Wirtschaft

Eier und Flugblätter: Proteste am Rand der Clariant-Konferenz

Aktualisiert am 16.02.2010 28 Kommentare

Clariant will in Muttenz hunderte Stellen abbauen. Dagegen protestieren die Gewerkschaft Unia und linke Aktivisten. Zeitweise wurde der Zugang zur Bilanzmedienkonferenz des Spezialchemie-Unternehmens blockiert.

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Der Zugang zur Schweizer Börse, wo die Bilanzmedienkonferenz von Clariant (CLN 10.2 -0.97%) durchgeführt wurde, ist wieder frei. Die knapp 30 Linksaktivisten, die das Gebäude am Morgen blockiert hatten, zogen gegen 9.20 Uhr von dannen. Zuvor hatten sie die Börse mit Eiern beworfen.

Der Protest richtete sich gegen das Spezialchemie-Unternehmen Clariant, das nach einem neuerlichen Verlust weiter Jobs streicht. Der Konzern hatte am Morgen den Abbau von weiteren 500 Stellen angekündigt, davon 400 in der Schweiz.

Vor der Schweizer Börse hatten auch Vertreter der Gewerkschaft Unia gegen die Personalpolitik des krisengeschüttelten Baselbieter Unternehmens demonstriert. Sie protestierten gegen den «Kahlschlag» bei Clariant. Radikaler gingen linke Aktivisten vor, die den Zugang zur Schweizer Börse blockierten, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur SDA beobachtete.

Erschütterte Angestellte

Bei den Aktivisten handelt es sich offenbar um Mitglieder des «Revolutionären Aufbaus Zürich». Vertreter der Gewerkschaft Unia erklärten vor Ort, sie hätten mit der Blockade des Gebäudes nichts zu tun. Ein Börsen-Sprecher bestätigte auf Anfrage die Demonstration. Die Börse lasse nur noch Personen ins Gebäude, die über eine Berechtigung verfügten. Der Börsenhandel sei aber nicht beeinträchtigt.

Die Clariant-Angestellten reagierten ebenfalls erschüttert auf den neuerlichen Stellenabbau. In einer Mitteilung forderten sie das Management auf, «alles Erdenkliche zu tun», um Entlassungen zu vermeiden. Die Angestelltenvereinigung von Clariant (AVCS) sieht nach der neusten Abbau-Welle den Chemie-Standort Schweiz bedroht. (tan/sda)

Erstellt: 16.02.2010, 11:03 Uhr

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28 Kommentare

Urs Gautschi

16.02.2010, 08:45 Uhr
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Das bedeutet also, dass in absehbarer zukunft Clariant KEINE Produktion mehr in Muttenz haben wird. Nur noch der "Wasserkopf" von Clariant international. Auch dieser dürfte sich noch verlegen lassen... Und dann wird diese Firma salopp gesagt in der Schweiz nicht mehr present sein. Tragisch für alle guten, jahrelang treuen Mitarbeiter. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Gewerkschaften durchsetzen. Antworten


Markus F. Baumgartner

16.02.2010, 10:30 Uhr
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Keine Angst, nach dem vollzogenen Stellenabbau wird im nächten Quartal die Bilanz wieder schwarze Zahlen schreiben ...und DIES auf dem Buckel der entlassenen Angestellten. Wann wird endlich eine Busse fürs Entlassenwerden eingeführt damit die Arbeitslosenkasse nicht auf dem Buckel der Steuerzahler ausgetragen wird ? Antworten



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