Royal Bank of Scotland streicht 3500 Stellen

Aktualisiert am 02.09.2010

Bei der von der Finanzkrise schwer getroffenen Bank folgt der nächste Kahlschlag. Mittlerweile hat sie fast 13 Prozent ihrer Angestellten entlassen.

Zu 83 Prozent in Staatsbesitz: Royal Bank of Scotland.

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Der Stellenabbau bei der mittlerweile fast vollständig verstaatlichten Royal Bank of Scotland geht in die nächste Runde: 3500 Arbeitsplätze in mehreren Verwaltungszentren würden landesweit gestrichen, kündigte die von der Finanzkrise arg gebeutelte britische Grossbank am Donnerstag an.

Das zu 83 Prozent in Staatsbesitz befindliche Geldhaus will damit seine Kosten weiter senken und die Rentabilität stärken. Das eingesparte Geld solle auch dazu genutzt werden, die Staatshilfen zurückzuzahlen.

Schrumpfkur auf Geheiss der EU

Seit 2009 hat die Bank mehr als 20'000 Stellen abgebaut. