Wirtschaft

Post streicht viele Stellen

Aktualisiert am 16.10.2009

In den grösseren Städten der Schweiz legt die Post ihre Kurierdienste mit bestehenden Verteilzentren zusammen. Grund sind die Einbussen im Expressgeschäft.

Mehr Arbeit für die Verteilzentren: Eine Angestellte 2002 in Härkingen SO.

Mehr Arbeit für die Verteilzentren: Eine Angestellte 2002 in Härkingen SO.
Bild: Keystone

Auf den 1. November werden die Kurierzentren Genf, Lausanne, Bern, Basel, Zürich sowie die Kurierfilialen Winterthur, Aarau und Olten mit den Distributionsbasen dieser Standorte zusammengeführt. Dies ist in den übrigen Regionen der Schweiz bereits heute der Fall.

Die Mengen im Kurier- und Expressgeschäft bei der Post sind gemäss einer Medienmitteilung vom Freitag in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Die schlechte Konjunkturlage habe diesen Trend noch beschleunigt. Die Post reagiert darauf und will Synergien zwischen den Distributionsbasen und den Kurierzentren künftig besser nutzen.

Klarheit im Februar 2010

Bis im Februar 2010 legt die Post die konkrete Betriebsorganisation pro Standort fest. Es ist mit einer Stellenreduktion zu rechnen. Die Post will daher mit den Gewerkschaften rasch einen Sozialplan aushandeln.

Ziel sei es, Entlassungen möglichst zu vermeiden. Falls es dennoch dazu kommen sollte, gehe die Post verantwortungsvoll vor, versichert sie im Communiqué. Sie unterstütze die betroffenen Mitarbeitenden bei einer Neuorientierung. Heute arbeiten in den Kurierzentren und -filialen über 300 Mitarbeitende, mehrheitlich in Teilzeitpensen.

Auf die Dienstleistungen habe dieser Schritt keinen Einfluss, schreibt die Post weiter. Für die Kunden ändere sich mit der neuen Organisationsform nichts: Sie erhielten sämtliche Produkte und Dienstleistungen weiterhin in der gewohnten Qualität.

Gewerkschaften protestieren

Die Gewerkschaften reagierten am Freitag umgehend. Es dürfe nicht sein, dass das Personal für die krassen Managementfehler der Post zahlen müsse, schrieb die Gewerkschaft Kommunikation. Sie kündigte an, sie werde den «massiven Stellenabbau» bei den Kurierzentren aufs schärfste bekämpfen.

Es dürfe nicht sein, dass ein Staatsbetrieb mitten in der Krise und steigender Arbeitslosigkeit in einer zu befürchtenden Entlassungswelle langjährige Pöstlerinnen und Pöstler auf die Strasse stelle, erklärte die Gewerkschaft Kommunikation.

Der Personalverband transfair fordert einen guten Sozialplan für die von der Schliessung der Kurierzentren der Post betroffenen Mitarbeitenden. Diese Personen litten schon mehrfach unter Restrukturierungen, heisst es in einer Medienmitteilung. Deshalb werde transfair keine Kündigungen akzeptieren. (oku/sda)

Erstellt: 16.10.2009, 17:01 Uhr

Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!