linker aber ich bin für ein einzige Tarif bei den Personen und eins bei Unternehmen Antworten
Hauptsache das Volk hat nicht für die Steuerausfälle welche durch diese Reform entstehen werden auf zu kommen.
Wenn also nach der Senkung eine Anhebung der Steuersätze für die Allgemeinheit folgt, darf mann sich also fragen, in wie weit diese ausländischen Unternehmungen der Schweiz wirklich etwas bringen. Denn so gesehen muss man davon ausgehen, dass diese Untern. nicht wirklich rentieren.
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Der Durchschnittsbürger (Einkommen 80'000) bezahlt an kaum einem Ort in der Schweiz 20% Steuern. Wir haben eine extreme Steuerprogression. Ab 200'000 Franken Einkommen jedoch wird man massiv geschröpft. Mit 80'000 Einkommen bezahlt man z.B. in Basserdorf als Alleinstehender ca. 11'000 Franken Steuern, in Zürich-Stadt ca. 12'000, das sind ca. 14-15% Belastung, also weit unter 20%.
Kantone die Steuerdumping auf Kosten anderer Kantone betreiben, haben kein Anrecht mehr Gelder aus dem Finanzausgleich zu beziehen. Es wundert mich warum Kanton, die das schon lange gemerkt haben, sich nicht weigern für dieses System zu zahlen. Im Moment haben einige Kantone Angst, dass der jährliche Geldsegen ausbleiben könnte. Antworten
Die Schweiz ist daran, alle ihre Vorteile Stück für Stück aufzugeben. Verhandlungs-Niederlagen in Serie bei wichtigen Fragen ohne eine gleichwertige Gegenleistung zu erhalten sind an der Tagesordnung. Man bekommt das Gefühl, die Schweiz soll mit Hilfe von Mitte-Links auf das tiefere EU-Niveau zurechtgestutzt und beitrittstauglich gemacht werden. Antworten
1. Beteiligungsverbot von Firmen an Firmen
2. Begrenzung der Bilanzsumme z.B. 70 Mia. SFr
3. Begrenzung der Erbmasse z.B. 20 Mio. SFr
4. Verbot von Schenkungen
5. Begrenzung des Einkommens z.B. 950’000.- SFr
6. Einführung des Grundeinkommens z.B. 2’400.- max. 6’500.- SFr je Haushalt
7. Verbot von Zinseszins
8. Begrenzen des Zinssatzes auf z.B. 1%
9. Nur Konsumsteuern ~27%
10.Das in allen Staaten
Antworten
Unternehmenssteuerreform II: Milliarden, Steuerstreit: Milliarden, Gripen: Milliarden die fehlen für Lebensnotweniges... alles kein Problem!
Wenn wir auf d.Stufe Griechenland sind, treten wir dann d.Eu u.d.€-Zone bei. Blocher wird dann wohl der heftigste Verfechter d.Beitritts sein, damit er dann nur noch so seine Milliarden retten kann...
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Nur keine Panik, abwarten, bis die EU ihre eigenen Probleme gelöst hat, wie z. B. Euro-Krise Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und bald noch die von Frankreich. Die Meinungsverschiedenheiten mit Grossbritannien, Ungarn, Rumänien und anderen stehen auch noch an. Bevor diese EU-Bürokratie ihre eigenen Probleme nicht gelöst hat, ist es barer Unsinn mit dieser Institution zu verhandeln. Antworten
Sind wir ein souveränes Land mit eigener Hoheit zur Gesetzgebung ( bsp. Steuergesetz) oder sind wir bereits zum arschkriechenden Hinterhof der EU degeneriert? Langsam frage ich mich was für schwache Politiker unser Land repräsentieren - dies ist ein Schandfleck! Antworten
Dieses Interview ist von beiden Seiten betrachtet das Beste, was zu diesem Thema bis dahin erschien. Mich erstaunt aber, dass GE und BS meint, Probleme über die dir. Bundesst. lösen zu können, weil Beginn der Erosion der kant. Finanzautonomie. Lizenzboxen? Verstehe ich auch nicht. Holdings und Beteiligungsabzug sind doch bereits 0% Beteiligungsertragsboxen, u.a mit den gem.Ges.das Grund-Problem. Antworten
weniger steuerprivilegierte Firmen = weniger die Mieten hochtreibende Expats = mehr Platz für Schweizerinnen in der Schweiz - was soll daran schlecht sein. Für tiefere Mieten und mehr Platz in der Schweiz bezahle ich gerne höhere Steuern, wenn's sein muss. Antworten
Ihr Denkfehler, Herr Ferkous: Weniger Kapitalangebot in der Schweiz = Höhere Zinsen = Höhere Mieten. Gehen Sie mal in eine Stadt mit Wohnungsleerstand, Abwanderung und tiefen Mieten wie Duisburg, Gelsenkirchen oder Wuppertal und sehen Sie sich das Elend dort an. Sowas möcht ich hier nicht haben.
