Wirtschaft

EU stellt sich Super-Börse in den Weg

Aktualisiert am 05.10.2011 6 Kommentare

Die EU-Kommission hat ihre Bedenken gegen die geplante Fusion von Frankfurter und New Yorker Börse nun offizell gemacht. Damit ist klar, dass die Fusion der Handelsplätze nur unter Auflagen genehmigt wird.

Wollen sich zusammentun: Die Logos von den Börsen NYSE Euronext und der Deutsche Börse bei einer Pressekonferenz im Februar 2011.

Wollen sich zusammentun: Die Logos von den Börsen NYSE Euronext und der Deutsche Börse bei einer Pressekonferenz im Februar 2011.
Bild: Keystone

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Die Deutsche Börse und die NYSE Euronext wollen bis Jahresende zum grössten Börsenbetreiber der Welt fusionieren. Als oberste Kartellbehörde muss die EU-Kommission den Schritt genehmigen. Nun hat sich diese offiziell gegen das Zusammengehen der beiden Handelsplätze geäussert.

ie Deutsche Börse in Frankfurt am Main betonte am Mittwochabend in einer Stellungnahme, der Brief aus Brüssel stelle nur «eine vorläufige Position der Kommission dar» und nehme in keiner Weise das endgültige Ergebnis der Prüfung vorweg.

Die Deutsche Börse betonte, man arbeite in dem Verfahren «eng mit der Europäischen Kommission zusammen» und arbeite weiter «auf den Abschluss der Transaktion bis Ende dieses Jahres» hin.

Skeptische Kommission

Die Unternehmen seien weiterhin der Überzeugung, «dass der Zusammenschluss den Nutzern erhebliche Kapital- und Kostenersparnisse bietet, die Entstehung eines einheitlichen, liquiden EU-Kapitalmarkts für Geldbeschaffung und Risikomanagement voranbringt und die Wettbewerbssituation nicht grundlegend verändert».

Die EU-Kommission hatte bereits mehrfach klargestellt, dass sie die geplante Gründung der Super-Börse kritisch sieht. «In diesem besonderen Fall sind wir besorgt, dass ein sehr starker Player den Derivatemarkt in Europa monopolisieren könnte», hatte EU- Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia Mitte September gesagt.

Die obersten Kartellwächter würden nicht zulassen, dass die neue Super-Börse Konkurrenten den Zugang erschwere oder die Flexibilität der Nutzer einschränke. Welche Vorgaben Brüssel für eine Fusion machen will, ist nicht bekannt. Denkbar sind Vorgaben für den Derivatehandel, wo die neue Super-Börse die Nummer eins in Europa würde.

(wid/sda)

Erstellt: 05.10.2011, 21:58 Uhr

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6 Kommentare

Walter Krauer

06.10.2011, 01:47 Uhr
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Kurz gesagt Amerika bringt uns kein Glück ! Kostet Europa viel Geld. Beispiele dazu haben wir genug. Haben Wir noch nichts dazu gelehrt. Trojanische Pferde wollen wir meiden. Antworten


Daniel Munkerl

06.10.2011, 08:45 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das wäre doch der beste Weg gewesen für die Schwarzgeldstrategie der Amerikaner oder ? Man weiss bis heute noch nicht, wer die Gegenparteien der Betrugsaffairen Madoff oder bzw. des UBS-Händlers ist ? Nun will man fusionieren - können sie das überhaupt - wissen sie wie es geht ?
Vielleicht gibt's eine Swiss World Exchange ohne jegliche Transaktionsteuer ?
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