Holt SBB-Chef Meyer die Vergangenheit ein?
In der deutschen Hauptstadt verkehren derzeit gerade noch ein Viertel der S-Bahnen, weil das zuständige Bundesamt Sicherheitschecks angeordnet hatte. Das für die Wartung gedachte Geld war von der Deutschen Bahn für andere Zwecke genutzt worden. Der Ärger über diese Machenschaften ist im Nachbarland gross. FDP-Fraktionschef Christoph Meyer sprach von einem «skandalösen Sicherheitschaos» und forderte die S-Bahn auf, die Verantwortlichen schnellstmöglich zu benennen und allenfalls personelle Konsequenzen einzuleiten.
Pikant: Der heutige Chef der SBB, Andreas Meyer, war vor seinem Stellenantritt in der Schweiz Vorsitzender der Geschäftsleitung der DB Stadtverkehr GmbH und Mitglied der Geschäftsführung der DB Personenverkehr GmbH. Das Geschäftsfeld umfasste die jetzt in die Schlagzeilen geratene Berliner S-Bahn. Könnte der Skandal für Meyer juristische Folgen haben? «Bis jetzt ist nichts in dieser Richtung an uns herangetragen worden», sagt SBB-Sprecher Reto Kormann auf Anfrage. Man stehe in dieser Angelegenheit in Kontakt mit Andreas Meyer, der in den Ferien weile, so Kormann. (Berner Zeitung)
Erstellt: 24.07.2009, 09:41 Uhr
Wirtschaft
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