Sie hat recht. Aber es kommt noch viel schlimmer für den gewöhnlichen Steuerzahler.Der Rückbau beim Finanzausgleich wird bei den profiteuren Kantonen Steuererhöhungen auslösen, die Vertreibung der Pauschalbesteuerten auch, das Bankenschrumpfen noch mehr. Aber die Roten wollen überall noch mehr ausgeben bzw. nicht sparen.Beispiel:Asylwesen das aus dem Ruder läuft.Der Ertrag aus Goldverkauf ist weg Antworten
Der ganze Staatsapparat in Bern ist EU höhrig. Die angrenzenden Staaten müssen Steuern erhöhen. Wieso? Weil sie dringend Geld brauchen, so viele Schulden. Wieso so viele Schulden? Weil diese Staaten soviel Geld den Banken gegeben haben. Und der private Steuerzahler in der Schweiz muss am Schluss den Kopf hinhalten, weil unser Land besser haushaltet. Antworten
Herr Jenny, in den USA war der Anfang, dann in Deutschland die HRE und andere, in Spanien die Sparkassen, in anderen EU Ländern weiss ich was und die meisten der Banken wurden gerettet durch Staatsbeteiligung oder wie auch immer. Und zwar wegen den toxischen Produkten die sie vertrieben und nicht wegen den Staatsschulden. Diese Banken hätte man schon damals schliessen müssen.
@ X.Ren,wobei sich die Bankenrettung im Nachhinein als rentables "Geschäft" für die Eidgenossenschaft entpuppte.Zudem, in der CH musste e i n e Bank gerettet werden,wie gross ist die Zahl der Sanierungsfälle in der EU.Unter dem Strich doch ein feiner Unterschied.
@Jenni : Auch die Schweizer Banken (eine zumindest) musste mit Riesenmitteln gerettet werden, deshalb kein Unterschied zwischen CH und EU.
Und bei wem Herr Jenni hatten denn die maroden Staaten genau ihre Staatsschulden? Beim Osterhasen? Die Schulden werden doch nichts als hin und her geschoben. Wer die hat ist egal. Nur jener der die Zinsen zahlt, das ist immer derselbe. Und es ist immer derselbe der die Zinsen kassier. Der ist aber dummerweise kein Staat, also nicht die Allgemeinheit. Merken sie jetzt worums eigentlich geht?
@Ziegler: Nein, weil die EU Staaten ihre Banken praktisch dazu genötigt haben, Staatsschulden von (maroden) EU Staat zu kaufen. Jetzt sitzen die Banken auf diesen Schrottpapieren, die substantiell an Wert verloren haben - und müssen deshalb gerettet werden (d.h. Kapitalerhöhung). . Es ist die wahre Geschicht von der Katz, die sich in den Schwanz beisst.... :-)
Die Staaten geben den Banken Geld, das sie sich vorher bei denen geliehen haben und die wiederum leihen sich das bei der Zentralbank, mit Zins natuerlich. Das ist doch ein gutes Geschäft für die. Kein Besitzer der Notenbanken hat doch darum Interesse, dass die Schulden weniger werden. Koennen sie ja auch nicht, da es kein schuldenfreies Geld gibt. Und das ist in der Schweiz nicht anders.
