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Eine kleine Tranche vom Airbus A380 kann sich jeder leisten
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Wo der Airbus A380 auch landet, das Interesse ist überwältigend. Dies war Mitte Januar auch in Kloten der Fall, wo nicht weniger als 20'000 Besucher die erste Landung in der Schweiz verfolgen wollten. Verständlich, denn der A380 ist ein Flugzeug der Superlative. Es ist das gegenwärtig modernste, das ökoeffizienteste und das grösste Fluggerät.
Die Verkaufspreise für den Riesenvogel betragen je nach Ausstattung 200 bis 300 Millionen Dollar. Das ist viel für die Fluggesellschaften, die ihn anschaffen wollen, und viel zu viel für einen einzelnen Investor; aber spezialisierte Anlagefonds machen es möglich, auch kleine Tranchen zu erwerben. Das Konzept solcher Fonds hat sich in Deutschland schon seit Jahrzehnten in der Finanzierung von Hochseeschiffen etabliert.
Ein Fonds für ein Flugzeug
Nach gründlichen Abklärungen hat sich die auf Schiffsfonds spezialisierte Hamburger Hansa Treuhand in Zusammenarbeit mit dem Flugzeugleasing-Unternehmen Doric Asset Finance entschlossen, das Finanzierungs- und Investitionskonzept auf den A380 zu übertragen. Zu diesem Zweck hat Hansa Treuhand Ende 2009 den Flugzeugfonds Sky-Cloud A380 aufgelegt. Der Fonds hat Mitte Januar von den Airbus-Werken den fünfundzwanzigsten A380 erworben und ihn inzwischen für 12 bis 18 Jahre an die Fluggesellschaft Emirates verleast. Die Maschine kommt vorerst auf den Strecken Paris–Singapur und Paris–Dubai zum Einsatz.
In Deutschland sind die Anteilsscheine an dem als geschlossener Fonds konzipierten Sky-Cloud A380 auf grosses Interesse gestossen. Ein Grossteil des Fonds sei bereits gezeichnet, erklärt Sönke Fanslow von Hansa-Treuhand.
Hohe Einnahmensicherheit
Der in Euro aufgelegte Fonds beinhaltet einen langfristigen Leasingvertrag plus Optionsperioden mit einer der gewinnstärksten Airlines der Welt. Dadurch besteht eine hohe Einnahmensicherheit, die durch die Vereinbarung eines Inflationsausgleichs in der zweiten Optionsperiode noch verstärkt wird. Zudem sind die Zinsen für das Fremdkapital, das der Fonds zusätzlich zum Eigenkapital einsetzt, langfristig festgeschrieben. Das Fremdkapital, das schrittweise reduziert wird, macht am Anfang 56 Prozent der Investitionssumme aus.
Die jährlichen Auszahlungen des Fonds beginnen nach Angaben von Fanslow im laufenden Jahr mit 7,25 Prozent pro Jahr und steigen später an. Unter Berücksichtigung eines konservativ kalkulierten Erlöses aus dem Verkauf der A380 liegen die prospektierten Auszahlungen nach 18 Jahren bei insgesamt rund 250 Prozent des Beteiligungsbetrags. Dies entspricht einer erwarteten, jährlichen Rendite von 8 Prozent. Schweizer Anleger können sich via die in Bern domizilierte Swiss Invest Group (www.swissinvestgroup.ch) am Leasinggeschäft beteiligen. Diese hat sich auf Direktanlagen in den Bereichen Transport, Logistik und Infrastruktur spezialisiert und bietet Beteiligungen an Containerschiffen und Tankern an.
Nach Angaben von Kurt Schori von der Swiss Invest Group sind mit solchen Anlagen Anlagerenditen von 5 bis 8 Prozent pro Jahr nach Steuern und Kosten möglich. Die Schwankungsrisiken dürften jene von Obligationen kaum übersteigen. Laut Schori ist Sky-Cloud A380 konservativer konstruiert als Schifffahrtsbeteiligungen. Zudem sind Fonds dieser Art weitgehend unabhängig von den Bewegungen am Aktienmarkt. Sie eignen sich deshalb zur Diversifikation eines Portfolios.
Wo Chancen, da auch Risiken
Grösste Risiken des Sky-Cloud A380 sind einerseits allfällige Probleme der Betreiberin Emirates, andererseits für Schweizer Anleger das Währungsrisiko, weil der Fonds in Euro aufgelegt wurde. Unglücksfälle sind dagegen durch Versicherungen der Betreiberin abgedeckt. Die Haftung des privaten oder institutionellen Anlegers beschränkt sich auf das investierte Kapital. Die Steuerlast ist vergleichsweise gering, Kapitalrückflüsse sind sogar steuerfrei. «Die Mindesteinlage von 10'000 Euro macht den Flugzeugfonds auch einem mittelständischen Publikum zugänglich», ist Schori überzeugt. Allerdings sei klar festzuhalten, dass der Sky-Cloud A380 als langfristige Anlage gelten müsse.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 15.02.2010, 04:00 Uhr
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