Wirtschaft

Joe Ackermann im Hoch

Aktualisiert am 21.10.2009 2 Kommentare

Die Deutsche Bank hat auch das dritte Quartal mit einem Milliardengewinn abgeschlossen. Doch an der Börse verloren ihre Aktien an Wert.

Erfolgreiches Vierteljahr: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.

Erfolgreiches Vierteljahr: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. (Bild: Keystone)

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Dank Steuererträgen und der Erholung des Privatkundengeschäfts verdiente die grösste deutsche Bank rund 1,4 Milliarden Euro, wie sie am Mittwoch nach vorläufigen Zahlen mitteilte. Damit setzt die Bank ihren Erfolgskurs fort, denn bereits im ersten und zweiten Quartal hatte sie trotz der Finanzkrise in ähnlicher Grössenordnung verdient. Der Branchenprimus ist damit für die geplante Übernahme der Vermögensverwaltung der Privatbank Sal. Oppenheim gut gerüstet. In den Niederlanden hat die Bank gerade einen Teil der ABN Amro gekauft.

Der Nettogewinn war aufgrund von steuerfreien Erträgen – wie sie etwa bei Beteiligungsverkäufen anfallen – und einer günstig ausgefallenen Steuerprüfung sogar noch höher als das Ergebnis vor Steuern, das 1,3 Milliarden Euro beträgt. Analysten schätzen, dass die Deutsche Bank rund 500 Millionen Euro Steuern vom Staat zurückbekommen hat. In den ersten neun Monaten kam sie damit auf einen Nettogewinn von rund 3,7 Milliarden.

Alle Sparten im Plus

Glänzend steht die Deutsche Bank im Vergleich zum Vorjahr da. Im dritten Quartal 2008 hatte die Finanzkrise den Überschuss noch auf 414 Millionen Euro gedrückt, im Gesamtjahr war die Bank dann sogar ins Minus gerutscht. Nun gibt sich das Institut optimistisch.

«Es wird erwartet, dass alle Geschäftsbereiche positive Ergebnisse ausweisen werden», teilte die Bank mit. Probleme hatte zuletzt das Privatkundengeschäft bereitet, während das Investmentbanking florierte. Die genauen Zahlen gibt die Bank am 29. Oktober bekannt.

Anleger reagieren enttäuscht

Weltweit feiern die Grossbanken nach der schweren Krise ein Comeback. Die amerikanischen Konkurrenten JP Morgen und Goldman Sachs hatten bereits Milliardengewinne verkündet und mehr verdient als die Deutsche Bank. Auch deshalb verlor die Aktie der Deutschen Bank im frühen Börsenhandel mehr als drei Prozent. (raa/ap/sda)

Erstellt: 21.10.2009, 11:57 Uhr

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2 Kommentare

markus müller

21.10.2009, 10:40 Uhr
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Gut wäre wen man den Banken Weltweit vorschreiben würde dass Sie sich gegenseitig Versichern müssen und Kontrollieren. Sobald eine Bank Zahlungsschwierigkeiten hat müssen die anderen Banken für die Guthaben der Kunden zahlen. Aber nur für Geld nicht für Wertschriften. Sobald die Banken sich gegenseitig kontrollieren müssen sind die Kontrollen sicher besser. Heute müsste der Steuerzahler zuletzt einen teil bezahlen. Antworten


Wolfgang Müller

21.10.2009, 14:41 Uhr
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Statt Boni zu bezahlen bitte Schulden zurückbezahlen und in der Bilanz eine schwarz/rote Null schreiben. Entscheiden ist nicht ein Quartal (3 Monate) sondern das Geschäft über die letzen 24 - und mehr Monate. Antworten



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