Es darf doch nicht das Ziel sein, ausländische Unternehmen mit Dumping-Steuersätzen anzulocken und dadurch der halben Welt die Steuereinnahmen abzugraben. Der durch die Zuwanderung von Arbeitskräften notwendige Ausbau der Infrastruktur und die bei der nächsten Krise steigenden Sozialleistungen bezahlt dann wieder der Staat! Auch die Unternehmen haben einen Beitrag an die Kosten der CH zu leisten! Antworten
Die Steuersätze in der Schweiz sind höher als in etlichen EU-Staaten oder den USA - auch für ausl. Unternehmen. Andere Staaten (v.a. im arabischen Raum), erheben gar keine Unternehmenssteuern. Und tun Sie nicht so, als ob nicht jedes Land um Firmen buhlen würde mit vergünstigungen. Deutschland hat so Nokia angelockt. Und nachdem Polen mehr geboten hat, ging Nokia dorthin.D wie P übrigens EU-Länder
Wie können wir eigentlich von Steuersenkungen sprechen, wenn wir in den Gemeinden/Städten/Kantonen und Bund immer noch massiv Schulden haben und wir ja nicht mal wissen, wie wir die Renten der nächsten Generationen bezahlen werden? Weiter wollen wir uns wirklich steuerlich noch attraktiver machen und noch mehr EU-Bürger ins Land lassen müssen? Antworten
Immer mehr Schulden?? Stimmt gar nicht. Die Kantone haben jahrelang bei den Budgets tiefgestapelt und diese praktisch immer übertroffen und Gewinne gemacht. Die Gemeinden ebenso. Der Verschuldungsgrad der Schweiz ist seit den desaströsen 90ern von über 50% des BIP auf unter 40% gesunken. Das das Renteneintrittsalter raugesetzt werden muss hat in Deutschland sogar die SPD gesehen unds auf 67 getan.
ja, die Rechten, die bringen das Schneeballsystem zum funktionieren! Die Linken koennen das halt nicht.
Interessant ist doch das es Länder gibt in denen die Steuern noch viel günstiger sind als in der Schweiz, und dennoch findet nicht der grosse Run in diese Länder statt. Wie es scheint sind die Steuern nicht das einzige Argument das für die Schweiz spricht. Deshalb sollten wir nicht immer zusammen zucken wenn wieder mal eine Firma damit droht wegzuziehen, wenn wir die Steuern nicht senken. Antworten
Ich habe im Grunde keine Hoffnung, dass etwas Intelligentes dabei entstehen wird. Wir werden bei der Steuerreform einmal mehr zur Kenntnis nehmen müssen, dass der ganz normale Mittelstand für Ausfälle dafür aufkommen muss und die Firmen zum Teil weniger Steuern zahlen als ein Familienvater. Die Schweiz prostituiert sich seit Jahren auf dem Niveau des Strassenstrichs! Antworten
Seh ich auch so. Zwei Jahre nach der Einführung wird es dann heissen, dass da im Abstimmungs-Büchlein ein Fehler in der Kalkulation drin war und das ganze jetzt doch 20 Milliarden kostet und die Mwst oder anderes massiv erhöht werden muss.
Gebühren hier, Abgaben dort, Mehrwertsteuer, Benzinsteuer, Tabaksteuer, Autosteuer, Autobahnviniette, Abwassergebühren, Lenkungsabgaben, etc.... etc. Es wäre schon längst Zeit die Steuern abzuschaffen und die Staatsquote massiv zu senken. So wird der Vetterliwirtschaft beim Bund und den Kantonen der Riegel geschoben und die unglaublichen Auswüchse, als Folge der inkompetenten Führung, beendet. Antworten
Herr Fink,glauben Sie im Ernst dass einer der wichtigsten Stützpfeiler unseres Staates politisch im Abseits stehen und einfach alle Entscheide eines unqualifizierten Beamtenparlamentes demütig akzeptieren sollte.Noch nie was von Standortwettbewerb gehört? Gute Unternehmen sind flexibel und werden überall auf der Welt mit offenen Armen empfangen.Zurück bleiben jede Menge Verlierer.
