Nestlé wehrt sich gegen Vorwürfe aus Senegal

Aktualisiert am 18.03.2010

Die Behörden des afrikanischen Staates werfen dem Nahrungsmittelriesen Betrug bei den Steuern und Exporten vor.

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Nestlé (NESN 54.8 0.27%) weist die Vorwürfe zurück. Für Nestlé sei es Ehrensache, die Gesetzgebung der verschiedenen Länder einzuhalten, sagte Louis-Gilbert Planche, Steuer- und Rechtsexperte der Nestlé-Region West- und Zentralafrika, gegenüber den Medien. Die Niederlassung in Senegal rechnet mit einer Einigung im Streit in wenigen Tagen.

Gemäss den senegalesischen Medien, die seit Monaten über die Angelegenheit berichten, geht es um einen Betrag von umgerechnet 4,3 Millionen Franken. wie viel Nestlé für die Beilegung des Streits bezahlen könnte, sagte Planche nicht. Er verwies auf die laufenden Verhandlungen.

Streit um Zollgebühren und andere Gelder

Offenbar geht es um vier Punkte: So soll Nestlé in Senegal bestimmte Zollgebühren, Versicherungskosten und Exporteinnahmen unterschlagen haben. Zudem soll es eine Abweichung gegeben haben zwischen den deklarierten und den tatsächlich ausgeführten Waren.

Nestlé habe im übrigen stets Bereitschaft signalisiert, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, fügte Planche an. Bereits hätten mehrere Gespräche mit den Zollbehörden des Landes sattgefunden.

Es sei aber sicher, dass Nestlé in Senegal keinen Betrug begangen habe, betonte Planche. Der Konzern habe deshalb mit Überraschung auf die Vorwürfe reagiert, die offenbar auf Transaktionen seit 2004 zurückgingen. (raa/sda)

Erstellt: 18.03.2010, 17:04 Uhr

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