Wirtschaft

Hildebrand könnte bald Krisenländer beraten

Aktualisiert am 13.06.2012 369 Kommentare

Der Vermögensverwalter Blackrock hat den ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand engagiert. Unter seinen neuen Kunden könnten auch Euro-Krisenländer sein.

Geht zum Vermögensverwalter Blackrock: Der zurückgetretene Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand, hier kürzlich am Swiss Economic Forum. (7. Juni 2012)

Geht zum Vermögensverwalter Blackrock: Der zurückgetretene Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand, hier kürzlich am Swiss Economic Forum. (7. Juni 2012)
Bild: Keystone

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Die Chronologie der Affäre Hildebrand

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Der Fall Hildebrand: Wie es dazu kam – und welche Personen darin verwickelt sind.

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Der zurückgetretene Schweizer Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand arbeitet künftig an der Spitze des weltgrössten Vermögensverwalters Blackrock. Dort werde er als stellvertretender Verwaltungsratspräsident direkt Konzernchef Laurence Fink unterstehen, bestätigte ein Blackrock-Sprecher der «Financial Times».

Hildebrand solle seinen Posten im Oktober antreten und sich von London aus um grosse Kunden in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Asien sowie aus dem Pazifikraum kümmern. «Wenige Spitzenmanager geniessen so viel Respekt wegen ihrer Fachkenntnis, ihres Urteilsvermögens und ihrer Integrität wie Philipp Hildebrand», wurde Fink in der «Financial Times» zitiert.

Aufträge aus Euroländern

Unter Hildebrands Kunden könnten auch Regierungen sein, schliesslich hat Blackrock mit seiner Sparte Solutions unter anderem Griechenland und Irland beraten. So soll Blackrock laut einem Bericht des deutschen Nachrichtensenders n-tv in Griechenland wochenlang die Bilanzen griechischer Banken auf Risiken geprüft haben.

Blackrock sammle derzeit in der «europäischen Krisenlandschaft» Aufträge. Auch Spanien soll laut verschiedenen Medienberichten zu Blackrocks Kunden gehören. Der Vermögensverwalter selber schweigt sich über die Engagements jeweils aus.

Herren über 3600 Milliarden Dollar

Hauptsächlich verwaltet Blackrock Vermögen – rund 3600 Milliarden Dollar wies das Unternehmen beim letzten Quartalsabschluss aus. Damit ist Blackrock der grösste Vermögensverwalter weltweit. Auf diese Grösse kam Blackrock durch mehrere Zusammenschlüsse und Übernahmen, zuletzt jener von Barclay Global Investors im Jahr 2009.

Der frühere Hedgefonds-Manager Hildebrand hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) wegen umstrittener Devisengeschäfte seiner Frau im Januar verlassen. Eine Prüfung der SNB hatte später ergeben, dass er nicht gegen Vorschriften verstossen hat. (mw/sda)

Erstellt: 13.06.2012, 06:25 Uhr

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369 Kommentare

Susanne Lüscher

13.06.2012, 07:31 Uhr
Melden 345 Empfehlung 0

Schade, einmal mehr verliert die CH-Wirtschaft eine intelligente Persönlichkeit, dies nur weil Herr Hildebrand einem gewissen Herrliberger ein Dorn im Auge war. Herr Hildebrand hat gegen kein Gesetz verstossen auch wenn dies gewisse Kreise behaupten. Er zeigt Grösse, da er nicht in der Öffentlichkeit herumposaunt rechtliche Schritte zu unternehmen - umgekehrt wäre dies schon längst passiert. Antworten


Dan Horber

13.06.2012, 06:38 Uhr
Melden 293 Empfehlung 0

Schade, aber leider nur allzu verständlich, dass der Schweiz ein so fähiger Mann verloren geht.
Wobei "schade" das falsche Wort ist - "peinlich" wäre wohl richtiger.
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