Wirtschaft

Mehr Werbe-Einnahmen – aber nicht für Printmedien

Aktualisiert am 16.09.2009 1 Kommentar

Erstmals seit fünf Monaten hat der Werbemarkt im August wieder leicht zugelegt – vor allem zugunsten elektronischer Medien.

Nicht der Liebling des Werbemarkts: Schweizer Zeitungen und Zeitschriften.

Nicht der Liebling des Werbemarkts: Schweizer Zeitungen und Zeitschriften.
Bild: Keystone

Wie das Marktforschungsinstitut Media Focus am Mittwoch mitteile, wurden im vergangenen August für 256,6 Millionen Franken in den Medien Werbung geschaltet – 0,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die steile Talfahrt bei den Printmedien ging allerdings weiter. Zulegen konnten in erster Linie die Medien TV, Radio und Plakate. Im Juli hatte der Werbemarkt noch um 1,0 Prozent nachgegeben.

In der Kategorie der Tagespresse, regionalen Wochenpresse und Sonntagspresse verzeichnen die Unternehmen mittlerweile seit Anfang Jahr Einbussen bei der Werbung von brutto 85 Millionen Franken im Vergleich zur Vorjahrsperiode.

Fast 46 Prozent mehr Werbung für Autos

Mehr geworben wurde im August besonders für Fahrzeuge – vor allem für Mittelklasse- und Kleinwagen, aber auch für Sport-Geländewagen (SUV) erschien mehr Werbung, wie Media Focus schreibt. Auch das Segment IT legte mit einem Plus von gut 30 Prozent deutlich zu, weil namentlich Laptops stärker beworben wurden.

Mehr Werbung registrierte Media Focus auch in den Segmenten Energie, Gemeinnützige Kampagnen und Politische Kampagnen sowie Pharma.

Uhrenindustrie: Rückgang um 43 Prozent

Der deutlichsten Rückgang der Werbeaktivität wurde im Bereich Uhren/Schmuck mit einem Minus von 43 Prozent verzeichnet, vor allem wegen des geringeren Umfangs der Uhrenwerbung.

Media Focus stellt monatlich eine sogenannte Brutto- Werbestatistik zusammen. Das heisst, sämtliche Werbeschaltungen werden zu den offiziellen Tarifen des Werbeträgers - Zeitung, Plakat, Kino usw. - bewertet. (raa/sda)

Erstellt: 16.09.2009, 17:50 Uhr

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1 Kommentar

Tom Arn

16.09.2009, 18:37 Uhr
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Media Focus stellt monatlich eine sogenannte Brutto- Werbestatistik zusammen. Das heisst, sämtliche Werbeschaltungen werden zu den offiziellen (!) Tarifen des Werbeträgers - Zeitung, Plakat, Kino usw. - bewertet. Genau: das momentan nur noch über den Preis via Rabatte verkauft wird, erwähnt niemand. Der freie Fall (netto) geht in jedem Fall weiter! Antworten



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