Post-Chef Kunz bringt Briefkastengebühr ins Spiel

Aktualisiert am 04.12.2009

Post-Chef Michel Kunz denkt laut über eine Briefkastengebühr nach, um so den anhaltenden Umsatzrückgang bei der Briefpost zu kompensieren.

Umstrittene Pläne: Michel Kunz, Konzernleiter Post.

Umstrittene Pläne: Michel Kunz, Konzernleiter Post. (Bild: Keystone)

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Wie Kunz in einem am Freitag vorab veröffentlichen Interview der «Basler Zeitung» (Samstagsausgabe) sagte, handelt es sich dabei nicht um eine Forderung der Post, sondern um eine Idee verschiedener europäischer Postchefs. Diese Grundgebühr könnte laut Kunz analog der Lösung für Fernsehen und Radio dem Empfänger für die Nutzung der postalischen Leistung abverlangt werden. Diese wäre fix, mengenunabhängig und müsste einmal pro Jahr entrichtet werden.

Zur Höhe einer solchen «Anschlussgebühr an das postalische Netz» äusserte sich Kunz vorerst nicht näher. Er wies aber darauf hin, dass die nicht gedeckten Kosten im Bereich des Annahmenetzes zurzeit jährlich rund 200 Millionen Franken betrügen. Die nach dem neuen Postgesetz zu erwartenden Nettokosten der Grundversorgung könnten allerdings noch nicht beurteilt werden, da diesbezüglich die konkreten Anforderungen noch nicht feststünden.

Die Annahme, die Gebühr würde bei rund drei Millionen Haushalten etwas mehr als 65 Franken jährlich betragen, kommentierte Kunz nicht. Er zeigte sich aber überzeugt, dass diese Anschlussgebühr «sicher für den einzelnen Haushalt finanzierbar» wäre. (raa/ap)

Erstellt: 04.12.2009, 19:27 Uhr

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