Wirtschaft

Milliarden von Dollar verloren: Chrysler-Gläubiger verklagen Daimler

Aktualisiert am 18.08.2009

Es geht um mehrere Milliarden Dollar, die verschwunden sein sollen.

Zeigte sich wenig eingeschüchtert: Daimler-Konzern.

Zeigte sich wenig eingeschüchtert: Daimler-Konzern. (Bild: Keystone)

Eine Gruppe von Gläubigern des maroden US-Autobauers Chrysler hat die frühere Muttergesellschaft Daimler auf Schadenersatz verklagt. Sie werfen dem deutschen Konzern vor, unrechtmässig einen Teil ihres Vermögens an den US-Finanzinvestor Cerberus übertragen zu haben. Im Zuge des Verkaufs eines Grossteils von Chrysler an Cerberus im Jahr 2007 seien mehrere Milliarden Dollar verloren gegangen, hiess es in der am Montag in New York eingereichten Klageschrift.

Eine Daimler-Sprecherin sagte am Dienstag, man sei zuversichtlich, dass sich die Vorwürfe als haltlos erweisen würden. Der deutsche Konzern hatte sich im April mit Cerberus über die Abgabe seiner noch verbliebenen Beteiligung in Höhe von 19,9 Prozent an Chrysler geeinigt und damit einen Schlussstrich unter das Kapitel gezogen. Inzwischen ist Fiat bei dem Unternehmen eingestiegen. Chrysler schloss kürzlich sein Insolvenzverfahren ab. (sam/ap)

Erstellt: 18.08.2009, 23:22 Uhr

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