Wirtschaft

Die grosse Wette der Credit Suisse

Aktualisiert am 20.01.2012 36 Kommentare

Die Credit Suisse hat von der New Yorker Fed verbriefte Hypotheken im Volumen von 7,01 Milliarden Dollar gekauft. Diese will die Schweizer Grossbank an spezialisierte Investoren weiterverkaufen.

Die Grossbank dürfte für die verbrieften Hypotheken zwischen 3 bis 3,5 Milliarden Dollar bezahlt haben: Der Hauptsitz der Credit Suisse in Zürich. (Archivbild)

Die Grossbank dürfte für die verbrieften Hypotheken zwischen 3 bis 3,5 Milliarden Dollar bezahlt haben: Der Hauptsitz der Credit Suisse in Zürich. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Credit Suisse (CSGN 19.09 -1.39%) geht eine Wette auf den US-Wohnimmobilienmarkt ein. Die Schweizer Grossbank investiert 7,01 Milliarden Dollar in verbriefte Hypotheken der New Yorker Fed.

Den Preis für das Portfolio gab die Notenbank nicht bekannt. Je nach Qualität der Vermögenswerte dürfte die Credit Suisse 3 bis 3,5 Milliarden Dollar für das Portfolio bezahlt haben, schätzen Händler. Sie gehen auch davon aus, dass die Grossbank die Wertschriften an institutionelle Anleger weiterverkauft.

Starke Stellung

«Die Credit Suisse hat eine starke Stellung im Sekundärhandel für Hypothekarverbriefungen», so die CS auf Anfrage der SDA. «Daher können wir ein solches Portfolio übernehmen und an spezialisierte Investoren weiterverkaufen. Dies entspricht unserer kundenfokussierten, kapitaleffizienten Strategie».

Die New Yorker Fed hatte die Vermögenswerte während der Finanzkrise 2008 von American International Group übernommen. Die Massnahme war Teil eines umfassenden Pakets, um den damals weltgrössten Versicherer vor dem Zusammenbruch zu retten.

Auktion durchgeführt

Inzwischen hat die New Yorker Fed mit wechselndem Erfolg versucht, Teile des Portfolios zu verkaufen. Der aktuelle Verkaufsprozess lief glatter ab als im vergangenen Jahr. Die Fed setzte diesmal auf eine neue Strategie und führte eine Auktion durch, bei der auch Goldman Sachs, Barclays und Bank of America mitboten.

Ein Fondsmanager erklärte, die Fed beobachte offenbar, dass der Markt anziehe, und wolle dies für einen Abbau der Positionen nutzen. Verschiedene Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass die US-Wirtschaft 2012 an Fahrt gewinnen wird. (wid/sda)

Erstellt: 20.01.2012, 13:20 Uhr

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36 Kommentare

Sacha Meier

20.01.2012, 13:34 Uhr
Melden 33 Empfehlung

Is das nicht wunderschön? Endlich kann auch der normale Durchschnitts-Schweizer toxische US-Wohnimmobilien-Wettpapiere in seinem Portfolio halten. Wenn die CS «institutionelle Anleger» sagt, meint sie nämlich damit Pensionskassen. Und der Wert dieser Papiere zerfällt genau so schnell, wie die vielen leerstehenden Häuschen in den USA. Ausser, es bricht dort unerwartet ein Wirtschaftsboom aus. Antworten


Tom Arn

20.01.2012, 13:42 Uhr
Melden 22 Empfehlung

.... und das Gezocke geht weiter. Bin gespannt, wann das Volk wieder dafür grade stehen darf... Antworten



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