Wirtschaft

Migros attackiert Aldi und Lidl

Aktualisiert am 26.07.2009

Die beiden Discounter könnten ihre Versprechen nicht halten, sagt Konzernchef Herbert Bolliger. Die Entwicklung der Migros für dieses Jahr sieht er skeptisch.

«Ende Jahr weniger Leute beschäftigen»: Herbert Bolliger.

«Ende Jahr weniger Leute beschäftigen»: Herbert Bolliger.
Bild: Keystone

In Sachen Qualität und Frische lägen bei Aldi und Lidl «zum Teil Welten zwischen dem, was sie auf Plakaten versprechen, und der Realität im Laden», sagt Migros-Chef Herbert Bolliger im Interview mit der «Mittelland Zeitung».

Er wirft Aldi und Lidl vor, in gewissen Fällen Artikel unter den Einstandspreisen zu verkaufen, und spricht von «Lockvogel-Politik». Die Migros ihrerseits setze «auf noch aggressivere Aktionen» mit höheren Rabatten.

«In der Krise gibt es Gehacktes statt Plätzli» In Krisenzeiten wie heute kauften die Konsumenten zwar nicht weniger, aber deutlich preisbewusster ein, sagt Bolliger. «In der Krise gibts dann Gehacktes statt Plätzli.» Erfreulich sehe es hingegen bei den M-Budget-Produkten aus: «Die haben seit Januar zwischen 4 und 5 Prozent zugelegt.»

Die Migros wird 2009 das angestrebte Umsatzwachstum von 2 Prozent verpassen. Angesichts der Entwicklung im ersten Halbjahr geht Bolliger davon aus, «dass wir Ende Jahr weniger Leute beschäftigen werden». Er sieht Chancen, den Abbau über die natürliche Fluktuation vorzunehmen. (oku)

Erstellt: 26.07.2009, 20:41 Uhr

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