Wirtschaft

Migros eröffnet
Preiskrieg gegen Gillette

Der Grossverteiler macht eine empfohlene Preiserhöhung des Gillette-Herstellers Procter & Gamble nicht mit. Im Gegenteil: Die Migros senkt den Preis. Und das nicht nur um ein paar Rappen.

Teure Werbeträger: Gillette-Botschafter Federer, Henry, Woods.

Teure Werbeträger: Gillette-Botschafter Federer, Henry, Woods.

Einer von vielen prominenten Werbeprominenten von Gillette: David Beckham.

Einer von vielen prominenten Werbeprominenten von Gillette: David Beckham. (Bild: Keystone)

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Vielmehr senkt die Nummer eins im Schweizer Detailhandel die Preise für Rasierklingen. Ab Montag kosten die Klingen in den Migros-Läden gegenüber der Preisempfehlung des Herstellers fünf bis zehn Franken weniger, wie Migros am Sonntag mitteilte. Damit wehre sich die Migros «gegen die überhöhten Preisempfehlungen von Gillette».

Der Marktführer Procter & Gamble begründe die jährlich steigenden Kosten seiner Produkte mit hohen Ausgaben für Werbekampagnen, Produktentwicklungen und Promotionen, die das Wachstum des Unternehmens sicherstellen sollen.

Exempel statuieren

«Die Erhöhungen sind für uns nicht nachvollziehbar. Die Preise haben die Grenze des Erträglichen erreicht. Es entsteht der Eindruck, lediglich höhere Margen erzielen zu wollen», wird Alex Sieber, Leiter Food/Near food im Migros-Genossenschafts-Bund in der Mitteilung zitiert.

Bereits im August hatte die Migros eine Preiserhöhung nicht mitgemacht. Die Migros wolle ein Exempel statuieren und der Marktdominanz von Gillette entgegentreten. Die Preissenkung gehe voll zu Lasten der Migros, die durch tiefere Margen Einbussen «von mehreren Millionen Franken» in Kauf nehme. (sam/sda/)

Erstellt: 15.11.2009, 11:52 Uhr

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