Wirtschaft

EU gibt Microsoft grünes Licht für Skype-Kauf

Aktualisiert am 08.10.2011 1 Kommentar

Microsoft darf den Internettelefondienst Skype übernehmen. Die EU-Kommission hat den Zukauf ohne Auflagen genehmigt und ebnet dem IT-Konzern damit den Weg für die grösste Investition seiner Geschichte.

Der Deal ist genehmigt: Microsoft CEO Steve Ballmer (r.) schüttelt die Hand von Skype-Chef Tony Bates (l.).

Der Deal ist genehmigt: Microsoft CEO Steve Ballmer (r.) schüttelt die Hand von Skype-Chef Tony Bates (l.).
Bild: Keystone

Microsoft

  • Microsoft
[Alt-Text]

Artikel zum Thema

Stichworte

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Die Übernahme werde den Wettbewerb in Europa nicht behindern, da es ausreichend Konkurrenten - zum Beispiel Google - gebe, teilte die EU-Behörde in Brüssel nach einer Prüfung des Falls mit. Der Windows-Konzern hatte für den populären Anbieter von Telefon- und Videogesprächen im Internet rund 8,5 Milliarden Dollar gezahlt.

Die Übernahme ist der grösste Zukauf in Microsofts (MSFT 29.06 -0.03%) Firmengeschichte. Und der Preis liegt drastisch höher als die Summen, die bisherige Käufer für Skype auf den Tisch gelegt hatten. Der Telefondienst ist für Microsoft der Schlüssel, um mit den erfolgreichen Rivalen Apple und Google konkurrieren zu können.

Kostenloses Telefonieren

Der IT-Gigant Microsoft, dessen grösstes Geschäft nach wie vor das Betriebssystem Windows und die Office-Büroprogramme sind, versucht schon seit Jahren, mit Milliarden-Investitionen neue Geschäftsbereiche zu erschliessen.

Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos über das Internet telefonieren, auch mit Videoübertragung. Geld verdient das Unternehmen vor allem mit günstigen Anrufen in das herkömmliche Telefonnetz. Der Dienst hat nach eigenen Angaben mehr als 660 Millionen registrierte Nutzer weltweit.

Schuldenlast

Microsoft hatte zuletzt nur noch 170 Millionen aktive Kunden genannt. Skype hatte im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von von über 800 Millionen Dollar einen Verlust von 7 Millionen Dollar gemacht. Auf Skype lasten Schulden.

Der IT-Gigant Microsoft stand jahrelang im Fokus der Brüsseler Kartellwächter: In mehreren Verfahren ging es um die dominierende Stellung des Windows-Betriebssystems. Die EU-Kommission verhängte gegen Microsoft mehrfach hohe Bussgelder. Im Frühjahr hatte Microsoft seinerseits über die Benachteiligung seiner Suchmaschine Bing durch den Marktführer Google bei der EU geklagt.

(wid/sda)

Erstellt: 08.10.2011, 11:02 Uhr

1

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

1 Kommentar

Herb Jost

08.10.2011, 11:32 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Herzliche Glückwunsche Microsoft und Gründer Bill Gates. Ein bahnbrechender Entscheid. Euch hat wohl der viel zu frühe Hinschied von Apple-Ikone Steve Jobs die tiefen Taschen geöffnet, die uns Allen am letzten Hemd fehlen.
Bill, als wir uns 1981 zusammen mit Adam Osborne, dem damaligen COMDEX Europe Sprecher und Erfinder des ersten tragbaren Computers O1 kennenlernten, hattest Du 8 Mitarbeiter...
Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!