Wirtschaft
Diskussion
Irland zeigt Italien und Spanien, wie's geht
Die irische Regierung konnte am Donnerstag erstmals seit 2010 wieder Anleihen für 5,2 Milliarden auf dem Kapitalmarkt verkaufen. Auch die ausländischen Investoren sind auf die grüne Insel zurückgekehrt. Mehr...
Von Anita Merkt.
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
46 Kommentare
Zitiere "An der hohen Arbeitslosigkeit wird sich wohl vorerst nichts ändern"! Das soll erfolgreich sein? Was für eine schöne Zukunft für IT, SP und GR. Was für ein Bericht - alles gut, wenn nur der Staat weniger Schulden macht und es egal ist, das die fleissigen Bürger auswandern müssen oder arbeitslos bleiben dürfen! Die Bürger scheinen für viele wirklich systemirrelevant zu sein - wie Schafe! Antworten
Irland steht noch zu seinen Banken. Da wird der Gürtel massiv enger geschnallt, wenn es darum geht, den gnädigen, geldadeligen System-Lords ihre Geldhäuser zu retten und den Staat zu entschulden. Das ist der Neo-Feudalismus, wie er leibt und lebt - und wie er überall im Westen Einzug halten könnte. Antworten
@ Sacha Meier Ich finde es absolut nicht richtig, dass immer gegen die Banker geschossen wird. Der grösste Teil von Ihnen arbeitet sauber und gewissenhaft und bezahlt ebenso die Steuern, welche von Ihnen und "Ihresgleichen" gerne genommen werden. Hat man schon mal daran gedacht, wie hoch die Steuern währen ohne alle die Beträge, welche die Banker and den Fiskus entrichten?
Es geht doch! Nach Island jetzt Irland. Und alles ohne grosse Auftritte mit noch grösseren Worten der EU-Eliten, Eurokraten, Finanzjongleure, Politiker und mediengeilen Oekonomen.
Es ist wie es immer war: Nicht Worte, sondern Taten entscheiden.
Antworten
ich hab eine zeitlang in Irland gearbeitet. Der Celtic Tiger und das entsprechende Wachstum war nur möglich dank dem Geld aus der EU, tiefe Steuern (ersten 10 Jahre gar keine Steuern für die Firmen), und dem construction Business, welches aus einfachen Bauern über Nacht Millionäre machte und schlussendlich zum Kollaps führte. Irland hat keine Industrie wie England auch nicht, dass ist das Problem Antworten
@Thomas Müller Die «Verschwörung» hat sogar einen Namen: Globalisierung. Für Multis ist das ein Segen: Ohne Zölle produzieren Sie dort, wo die Löhne und Rohstoffe am billigsten sind - und verkaufen dort, wo die Erträge hoch sind. Die Nebenwirkungen bestehen aus subventionierten Löhnen, um asiatischen Lohnstückkosten die Stirn zu bieten, Deindustrialisierung, sowie unumkehrbare Staatsverschuldung.
@Meier was ist wohl realistischer? Eine Verschwörung aller Unternehmer und Aktionären um die Staatsverschuldung absichtlich zu erhöhen oder gibt es die 1€ Jobber weil Arbeiten für die es kaum Ausbildung braucht in Osteuropa und Asien viel günstiger erledigt werden können? Im Zenit der Sozalen Martwirtschaft gab es ausserhalb des reichen Westeuropas nur die USA als Konkurent im Arbeitsmarkt.
@Stefan Sollberger Wir leben im Westen nun einmal im Neo-Feudalismus. Eine wertschöpfend-innovative Industrie nach dem Muster der ehemaligen sozialen Marktwirtschaft mit fairen Erträgen wäre sogar schädlich, weil es das sorgfältige errichtete Kredit-Schuldengefüge durcheinander brächte. Selbst in DE überlebt die Industrie nur wegen den Lohnsubventionen (Hartz-IV-Aufstocker, 1€-Jobs, etc.)
