Helvetia schreibt Rekordgewinn

Aktualisiert am 16.03.2010

Der Schweizer Versicherer meldet das drittbeste Ergebnis seiner Geschichte – auch dank Zukäufen.

«Breit abgestützt»: Helvetia-Chef Stefan Loacker an der Bilanzmedienkonferenz.

«Breit abgestützt»: Helvetia-Chef Stefan Loacker an der Bilanzmedienkonferenz.
Bild: Keystone

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Der Allbranchenversicherer Helvetia hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinnsprung gemacht. Unter dem Strich erwirtschaftete die Gruppe 320,5 Millionen, das sind knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Geschäftsvolumen wuchs um fast ein Fünftel.

Das Jahresergebnis 2009 sei das drittbeste in der Geschichte der Helvetia Gruppe, sagte Geschäftsführer Stefan Loacker am Dienstag an der Bilanz- Medienkonferenz in Zürich. Die Kapitalanlagen haben einen «starken Beitrag zum Jahresergebnis» geleistet.

Breit abgestützte Zuwächse

Der kräftige Volumenanstieg von 20,1 Prozent in Lokalwährungen unterstreiche die Wachstumsambitionen der Versicherung. Das Volumen erreichte 6,71 Milliarden Franken (&17,5 Prozent). Die Zuwächse sind gemäss Loacker breit abgestützt, sowohl geografisch als auch über die Geschäftssparten hinweg.

12,6 Prozent des Wachstums ist auf Zukäufe zurückzuführen. Aus eigener Kraft legte Helvetia um 7,5 Prozent zu. Im Lebengeschäft erhöhten sich die Prämieneinnahmen brutto auf 3,68 Milliarden Franken (&20,1 Prozent), im Nichtlebengeschäft erreichten sie brutto 2,38 Milliarden Franken (&1,4 Prozent).

Kapitalanlage-Ergebnis weit über eine Milliarde

Nach dem «schwierigen Anlagejahr 2008» weist Helvetia für 2009 ein Ergebnis aus Kapitalanlagen von 1,24 Milliarden Franken (Vorjahr: 72 Millionen Franken) aus. Die Performance von 4,8 Prozent und die direkte Rendite von 3,2 Prozent sind laut Loacker im Vergleich zum durch turbulente Kapitalmarktentwicklungen geprägten Vorjahr «sehr erfreulich».

Der Kosten-Schadensatz - das Verhältnis von Schadenaufwand und Kosten zu den Prämieneinnahmen - im Nichtlebengeschäft verschlechterte sich von 89,1 auf 91,8 Prozent. Der Verwaltungskostensatz wurde innert drei Jahren um knapp 4 Prozentpunkte auf erstmals unter 10 Prozent gesenkt.

Nach Firmenkäufen in Italien 2008 folgte 2009 eine wichtige Akquisition in Frankreich: Mit dem Erwerb der französischen L'Européenne d'Assurance Transport (CEAT) wuchs Helvetia zum grössten spezialisierten Transportversicherer des Landes und konnte das Geschäftsaufkommen in Frankreich um 50 Prozent steigern. Die Transportversicherung ist gemäss Loacker zwar kurzfristig vom Konjunktureinbruch betroffen. Die Akquisition sei aber eine tragfähige Grundlage für künftiges Wachstum.

Gut kapitalisiert

In Spanien rechnet der Versicherer in den nächsten Jahren mit einer Steigerung des Prämienvolumens auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Grund dafür ist ein letztes Jahr ausgehandeltes Vertriebsabkommen mit der spanischen Bank «Bancaja» für dort stark nachgefragte Sterbegeldversicherungen.

Die Solvenz-Rate, an der die Eigenmittel an den Versicherten- Ansprüchen gemessen wird, erreichte 223 Prozent (Vorjahr: 208 Prozent). Die Helvetia-Gruppe sei damit eine der am besten kapitalisierten Versicherungsgesellschaften Europas, sagte Loacker. Die Versicherung will eine um 1 Franken höhere Dividende von 14,5 Franken pro Titel ausschütten, was einer Dividendenrendite von 4,5 Prozent entspricht. (oku/sda)

Erstellt: 16.03.2010, 14:24 Uhr

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