Wirtschaft

Korruptionsaffäre: Ehemaliger Samsung-Chef zahlt Rekordbusse

Aktualisiert am 21.09.2009

Lee Kun Hee, der reichste Mann Südkoreas, hat wegen einer Korruptionsaffäre eine gewaltige Strafe gezahlt, die ihn freilich kaum schmerzt. Hinter Gitter muss er nicht.

Öffentlich in der Kritik: Lee Kun-hee vor einem Gerichtstermin im vergangenen Juli in Seoul.

Öffentlich in der Kritik: Lee Kun-hee vor einem Gerichtstermin im vergangenen Juli in Seoul.
Bild: Keystone

Lee Kun-hee leistete nach Behördenangaben eine Zahlung von rund 110 Milliarden koreanischen Won, umgerechnet 95 Millionen Franken. Ein Gericht hatte ihn vor wenigen Tagen wegen Vertrauensbruchs zu der Geldstrafe und einer mehrjährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Lee, laut dem US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» mit einem Vermögen von rund 3,9 Milliarden Dollar der reichste Südkoreaner, hatte im Jahr 1999 vorsätzlich eine Firmenanleihe unter Wert ausgegeben. Dabei ging es darum, die Kontrolle über das Unternehmen an seinen Sohn Lee Jae Yong weiterzugeben. Der Konzern hatte dadurch mehrere Millionen Dollar verloren.

Rücktritt nach grossen Erfolgen

Lee Kun-hee ist der Sohn des Samsung-Gründers. Er stand fast 20 Jahre an der Spitze des Konzerns und baute das Unternehmen in dieser Zeit zu einer weltweit bekannten Marke auf. Lee trat von seinem Posten im April 2008 ab, als die Ermittlungen wegen der Unregelmässigkeiten ins Rollen gekommen waren.

Der ehemalige Unternehmenschef war zuvor bereits wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe verurteilt worden, die er im vergangenen Jahr beglichen hatte. (raa/sda)

Erstellt: 21.09.2009, 10:39 Uhr

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