Ja, ja - wir südländer! Macht den Gotthard zu damit ihr mit uns nicht in die Kiste steigt!!! Keine Frage, die ita. Regierung war, ist und wird eine Katastrophe sein! Aber diese Pauschaliesierung nervt nur noch! Eine kleine Zwischenfrage: wo sind die ganzen Mafiagelder und Steuerfluchtgelder bloss hingekommen? Doch nicht in die saubere Schweiz??? Antworten
@Carlo Giovanni:
Aber ein bisschen mehr Selbst-Disziplin wuerde auch "Bella Italia"
gut anstehen, nicht nur im Calcio...
Richtig, den Gotthard zumachen. Mafiagelder wurden zuerst einmal irgendwo produziert und irgendjemandem weggenommen. Das das Geld irgendwo landet ist nur die Kozequenz. Es gibt nur eins, viel mehr arbeiten und Staatsbeamte abbauen. Basta.
@Brock, das ist nicht etwa das was ich über die Griechen denke sondern der Titel des Artikels in der FTD!!
Ich denke es ist recht einfach diesen Artikel über google zu finden. Vielleicht lesen Sie diesen erst mal.
@Hoffmann, sie können sicher sein das die Leidgeprüften Letten eher nicht die Griechen verhöhnen. Das tun, wen schon, die Elitären Kreise welche das Land und seine Bürger vorher erstmal in den Ruin getrieben haben. Grundsätzlich lässt sich feststellen das die Eliten aller ex. GUS Länder den Kapitalismus völlig Kritikbefreit umarmt haben und die Bevölkerung bezahlt für alle Fehler...
Ich denke, man sollte aufhören auf Griechenland herumzuhacken. Die Schuld liegt bei denen, die GR in die EU und €-Zone aufgenommen haben. Den menschlichen Eigenschaften wurde dabei kein Zugeständnis gemacht; die griechische Mentalität sollte funktionieren wie die deutsche. Das wäre dasselbe, wie wenn man die Einwohner Afghanistans mit denjenigen der Schweiz gleichsetzen würde.
Oh zum Glück! Ich wusste das Irland das pack! Es sind so grossartige, fleissige und gescheite Menschen! Ein hoch auf Irland, das schönste Land der Welt.
In Irland war vor allem die Regierung schuld, genauso am EU-Beitritt. Sie übergingen das Volk einfach, die Iren und die vielen Polen sind aber fleissig und sind auch im Bereich Handwerk unglaublich begabt! Ich glaube an das Land!
Antworten
Merkel verrät Ihre Bürger und die Idee, dass nur ausgegeben werden darf, was auch in der Kasse bzw. finanziert werden kann. War ist nur mit Merkel los, dass Sie dem Investment-Banker Draghi auf den Leim kriecht und dem Geldverteiler Hollande verfällt?
Die Druckerpressen für I und ES werden angeworfen, Geld wird gedruckt und damit Schulden bezahlt? Spinnen wir oder was?
Antworten
Primär weil Irland so offensichtlich erfolgreich ist, was man von den Südländern nicht behaupten kann. Wenn Regierungen einen harten Spahrkurs fahren finden sie auch Investoren welche die Staatsschulden zu moderaten Zinsen finanzieren in der Annahme sie kriegen das Geld auch zurück. In Griechenand investieren nur noch hochrisiko Spekulanten und die EU Steuerzahler (letztere aber nicht freiwillig)
Aha, und in den € - Ländern gibt es keine Blasen und Krisen. Und die CH sitzt nicht auf Minderwertigen €-BEständen. Und Und Und. Träumen sie doch bitte weiter. Aber wenn Sie dann aufwachen bitte nicht heueln .:)
Wenn ein Land wieder in der Lage ist, Geld aufzunehmen (neue Schulden zu machen!), ist es also über dem Berg. Diese Zinssätze sind jenseits von gut und böse - der nächste Absturz ist vorprogrammiert. Dass ein Land beginnt, vernünftig zu wirtschaften, zeigt sich daran, dass es seine Staatsschulden abbaut ! Antworten
Der Unterschied: Irland war in der Krise, weil die Regierung Fehler machte. Griechenland war in der Krise, weil die Griechen nicht genug arbeiten, sich früh pensionieren lassen, schwarz arbeiten, Steuern nicht bezahlen. Italien ist in der Krise, weil im Süden die Mafia regiert. Die Iren sind halt Nordländer. Sie wiesen ihre Regierung zurecht, punkt Antworten
"Menschen, die unter ihren unfaehigen korrupten Politikern leiden"
Die Politiker werden vom eigenen Volk gewählt, ja? Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!