Die Vetterliwirtschaft wird nie abgeschafft werden,schliesslich schauen die für eigenen unfairen Vorteil !
@Kurt: Ich glaube nicht das es am Vetternwirtschaft liegt, sondern einzig und allein an den unqualifizierten und unprofessionellen Politiker, deren eigenes Hemd oder das Hemd des Bruders wohl näher liegt, als das Wohl der Bevölkerung. Daher: Wer in die Politik will, darf keine Mandate und kein Unternehmen haben! Ansonsten wird wieder über BurnOut gejammert!
Man sollte schon mal mit der Mär des schrumpfenden oder abgebauten Staates aufhören. Der Staat respektive Ausgaben und Anzahl Beamten haben sich in den letzten 50 Jahre immer nur in eine Richtung bewegt: steil nach oben. Wer die Gier der Unternehmen anprangert täte gut, den selben Maßstab bei der Verwaltung anzuwenden. Antworten
Nun wird der BR wohl wieder einknicken und der EU entgegenkommen. Ich würde der EU einen simplen Brief schreiben und festhalten dass a) die Steuersätze in einzelnen EU-Staaten tiefer sind als in der Schweiz b) die EU doch zuerst selber das Vorleben soll, was sie von anderen Staaten erwartet c) eine Anpassung des CH-Steuersystems erst in Frage kommt, wenn dies alle anderen Staaten auch tun, inkl.US Antworten
Die einzelnen EU-Staaten (Irland, Polen etc.) sollen zuerst einmal ihre Steuersätze auf das CH-Niveau ANHEBEN! Ja,dort gibts tiefere Sätze!). Die 2 Mrd. Steuerausfälle beeindrucken mich aber nicht: Die CH hat alleine dieses Jahr 690 Mio MEHR bezahlt an Entwicklungshilfe, 180 Mio MEHR an Energieforschung, 160 Mio MEHR an den Ausbau der Bahn, Kohäsionszahlung einseitig verlängert (290 Mio) etc. Antworten
Es ist schon komisch. Wenn die EU ruft, dann muss die Schweiz handeln. Umgekehrt, wenn die Schweiz benachteiligt ist (Sozialwerke, Asyl, Fluglärm), dann ist dies der EU herzlich egal. In der Wochenendzeitung "Sonntag" waren die Steuersätze der CH, der Kantone und der EU aufgelistet. Viele Sätze in der EU sind tiefer als in der CH (Irland, Ost-Eu).Diese Heuchelei der EU geht mir so etwas von auf... Antworten
@Giger: Aber 10'000 mehr Arbeitslose ist okay???
In einer Diktatur weisst der Bürger woran er ist. Er hat nichts zu sagen, und wenn er etwas sagt, dann findet er sich im Gefängnis wieder. In einer Demokratie wie die Schweiz glaubt der Bürger, dass er etwas sagen darf. Ja er hat die Freiheit einer der Gefängnisse zu wählen, die ihn die Wirtschaft zur Auswahl vorlegt. Freiheit kennt er auch nicht. Der Geist ist willig, der Bauch ist stärker. Antworten
"Die SP kämpft dafür, dass Bund und Kantone die notwendigen Einnahmen zur Finanzierung der staatlichen Leistungen erhalten" sagt Frau Herzog. Und da liegt eben die Krux. Da die SP die Staatsquote laufend erhöhen will, benötigt der Staat auch immer mehr Geld. Eine Verrringerung der Staatsquote bzw. -aufgaben würde automatisch die Ausgaben senken und auch Steuerreduktionen wären kein Problem mehr. Antworten
Ich weiss nicht, in welcher Schweiz sie leben. Aber in meiner Schweiz bin ich mit den Leistungen des Staates zu frieden und finde auch nicht, dass die Staatsquote zu hoch ist. Oder wollen Sie den öffentichen Verkehr, die Polizei, die Feuerwehr, die Armee etc alles privatisieren? Und der Staat ist nicht ineffizienter als ein von bonusgeilen Bossen geführtes Wirtschaftsunternehmen.
