Wirtschaft
Goldman Sachs verdient bis zu 100 Millionen pro Tag
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Im ersten Quartal 2010 übertraf Goldman Sachs ( 96.7 -0.17%) alle Erwartungen und verdoppelte den Reingewinn auf 3,29 Milliarden Dollar. Ein Bericht, den die unter Betrugsverdacht stehende Bank bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichte, liefert interessante Erkenntnisse zum glänzenden Quartalsergebnis. Das Handelsgeschäft lief so gut wie noch nie. Zum ersten Mal überhaupt verdiente die Bank an jedem einzelnen Geschäftstag eines Quartals, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
An 35 der 63 Arbeitstage soll Goldman Sachs Tagesgewinne von über 100 Millionen Dollar erzielt haben. An schlechten Tagen schauten immer noch Gewinne von mindestens 25 Millionen heraus. Den Erfolg erklärt die führende Investmentbank der Welt mit einem robusten Risikomanagement und den boomenden Märkten in den ersten drei Monaten des Jahres.
Nur jeder fünfte Dollar stammt von der Vermögensverwaltung und dem klassischen Investmentbanking, also beispielsweise der Beratung und Begleitung von Unternehmen bei Übernahmen oder Börsengängen. Volle 80 Prozent der Einnahmen stammen dagegen aus dem Eigenhandel der Bank. «Egal, was passiert, Goldman Sachs profitiert immer», bemerkt «Spiegel Online» zu den jüngsten Medienberichten.
Sammelklage von Aktionären
Die positiven Zahlen kontrastieren das öffentliche Bild der Bank, die im Visier der Börsenaufsicht SEC steht. In einer Zivilklage wirft sie der Investmentbank vor, Anlegern bei komplexen Produkten wesentliche Informationen vorenthalten zu haben. Wie Anfang Woche bekannt wurde, gehen Aktionäre mit einer Sammelklage gegen die Grossbank vor, weil sie ihren Aktienkurs künstlich aufgebläht haben soll.
Die Goldman-Banker gehören zu den absoluten Top-Verdienern an der Wallstreet mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von zuletzt einer halben Million Dollar. Für Politiker entwickelte sich das Haus deshalb zur Zielscheibe für die Kritik an der Masslosigkeit der Finanzwelt. Die jüngsten Zahlen von Goldman Sachs könnten die Politiker veranlassen, die Finanzmärkte stärker zu regulieren. (vin)
Erstellt: 11.05.2010, 15:35 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