Korruption, Bevorzugung + Vetternwirtschaft beginnt im Kleinen, sozusagen in der Familie, ist aber nicht im Sinne eines geeinten Europas. Dies gilt bei uns wie auch an allen anderen Orten, wo frei gewählt werden darf.
@ Lerch Sehr gut. Alle Griechen werden faul geboren und bleiben es. Alle Schweizer sind die Fleissigsten der Welt stinken aber nach Kuhstall. Diese Verallgemeinerungen nerven einen, der 20 J. in GR Geschaeftsmann war und sind pauschale, unverdiente Verurteilung von Menschen, die unter ihren unfaehigen korrupten Politikern leiden, das nach dem endlich Diktatur ueberwunden war.Heute Armut vor Tuer!
@ Lerch Woher beziehen Sie ihre griech.Weisheiten ? Schon mal dort gewesen und nicht bloss in der Bar ? Empfehle Ihnen eine Olivenernte auf Lesbos (hatte dort 20 J.eig.Ge.) 12 Millio. Baueme, alles Handarbeit ab Nov. wenn Regenzeit beginnt und Ende Maerz finden Sie an keinem Zweig eine Olive, Tageslohn 30 Euro. Pensionsalter 61,7, Beamte nach 35 Dienstjahren, nix Fruehpension. Besser informieren!
Die Iren durften sogar mehrfach und unter Drohungen abstimmen und sich auf diese Weise ihre Bestrafung aussuchen... Härteste Zwangssparmassnahmen und das ist auch der Gund das die Investoren wieder kommen. Je mehr Arbeitsstunden und tiefer der Lohn desto höher die Steueroptimierte Rendite. Den Iren bleiben nur lausige Arbeitspätze....Und die Gleiche Regierung
Gewiss, die Banken wurden gerettet und die Staatsausgaben drastisch heruntergeschraubt. Nur, fragt mal die 3/4 Iren die auf dem Land leben und praktisch alleine von der Landwirts. abhängig sind. Die Kindergelder zum Beispiel wurden so drastisch reduziert, dass auf ein Schlag hundert tausende Familien in die Armut gedrängt wurden, bei Bildung und Gesundheit wurde massiv eingespart, usw. Antworten
Die Landwirtschaft macht gerade 2% des BIP aus und 5% der Beschäftigung. Ich weiss nicht weshalb das besonders repräsentativ sein soll. Natürlich hat Irland drastische Sparmassnahmen ergriffen die hart sind. Die bösen Banken waren aber nicht nur für den Fall verantwortlich sondern auch für den Aufstieg. 15% Arbeitslosigkeit war in Irand vorher Normalfall
The Celtic Tiger - noch vor sechs Jahren hatte Irland ein höheres BSP pro Kopf als die Schweiz, nachdem sie vor 25 Jahren das Armenhaus Europas waren und es auch heute wieder in den unteren Regionen rumdümpeln. Aber im Gegensatz zur CH sind die Iren in ihrer Geschichte leiderprobt - für die CH wäre ein solcher Kollaps z.B. durch Grossbankenpleite oder €/SNB Desaster eine ganz neue Erfahrung Antworten
@ Reinhart: Sie reden im sehr Konjunktiv über die CH:"dass es die CH-Bürger packen würden, wenn es denn einträfe".
