Wirtschaft

Dock-Gruppe schafft in Basel Stellen für Langzeitarbeitslose

Aktualisiert am 29.06.2010 5 Kommentare

Die Dock-Gruppe will in Basel für Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, rund 100 Arbeitsplätze aufbauen.

In Basel werden rund 100 Stellen geschaffen, die sich an Langzeitarbeitslose richten.

Zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit spannt Basel-Stadt mit der Dock-Gruppe zusammen. Das Unternehmen der St. Galler Stiftung für Arbeit soll im Stadtkanton eine weitere Sozialfirma gründen.

Dock wolle in Basel ab 2011 hundert Arbeitsplätze aufbauen für Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen seien, teilte die Basler Regierung am Dienstag mit. Sozialfirmen mit insgesamt über 800 Arbeitsplätzen betreibt die Dock-Gruppe bereits in St. Gallen, Arbon, Zürich, Winterthur und Luzern.

Die von Daniela Merz geleitete Dock-Gruppe beschafft sich Aufträge im Industriesektor und holt auch Arbeit aus dem Ausland in die Schweiz zurück, wie es in der Regierungsmitteilung heisst. Die von der Sozialfirma ausgeführten Arbeiten dürfen aber keine bestehenden Arbeitsplätze konkurrenzieren.

Neues Lohnmodell als Grundlage

Grundlage für die neue Basler Sozialfirma bildet das Lohnmodell iJob. Mit diesem kann die Basler Sozialhilfe Organisationen, die Sozialhilfebezüger mit einem Arbeitsvertrag einstellen, nach bestimmten Vorgaben die Bruttolohnkosten vergüten. Wegen der beschränkten Einsatzmöglichkeiten sind die Stundenansätze niedrig.

Dank einem Freibetrag fahren die Betroffenen mit diesem Modell jedoch besser, als wenn sie nur Sozialhilfe beziehen, wie die Regierung weiter schreibt. Wer sich etwa ein Einkommen von 1000 Franken erarbeitet, erhält 335 Franken mehr. Zudem werden Beiträge für die Sozialversicherungen gutgeschrieben.

Das Lohnmodell iJob kann auch von bestehenden Organisationen angewendet werden, die ebenfalls Arbeitsplätze für die Integration von Langzeitarbeitslosen schaffen. Sorgen bereitet der Basler Sozialhilfe namentlich die Lage von Langzeitarbeitslosen im Alter von über 50 Jahren. Für diese brauche es dringend dauerhafte Arbeitsmöglichkeiten. (amu/sda)

Erstellt: 29.06.2010, 11:07 Uhr

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5 Kommentare

Ronnie König

29.06.2010, 12:16 Uhr
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Grundsätzlich gut, aber warum nicht sehr günstigen Wohnraum schaffen so wie es doch Caritasläden gibt? Es ist auf mehreren Ebenen der Kampf gegen Armut und Aussteuerung aufzunehmen. Nur Repression und Ausschluss ist nicht motivierend, denn die meisten arbeiten gerne und Arbeitsverlust ist schon Drame genug! Antworten


Sibylle Weiss

29.06.2010, 12:21 Uhr
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Ist ja alles gut und schön. Nur....wäre es gäbiger, wenn die Langzeitarbeitslosen wieder in einen RICHTIGEN Job mit sozialabgabepflichtigen Löhnen einsteigen könnten.Wenn das so Minijob od. "CHF 1.--"-Jobs sind,dann bleibt der Beschäftigte ja trotzdem an der Sozialhilfe hängen, nur damit die Favorisierten,welche mehr Glück als Verstand hatten noch einen Job zu haben,nicht benachteiligt werden! Antworten



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