Wirtschaft
Post erzielt Rekordergebnis
Aktualisiert am 01.09.2011 11 Kommentare
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Die Schweizerische Post hat im ersten Halbjahr 2011 einen Konzerngewinn von 550 Millionen Franken erwirtschaftet. «Das ist bisheriger Halbjahresrekord», sagte Post-Sprecher Mariano Masserini. Dafür verantwortlich sind unter anderem über 100'000 neue Franken- und Eurokonti.
Der Gewinn liegt damit um 14 Prozent oder 66 Millionen Franken höher als im ersten Halbjahr 2010, wie die Post mitteilt. Dieser Rekord habe folgende Gründe: ein Zuwachs an Kundengeldern, höhere Zinserfolge bei Postfinance und gesteigerte Effizienz.
Aufgrund dieser Zahlen erwartet die Post für das gesamte Geschäftsjahr 2011 ein Ergebnis auf Höhe des Vorjahres. Auch dieses hatte alle bisherigen Rekorde gebrochen – 2010 erzielte das Unternehmen mit einem Konzerngewinn von 910 Millionen Franken das beste Resultat aller Zeiten.
18'000 neue Eurokonti
Einmal mehr erwies sich die Postfinance als Goldgrube für die Post. Das Betriebsergebnis im Retailmarkt nahm um satte 20,4 Prozent zu – von 274 auf 330 Millionen Franken. Damit erzielte das Unternehmen allein in diesem Markt 60 Prozent seines konzernweiten Betriebsergebnisses.
Dazu geführt haben vor allem der Zufluss an Kundengeldern und der damit verbundene Zinserfolg. Im ersten Halbjahr wurden 103'000 neue Konti eröffnet, vor allem Frankenkonti. Wie Postchef Jürg Bucher im Interview mit dem «SonntagsBlick» gesagt hatte, gibt es aber einen eigentlichen Boom an Eurokonti: «In diesem Jahr eröffneten wir bisher 18'000 Eurokonti, auf die 300 Millionen geflossen sind.»
Allein im August seien 7000 neuer Konti eröffnet worden, auf die 100 Millionen Euro einbezahlt wurden. Drei Viertel stammten von Privatkunden aus dem In- und Ausland. Offensichtlich spekulierten sie darauf, dass der Euro zulegt, sagte Bucher.
Mehr Briefe und weniger Pakete
Erfolgreich war die Post auch in ihren anderen drei Geschäftsfeldern – wenn auch etwas uneinheitlich. Im Kommunikationsmarkt erzielte sie ein Betriebsergebnis von 80 Millionen Franken (Vorjahr 79 Millionen). Sie verarbeitete rund 1 Prozent mehr adressierte Inlandbriefe.
Auf der anderen Seite verschickte die Post 1,7 Prozent weniger Pakete, was sich auf das Ergebnis im Logistikmarkt niederschlägt. Es sank von 76 Millionen Franken in der Vorjahresperiode auf 73 Millionen im laufenden Jahr.
Erfolgreicher war der öffentliche Verkehr. Postauto steigerte das Betriebsergebnis von 17 auf 19 Millionen Franken.
Noch immer zu wenig Eigenkapital
Wegen des Wechselkurses etwas weniger positiv hat sich der Umsatz entwickelt. Er sank von 4,311 Milliarden Franken im ersten Halbjahr 2010 auf 4,305 Milliarden.
Eine Baustelle bleibt auch das Eigenkapital, das laut Mitteilung «unter dem angestrebten Niveau eines Logistik- und Finanzdienstleistungskonzerns» liegt. Es lag Ende Juni bei 4,567 Milliarden Franken.
Mit der Umwandlung von Post und Postfinance in Aktiengesellschaften und der Unterstellung von Postfinance unter die Finanzmarktaufsicht Finma steigen die Anforderungen an das Eigenkapital zusätzlich. (mrs/sda)
Erstellt: 01.09.2011, 10:18 Uhr
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11 Kommentare
Und als Konsequenz zum Recordergebnis werden natürlich Stellen abgebaut! Es sei denn, das Rekordergebnis wurde NUR durch Entlassungen erwirtschaftet!Das kommt einer Spekulation an der Börse gleich,wo ja auch nur ein fiktiver/virtueller Gewinn entsteht! Antworten
...mindestens 250 Millionen davon ist schlicht Abzocke durch überhöhte Preise, genau wie bei den superteuren Importprodukten. 1 Milliarde Post Gewinn/Jahr, davon min. 500 Millionen zuviel - und der Bundesrat macht mit viel Getöse ein "Notpaket" für die Wirtschaft von 800 Millionen. Gleichzeitig zahlen die Mieter in der Schweiz noch 1 Milliarde zuviel wegen dem absurden "Referenzzinssatz" etc. pp. Antworten
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