Die Bankenkrise ist auch hier schon längst angekommen, nur noch nicht so durchschlagend fatal wie andernorts. Konsequenzen musste bis heute keiner der Grossbanker tragen, denn die konnten wegen kleineren Affären mit dem Fallschirm abspringen, und leben völlig unbehelligt von Millionen
@Senn. Man soll sich derartige Deaster nicht herbeiwünschen. Aber ich bin davon überzeugt, dass es die CH-Bürger packen würden, wenn es denn einträfe. Gut, wenn der Beweis für diese Aussage nie erbracht werden muss. Aber wer weiss das schon?
Für mich hat nicht Irland sondern Island gezeigt, wie es gehen kann! Wesshalb kommt Island nicht mehr in den Nachrichten? Das Land liess sich nach dem Bankrott nicht von den internationelen Finanzvertretern erpressen!
Vier Jahre nach Bankenkollaps und Bankrott erwirtschaftet das 320.000-Einwohner-Land Wachstumquoten, von denen die EU-Länder nur träumen können! So auch Schuldenschnitt für Private!
Antworten
@Moser
Sehe ich auch so. Was wollen Sie mir damit sagen? Das Island mit einem aufgeblähten Bankensektor grosse Risiken auf sich nimmt? Sicherlich. Das ändert aber nichts daran das dass BIP durch Anzahl arbeitender Bevölkerung * Produktivität berechnet wird. Zu diesem BIP gehören übrigens die Erträge der Banken dazu.
Aber was hat das alles mit der SNB und den € Ankäufen zu tun?
@ Reto Stadelmann, 14:05 h
Vergleich Schweiz mit Island vor dem ersten Crash:
Das Bankenvolumen
- von Island betrug 10-Mal das Bruttosozialprodukt
(Bruttosozialprodukt = wirtschaftliche Leistung pro Jahr)
- dasjenige in der Schweiz beträgt das 8-Fache
- das der UBS alleine das 4-Fache
- in USA, Grossbritannien, hingegen nur das Einfache
Guten Nacht CH mit dem neuen €-Ankauf!
@Arout
Aber die Fläche des Landes interessiert die Wirtschaft nur wenig. Es sei denn auf dieser Fläche gibt es viele Rohstoffe oder man kann effektiv Landwirtschaft betreiben. Grob gesagt ist die Produktivität multipliziert mit der Anzahl Menschen viel entscheidender für die Stärke einer Volkswirtschaft.Wie auch immer, Island ist zu klein und speziell um als Beispiel herangezogen zu werden.
@Reto Stadelman:
1. Von der Flaeche her, ist Island nicht klein.
2. Die eigene Whg zu behalten, war klug und weitsichtig.
3. Strom oder Heizen praktisch gratis ?
Aber, bis aus heissen Quellen Strom entsteht oder das Wasser in den Heizungen der Haeuser laeuft, muss man etwas tun...
Island ist
1. Winzig (320'000 Einwohner machen nicht so viele Schulden wie 8'000'000)
2. hat es eine eigene Währung, die isländische Krone und
3. ist es dank der vielen heissen Quellen wirtschaftlich mit vielen Ländern nicht zu vergleichen (Dinge wie Strom oder heizen sind in dem Land praktisch gratis...)
Daher ist das Beispiel Island in keinster Weise interessant.
Genau so ist es Herr Bär. Kein nur halbwegs normaler Geschäftsmann würde in seine gut laufende Firma einen Teilhaber aufnehmen, der nicht mindestens so leistungsfähig wie er selber ist. Er möchte ja vorwärts kommen und nicht langsam, aber sicher in den Ruin mit dem neuen Partner.
Richtig, die Bewohner Irlands leiden nicht an "mediterraner Arbeitsmoral"...
Es kann halt nicht sein was nicht sein darf.
Ein Land welches den Banken (sie ganz kapitalistisch pleite gehen lässt) und der EU ("Wer will schon in ein brennendes Haus einziehen") ganz offen den Finger zeigt und sich dann in Rekordzeit erholt. Das darf es in den "alternativlosen" Denkschemen der Eurolisten nicht geben. Dabei kehren jetzt sogar die Banken nach Island zurück.
Zurück zur Story
Wirtschaft
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

Bitte warten

























Angemeldet mit Facebook