Wirtschaft
Google sperrt Mails von Bluewin wegen Spam-Welle
Von Angela Barandun. Aktualisiert am 21.04.2010 12 Kommentare
Sunrise wächst wieder
Zum ersten Mal seit 5 Jahren wächst Sunrise wieder – auch organisch. Inklusive der Übernahme von Tele2 stieg der Umsatz 2009 um 7,8 Prozent auf 2,0 Milliarden Franken. Ohne Zukäufe und Sondereffekte wären es 3 Prozent gewesen. Im schrumpfenden Telecommarkt ist das die Ausnahme. Auch die Profitabilität (Ebitda-Marge) verbesserte sich gegen den Trend von 24,7 auf 25,4 Prozent.
Wichtigster Grund dafür dürfte die Entbündelung der Letzten Meile sein, dank
der Sunrise vor allem mit schnellem Internet mehr verdient. Zudem endet die Selbstständigkeit von Sunrise (Übernahme durch Orange) mit einer Premiere: Sunrise zahlt 2009 zum ersten Mal Gewinnsteuern.
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Artikel zum Thema
Das Problem besteht seit Januar: Wer von seinem Bluewin-Konto aus eine E-Mail verschickt, riskiert, dass die Post ihr Ziel nicht erreicht.
Hat der Empfänger ein E-Mail-Konto bei Gmail oder Sunrise und ist die Mail-Adresse des Bluewin-Kunden nicht im Adressbuch gespeichert, landen die Mails direkt im Müll. Genauer: Im Spam-Ordner, wo sonst zwielichtige Werbeschreiben für Penisverlängerungen, Viagra oder Diätpillen enden. Das bestätigen sowohl Sunrise als auch die Swisscom. (SCMN 365 -1.64%) Schuld ist offenbar ein Leck bei der Swisscom. Weil von den Mail-Servern der Ex-Monopolistin zu Beginn des neuen Jahres besonders viele unerwünschte Werbemails gesendet wurden, hat Google (GOOG 605.91 -0.91%) Bluewin kurzerhand auf eine Art schwarze Liste für Spam-Schleudern gesetzt – und blockiert eingehende Bluewin-Mails mit unbekanntem Absender. Swisscom-Sprecher Carsten Roetz bestätigt: «Gewisse E-Mails kommen an, andere nicht.» Google seinerseits sagt, man gehe dem Problem nach.
Generell ein erhöhtes Spam-Aufkommen
Auch Kunden mit Sunrise-Mail-Adressen sind davon betroffen: Die Anbieterin hat ihren Mail-Dienst schon Ende 2007 an Google ausgelagert. Ein Grund dafür war laut Sprecher Hugo Wyler, dass die Mail-Server immer wieder Hackerattacken zum Opfer fielen und für den Versand von unerwünschten Werbe-Mails missbraucht wurden. «Seit wir uns auf Google verlassen, ist Spam für unsere Kunden kein ernsthaftes Problem mehr», so Wyler.
In den letzten Wochen sei generell ein erhöhtes Spam-Aufkommen verzeichnet worden, sagt Roetz. Tatsächlich werden derzeit nicht nur Bluewin-Mails, sondern auch solche von GMX gesperrt. «Wir arbeiten daran, die Server sicherer zu machen», sagt der Swisscom-Sprecher. «Aber es genügt ein einziges neues Virus, um Spam für kurze Zeit zu ermöglichen.» Wer keine E-Mails verlieren will, dem raten Sunrise und Swisscom, mögliche Bluewin-Absender ins Adressbuch aufzunehmen.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 21.04.2010, 16:46 Uhr
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12 Kommentare
Bei einem guten Virenschutz sollte dies eigentlch nicht passieren,indem das Protection Center nur die E-Mails reinlässt,welche keine Viren enthalten und die anderen im Vorfeld schon abgefangen werden,indem eine Vorwarnung kommt, die meldet "öffnen Sie die Datei nur,wenn Sie ihr Vertrauen od.schon angewandt haben".Die Infizierung wird erst durch das Oeffnen des unbek.Mails möglich. Antworten
Leider schafft es die Swisscom nicht dem Problem Herr zu werden, bei mir hat es ca. 6 Monate gedfauert, bis das Spam - Problem gelöst war. Täglich waren 100 - 150 Spams neu in der Inbox. Da kann sich Swisscom bzw. Bluewin rühmen. Teure Spezialisten und Experten die nichts taugen. Problem nun gelöst, habe keine Bluemail adresse mehr :) Antworten
@ Ernst Boller: Nur vordergründig eine gute Idee. Meist werden Spammails von Botnetzen verschickt und nicht von einer einzelnen Person. Das heisst konkret, dass diejenigen den Spam zahlen werden, die davon betroffen sind. Vielleicht würde es jedoch auf den zweiten Anhieb klappen, weil unbedarftes und stümperhaftes Benutzen des Computers, sprich Virensammeln wenigstens teuer würde. Antworten
Schon oft wurde der Vorschlag, dass der Versand von Mails etwas kosten sollte, gebracht. Kann das nicht realisiert werden? Ein Rappen pro Mail würde den normalen Benutzer nicht gross treffen, hingegen den Spammer mit Millionen Mails schon. Auch Firmen würden sich überlegen, ob wirklich wegen jedem Hennenschiss eine Mailwelle an die Kunden losgelassen werden muss. Antworten
Es ist immer einfach Fingerpointing zu betreiben.Das Problem haben _alle_ Provider. Meist sind die Kunden selber Verursacher von Blacklistings. Dies passiert durch Antworten auf Phishing Mails, schlechte Passwörter, Trojaner auf Kunden-PCs.Es ist für Provider ein massiver Aufwand, ausgehenden Spam zu unterbinden. Es ist nicht möglich alles zu automatisieren, da evtl. legitime Mails geblockt werde Antworten
Es kommt immer wieder vor, dass einzelne Server von bluewin für eine gewisse Zeit auf den sog. Spam Blacklisten (z.B. uribl.com) landen - aufgrund massiven Versendens von Spam Mails. Dadurch werden Mails, die über diese Server verschickt worden sind, von anderen Providern gar nicht erst verarbeitet - das z.T. ohne Rückmeldung. Da bleibt nur: für wichtige Mails immer Empfangsbestätigung anfordern Antworten
... es geht mit bluewin noch viel weiter: als ich in Ardez ab hotspot Swisscom e-mails an Adressen mit Endung .dk (Dänemark) abschickte, kamen sie samt und sonders zurück. Mein Server teilte mir dann mit, dass e-mail addresses von solchen hotspots in Dänemark gleich als spam abgefangen würden. Erst zu Hause konnte ich die Mails regulär schicken! Antworten
Hier die Lösung für dieses Problem (für sunrise- und gmail-Kunden): Im Browser den Webmail-Zugang aufrufen, dort auf "Einstellungen" clicken. Dann drei Filter einrichten, einen mit dem eigenen Vornamen, einen mit dem eigenen Nachnamen und einen mit der eigenen Mail-Adresse. Diese Filter so einstellen, dass diese eMails nie als Spam behandelt werden. So kann man 95% aller Problemfälle lösen. Antworten




Beat Meier
Bluewin hat Spam schlicht und einfach nicht im Griff. Bei allen anderen Anbieter erhalte ich selten ein Spam-Mail, die Bluewin-Mailbox jedoch ist voll davon. Der Spam-Filter ist nichts wert, sonst müsste die Menge der Spams schliesslich abnehmen. Somit machen Sunrise und GMX das einzig Richtige: selbst die Bluewin-Mails prüfen. Ein Armutszeugnis für Swisscom. Antworten