Wirtschaft

IWB setzen auf Sonne, Wind und Wasser

Aktualisiert am 10.11.2010 1 Kommentar

Die IWB wollen den Anteil der erneuerbaren Energien in Basel bis 2013 stark erhöhen – und investieren dafür 120 Millionen Franken.

Die IWB setzen vermehrt auf erneuerbare Energien. (Im Bild: Ein Windrad im Kanton Jura).

Die IWB setzen vermehrt auf erneuerbare Energien. (Im Bild: Ein Windrad im Kanton Jura).

Die Industriellen Werke Basel (IWB) wollen bis 2013 über zehn Prozent des Strombedarfs in Basel aus neuen erneuerbaren Quellen beschaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Investitionen von 120 Millionen Franken vorgesehen.

Mit dieser Summe wollen sich die Industriellen Werke europaweit an Windkraftwerken, thermischen Solaranlagen und Biomassenkraftwerken beteiligen. Der Schwerpunkt liegt dabei bei der Windenergie, wie es am Mittwoch an einer Medienkonferenz zur Strategie der auf Anfang 2010 verselbständigten IWB hiess.

Seit 2009 vollständig ökologisch

Der heute von den IWB gelieferte Strom stammt vorwiegend aus Wasserkraft und ist seit 2009 vollständig ökologisch. Bis in drei Jahren soll die Produktionskapazität neuer erneuerbarer Energien um 170 Gigawattstunden pro Jahr gesteigert werden, wie Bernhard Brodbeck sagte. Er ist in der IWB-Geschäftsleitung für die Beschaffung zuständig.

Der Leistungsauftrag der IWB sieht eine Eigenproduktionsquote von mindestens 80 Prozent vor. Die dazu nötige Produktionskapazität soll ausschliesslich in Kraftwerken aufgebaut werden, die neue erneuerbare Energien Nutzen. Nach Angaben Brodbecks diskutiert der IWB-Verwaltungsrat derzeit darüber, wegen des europaweit guten Investitionsklimas den Ausbau zusätzlich zu beschleunigen.

Zu den grossen europäischen Projekten mit IWB-Beteiligung zählen etwa das deutsche Windkraftwerk «BARD-Offshore 1», für das die Verhandlungen noch laufen, oder das thermische Solarkraftwerk Puerto Errado in Südspanien. Eigene Projekte haben die IWB dagegen nur wenige, darunter einen Windpark auf den Jurahöhen vor den Toren Basels.

Dieses Projekt auf dem Challpass oberhalb von Röschenz BL kann nach Angaben Brodbecks frühestens in sechs bis acht Jahren realisiert werden. Vorgesehen seien neun Windräder. Die Investitionen werden auf 60 Millionen Franken geschätzt.

Geringes Risiko

Das finanzielle Risiko für die Investitionen in die neuen erneuerbaren Energien beurteilen die IWB-Verantwortlichen wegen der staatlichen Einspeisevergütungen als gering. Brodbeck erwartet, dass steigende Energiepreise die Wind- und Solarenergie in naher Zukunft wettbewerbsfähig machen. Die Strompreise der IWB-Kunden würden wegen Investitionen nicht steigen, hiess es weiter.

Den massiven Ausbau neuer erneuerbaren Energien halten die IWB wegen des steigenden Strombedarfs für nötig, der einher geht mit der Substitution fossiler Energieträger. Für die Region Basel rechnen die IWB mit einer Zunahme des Stromkonsums von einem halben Prozent pro Jahr. Landesweit wird gar ein jährliches Plus von einem Prozent erwartet. (amu/sda)

Erstellt: 10.11.2010, 15:55 Uhr

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1 Kommentar

Matti Hoch

10.11.2010, 17:48 Uhr
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Es tönt immer so gut,wenn man von erneuerbarer Energie spricht,dass aber dafür unerneuerbar ganze quadratkilometergrosse Landschaften, die Schutz verdienen,unwiederbringlich kaputt gemacht werden, davon spricht niemand!Von Sparen spricht komischerweise auch niemand!Und wenn die IWB vom Staat Zuschüsse für Windenergie erhält,merkt man, dass es nur pures Geschäft ist, und nicht mehr! Umweltschutz?? Antworten



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