Wirtschaft

Retten Ölscheichs BP vor der Übernahme?

Aktualisiert am 04.07.2010

Laut einer arabischen Zeitung bieten Investoren aus dem Nahen Osten dem Ölkonzern Geld an. BP fürchtet die langen Arme der Konkurrenz.

Hat massiv an Wert und Ansehen verloren: Verschmierte BP-Tafel am 1. Juni in New York.

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Der wegen der Ölpest im Golf von Mexiko angeschlagene BP-Konzern sucht Pressemeldungen zufolge nach Partnern, um eine drohende feindliche Übernahme abzuwenden. Möglicherweise soll das Geld dazu aus den Ölförderländern im Nahen Osten kommen, wie die Zeitung «National» in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Sonntag meldete. Investoren aus der Region seien bereits an BP (BPAM 5.1 -0.10%) herangetreten und warteten nun auf eine Antwort, hiess es unter Berufung auf informierte Kreise.

Die BP-Aktie hat seit der Explosion der Ölbohrplattform «Deepwater Horizon» am 20. April über die Hälfte ihres Wertes verloren. Für die Briten besteht jetzt die Gefahr, dass Konkurrenten wie Exxon Mobil oder Royal Dutch Shell die Chance nutzen und ihre Finger nach BP ausstrecken.

«Sunday Times» berichtet ebenfalls von Investorensuche

Investoren aus dem Nahen Osten sind in den vergangenen Jahren des öfteren westlichen Konzernen, die in Finanznöten steckten, zur Seite gesprungen. So pumpte die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), der vermutlich grösste staatliche Investmentfonds, Ende 2007 rund 7,5 Milliarden Dollar in die Citigroup. Ein Jahr später flossen staatlich kontrollierte Gelder in Milliardenhöhe aus Abu Dhabi und dem Emirat Qatar an die britische Barclays Bank.

Die «Sunday Times» in London berichtete, BP sei auf der Suche nach einem strategischen Investor, um sich gegen Übernahmeversuche zu wappnen. Berater des Konzerns hätten vorgeschlagen, dass BP-Konkurrenten oder staatliche Investmentfonds fünf bis zehn Prozent der Aktien für einen Gesamtpreis von bis zu sechs Milliarden Pfund (7,3 Milliarden Euro) übernehmen. Weder BP noch ADIA wollten sich zu den Meldungen äussern. (oku/dapd)

Erstellt: 04.07.2010, 20:39 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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