@Burkardsmaier: Also wenn ich alleine in Zürich sehe wieviele Ämter und Institutionen es gibt, die alles andere als notwendig und grosszügig mit Personal ausgestattet sind, muss das Einsparungspotenzial gesamthaft gewaltig sein (meine Annahme: 10-20%), ohne dass Sie oder ich davon überhaupt etwas davon spüren. Doch etwas würden wir spüren, nämlich tiefere Steuern.
@Oliver Burkardsmaier: Sparen bei der Landwirtschaft, bei der Flüchtlingshilfe (budgetierte Ausgaben 2013: 1,2 Milliarden), bei der Armee, bei Schengen, bei der allg. Verwaltung usw.
Das sind zwar schöne Parolen, Herr Rüegg, aber haben Sie auch einen Vorschlag, wo genau gespart werden soll, und haben Sie eine einigermassen klare Vorstellung von den gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen der jeweiligen mögichen Einsparungen?
Beachten Sie, dass man sozialen Frieden nicht in Franken berechnen kann, aber bezahlen muss, wenn er fehlt.
Vor jedem Entscheid der Schweiz sollte zuerst einmal abgeklärt werden, wo und warum Firmen und Privatpersonen in Europa am wenigsten Steuern zahlen. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass niemand das Recht hat, der Schweiz in ihre Steuersouveränität drein zu reden. Dass die Holdingbesteuerung genau so wie die Pauschalbesteuerung nicht mehr zeitgemäss sind, liegt andererseits auch auf der Hand. Antworten
Anhand des Ausmasses der Steuereinnamen solcher Firmen wird ja ersichtlich, wie viele Steuereinnahmen die anderen Länder durch diese Praktiken verlieren (ein mehrfaches der im Artikel erwähnten Milliarden). Eine Gesellschaft kann es sich nicht leisten ihre Firmen so tief zu besteuern um die Leistungen für alle zu finanzieren. Dieses System der Steuerprivilegien ist systemschädlich und unfair.
Ein souveräner Staat kann aber auch kein parasitäres Steuermodell fahren, solange er mit den umliegenden Staaten ein freundschaftliches Verhältnis pflegen möchte, bzw. darauf angewiesen ist. Gewinne ausl. Firmen zu extra-tiefen Sätzen (die man sich generell selbst nicht leisten könnte) zu besteuern ist eine bewusste Hintertreibung einer einigermassen fairen Steuerordnung anderer Länder
Ein Beispiel in D: Daimler Benz/Aldi macht enorme Umsätze und Gewinne. Wurde teils mit Subventionen im Steuerbereich unterstützt. Die Menschen haben dadurch die Arbeit behalten und zahlen dafür hohe Einkommenssteuern. Das wird auch bei uns so enden, wenn wir uns immer dem Diktat der grossen Firmen beugen. Eine kleine KMU kann davon nur träumen. Der Staat verschuldet sich. Wer bezahlt da am Ende? Antworten
In D werden die Leute mit kleinen Renten und Zustuepfen am Tropf des Staates gehalten und fuerchten sich, diese zu verlieren. Daher wird in D auch nie aufgemuckst. Wenn aber die horrenden Steuern niedrig waeren, haette jeder genug Geld uebrig, um selbst vorzusorgen. Dann wuerde der Staat auch nicht mehr so leicht knechten koennen. Daher Steuern und Luxus runter, Selbstbestimmung rauf. Angst?
Zusätzlich kommen diese Firmen ja meist mit eigenen Mitarbeitern in die Schweiz und Arbeitsplätze für die Schweizer werden nur auf dem Papier generiert.
