Wirtschaft

Kauft ein mächtiger Reeder Transocean?

Die angeschlagene Ölplattform-Betreiberin mit Holdingsitz in der Schweiz wird als Übernahmekandidatin herumgeboten. Ein Norweger äusserte zwei Sätze, welche die Fantasien beflügeln.

«Es ist möglich»: Transocean-Hauptsitz in Steinhausen im Kanton Zug.

«Es ist möglich»: Transocean-Hauptsitz in Steinhausen im Kanton Zug.
Bild: Keystone

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Transocean-Anleger sahen ihre Titel in den letzten Monaten regelrecht in den Keller sausen. Von knapp 95 Franken Anfangs 2010 – die Papiere sind an der Schweizer Börse gelistet – stürzten sie auf unter 42 Franken ab. Der Grund ist klar: Das Unternehmen ist in eine der grössten Ölkatastrophen der Geschichte verwickelt. Die Gefahr von teuren gerichtlichen Nachspielen ist gross. Nun legte die Aktie in der letzten Woche um gut fünf Prozent zu und schon spriessen Gerüchte um mögliche Übernahmen.

Konkret: In der norwegischen Presse machen zwei Sätze die Runde, welche vom mächtigen Reeder Jon Fredriksen stammen und die Fantasien der Anlegergemeinde beflügeln. Gegenüber TDN Finans, einem norwegischen Newsportal im Bereich Wirtschaft und Finanznachrichten, soll Fredriksen gesagt haben, «es ist möglich» Transocean (RIGN 50.21 -0.63%) zu kaufen. Und angefügt hat er noch: «Es wäre sehr spannend, es zu tun.» Weitere Angaben machte er nicht.

Zweifelhafter Ruf

Fredriksen ist in Norwegen kein Unbekannter. Der 66-Jährige besitzt eine grosse Reederei und hat es auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt auf Rang 88 geschafft. Allerdings haftet Fredriksen auch ein zweifelhafter Ruf an. So sass er wegen angeblich krummer Geschäfte vier Monate in Untersuchungshaft.

Sollte Fredriksen wirklich an einem Transocean-Kauf interessiert sein, liesse er sich auf ein gewagtes Abenteuer ein. Die Ölplattform-Betreiberin wird voraussichtlich noch auf Jahre hinaus mit den Folgen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu kämpfen haben. (cpm)

Erstellt: 06.09.2010, 08:56 Uhr

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2 Kommentare

Nadine Binsberger

07.09.2010, 03:19 Uhr
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Das Öl-Zeitalter ist so oder so vorbei. Der Noch-Rohstoff wird real immer unbedeutender und somit auch an den Finanzmärkten stetig an Wert verlieren. Antworten


Bruno Bänninger

06.09.2010, 12:57 Uhr
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Was soll dieser unprofesiionelle Kommentar? Fakt ist: Fredriksen konnten keine "krummen Geschäfte" nachgewiesen werden. Vermutet wird hingegen, dass die Anzeige die zur U-Haft führte ein Racheakt war. Übrigens ein "krummes Geschäft" ist kein illegales Geschäft! Antworten



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