Wirtschaft

Dow Jones stürzt wieder ab

Aktualisiert am 07.10.2008

Die Massnahmen der Politik helfen nicht, Wallstrett ist erneut eingebrochen. Die europäischen Börsen erlebten ein Auf und Ab.

Der Dow-Jones-Index für 30 führende Industriewerte brach erneut ein und schloss auf 9'447.11 Punkten mit Minus 5.11 Prozent.

Die Anleger reagierten schon zuvor orientierungslos auf eine Flut von Nachrichten zur Finanzkrise und lösten eine Berg- und Talfahrt der Börsenindizes aus.

In der Schweiz schloss der SMI leicht schwächer. Der am Vortag massiv abgestürzte Swiss Market Index (SMI) kletterte im frühen Geschäft um bis zu 2,28 Prozent über den Vorabendstand, sackte aber schon wenig später um bis zu 1,06 Prozent ins Minus. Danach legte er wieder zu, gab erneut nach und beschloss den Tag bei 6427,76 Punkten, 0,48 Prozent tiefer als am Vorabend.

UBS -7, Swiss Re -6, Bär -3

Die am Vortag abgestraften Finanztitel wurden weiter zurückgestutzt. Bei Börsenschluss standen UBS um 7,18 Prozent im Minus bei 19,40 Franken. Credit Suisse tauchten um 4,2 Prozent auf 50,20 Franken, Julius Bär um 3,38 Prozent auf 42,90 Franken. Bei den Versicherungen stand Swiss Re zum Schluss 6,39 Prozent tiefer, Swiss Life um 3,39, Baloise um 3,29 und Zürich um 1,77 Prozent. Ausserhalb des Finanzsektors waren ABB und Adecco mit minus 3,64 beziehungsweise 3,11 Prozent auf der Verliererseite. Einen gröberen Indexrückgang verhinderten die Indexschwergewichte Nestle (plus 1,46 Prozent), Novartis (plus 1,68 Prozent) und Roche (plus 1,8 Prozent). Syngenta avancierte um 3,65 Prozent.

In Deutschland, wo mehrere Autohersteller Produktionsdrosselungen ankündigten, geriet der DAX geriet nach anfänglichem Aufschwung ebenfalls ins Minus und stand bei Handelsschluss mit 1,12 Prozent tiefer. Der FTSE in London stand am Abend trotz Gerüchten um massive staatliche Finanzhilfe für die britischen Grossbanken hauchdünn im Plus. Der CAC40 in Paris verbesserte sich ebenfalls leicht.

Zuvor hatten sich die asiatischen Märkte negativ entwickelt. Japans Nikkei-Index sank um 3,03 Prozent auf 10,155,9 Punkte, den tiefsten Stand seit Dezember 2003. Hongkongs Hang Seng sackte um fast fünf Prozent ab.

An den internationalen Devisenmärkten blieb der Euro unter Druck, wurde aber im Zürcher Schlussgeschäft mit 1,5549 Franken etwas höher bewertet als am Vorabend (1,5474 Franken). Der Dollar gab leicht auf 1,1404 (Vorabend: 1,1455) Franken nach. (grü/ap)

Erstellt: 07.10.2008, 22:46 Uhr

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