Letztlich wird die massive Senkung der Gewinnsteuern der beste Weg sein. Nicht zuletzt gliche das die in der Schweiz im Vergleich mit den angrenzenden Ländern extrem höheren Personal-/Sozial- und Raumkosten etwas aus. Dass Pharma und Chemie in Basel nicht gleich besteuert werden, wie andere Firmen, ist richtig - dass man diese Logik auf alle Unternehmen im Kanton erweitert, wäre nicht falsch! Antworten
Liebe Parteipräsidenten, lieber Bundesrat, liebe Kantonale Finanzdirektoren! Jetzt sitzt mal endlich gemeinsam an einen runden Tisch und erarbeitet eine gemeinsame Strategie aus, die nach innen und aussen gemeinsam vertreten wird. Und zieht bitte auch noch ein paar intelligente Finanzköpfe bei, die Euch objektiv vorrechnen können, was der Impakt der verschiedenen Optionen/Strategie sein wird. Antworten
Könnten mir bitte mal alle "Finde ich nicht so gut" Kommentatoren mitteilen, wieso sie meine Antwort nicht adäquat gefunden haben. Oder weiss jemand, wer alle Domizilgesellschaften in der Schweiz (viele tausende) in offizieller Mission vertreten könnte? Ich wäre sehr interessiert und dankbar für einen konstruktiven Feedback. -
@Stäubli: Einverstanden. Das Problem wird aber sein, ein entsprechendes Gremium zu finden, dass alle Domizilgesellschaften offiziell vertreten kann. Meinte aber, dass in einem ersten Schritt mal die Kantone und der Bund wissen müssen, auf was man sich aufgrund etwelcher Entscheidungen einlässt (Steuereinkommen, Arbeitsplätze, etc.). Dann mit den Vertretern der Domizilgesellschaften zusammensitzen.
Sie haben den wichtigsten Player für die Teilnahme am runden Tisch vergessen: Die Domizilgesellschaften, denen die Steuern erhöht werden sollen. Wenn wir diese als Steuerzahler hier behalten wollen, müssen wir sie für eine sinnvolle Revision mit ins Boot holen.
Ich befürchte, dass - wie auch immer es herauskommen wird - wir einfachen Steuerzahler einmal mehr die Zeche zahlen werden. Und es gibt wieder Entwicklungshilfe in die andere Richtung: Mit den gewährten Steuerprivilegien fördern wir amerikanische Multis und die gebeutelten Manager in den USA. Antworten
Wir sollten die Chance nutzten bzw. das beste daraus machen und die Steuern auf Singapur / Irland Niveau senken. Jetzt ist der beste Moment dafür, während alle anderen Ländern wegen ihrer Verschuldungen Steuern erhöhen müssen, können mit den Steuern profitieren. Ausserdem macht es ohnehin mehr Sinn, wenn "normale" Unternehmungen weniger Steuern bezahlen und nicht nur Steuerprivilegierte Antworten
@J. Brunner: Wie gut sind Sie in Mathe? Wenn andere ihre Steuer erhöhen, dann vergrössert sich die Steuerdifferenz zwischen CH und den anderen. Folge:die CH wird attraktiver. Eine Steuersenkung ist somit nicht zwingend. Siehe Verhalten der Wirtschaft in Sachen EU/Frankenkurs sie hat teilweise die Löhne der Grenzgänger gesenkt, somit müsste CH die Steuerprivilegien runter fahren und nicht ausbauen.
Wichtig ist es einfach, dass die Steuerreform nicht zu massiven Ausfällen bei den Einnahmen führt. Man sollte sich nicht zu sehr vor der Macht der Firmen fürchten und ihnen ein vernünftiges, aber KEIN Dumpingangebot machen! Hoffentlich sehen das die Kantone ein und zerfleischen sich im gegenseitigen Kampf um die besten Steuerzahler nicht selbst... Antworten
Was heisst vernünftig? Es muss ein mit den besten Standorten (Hong Kong oder Singapur) vergleichbarer Steuersatz sein, also zischen 10 und 15% Gewinnsteuer. Luzern z.B. ist schon dort, muss also kaum die Steuern senken, aber Zürich mit 26% hat sicher Handlungsbedarf. Der von Frau Gut vorgeschlagene Einheitsatz von ca. 17% scheint vernünftig.
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