Wirtschaft
Die besten Einkaufszentren der Schweiz
Aktualisiert am 12.02.2010 24 Kommentare
Die Geschäfte im Berner Hauptbahnhof haben im vergangenen Jahr im Durchschnitt pro Quadratmeter einen Umsatz von 29'229 Franken erzielt. Das ist der höchste Wert eines Einkaufszentrums in der Schweiz. Zurückzuführen sei dies auf die zweithöchste Passantenfrequenz des Landes, heisst es in der am Freitag veröffentlichten Retail- Marktstudie Schweiz 2010 der Zürcher Firma Location Group. Den Hauptbahnhof Bern benutzen gemäss Angaben des Kantons Bern über 150'000 Personen pro Tag. Die RailCity Bern schlägt in dieser Kategorie die RailCity Zürich, die auf rund 25'400 Franken kommt.
In der ebenfalls am Freitag veröffentlichten Medienmitteilung zur Studie schreibt die Location Group diese Zahlen nur den 15 Geschäften der Christoffelunterführung beim Hauptbahnhof Bern zu. Sie gälten aber für das ganze Gebäude, sagte auf Anfrage Firmenchef Marc-Christian Riebe.
Bei der Zürcher Firma handelt es sich um ein Beratungsunternehmen für Detailhändler und Immobilienunternehmen.
Hohe Preise in Marktgasse
Weniger positiv äussert sich die Location Group zu Berns Attraktivität für internationale Luxus-Geschäfte. Bis auf Bally und Hermès fehlten in der Bundesstadt sämtliche «hochwertigen Anbieter».
Allerdings liegt die Berner Marktgasse mit Mietpreisen von bis zu 6300 Franken pro Quadratmeter hinter der Zürcher Bahnhofstrasse und zwei Genfer Strassen auf Platz vier.
Schlechte Noten für «Westside»
Negativ äussern sich die Autoren der Studie auch zum Berner Einkaufs- und Erlebniszentrum Westside. Nachdem die durch die Eröffnung hervorgerufene Neugier verschwunden sei, glänze das Einkaufszentrum verwaist in der Berner Peripherie, heisst es wörtlich in der Medienmitteilung.
Wie das Urban Entertainment Center Sihlcity in Zürich handle es sich bei Westside um ein «unvollständiges Konzept an einer peripheren Lage». Mindestens sechs Detailhandelsgeschäfte wollten ausziehen, wisse er aus direkten Gesprächen, so Riebe.
Westside-Geschäftsführer André Bagioli wollte zur Einschätzung des Zentrums auf Anfrage keinen Kommentar abgeben und zu einzelnen Mietern äussere sich das Zentrum nicht. Die Migros Aare - die Besitzerin von Westside - werde am 1. April an der Bilanzmedienkonferenz neue Zahlen bekanntgeben.
Im vergangenen Oktober hatte Bagioli gesagt, ein Jahr nach der Eröffnung von Westside habe das Einkaufs- und Erlebniszentrum 4,2 Millionen Menschen angelockt - mehr als erwartet. Der Umsatz von rund 180 Millionen Franken sei ein «sehr gutes Resultat».
Migros widerspricht
Der Sprecher der Migros Aare, Thomas Bornhauser, widersprach am Freitagnachmittag in einer Mitteilung der Darstellung Riebes. Bornhauser bezeichnete dessen Aussagen als «Quatsch». (sam/sda)
Erstellt: 12.02.2010, 18:12 Uhr
Kommentar schreiben
24 Kommentare
Das Sihlcity löste einen Bauboom im Giesshübel/Binz und Enge Quartier aus und wertet diese Quartiere auch erheblich auf. Als Bewohner der Binz bin ich bin froh um das Sihlcity und es scheint mir auch immer gut besucht. Aber nicht so überfüllt wie das Glatt. Wiederholen wir die Studie in zehn Jahren nochmal... Antworten
Ich habe schon immer gesagt, dass Sihlcity ein Witz ist. Ein Einkauftszentrum am Stadtrand mit sowenig Parkplatzmöglichkeiten kann nur schief gehen. Aber die rot/grüne Stadtregierung hat einmal mehr geglaubt, dass sie die Bevölkerung "erziehen" muss und diese die ÖV benutzen werden, um die Grosseinkäufe zu tätigen. Weshalb ist das Glattzentrum woll so erfolgreich => genügend Gratisparkplätze... Antworten
Wirtschaft
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!



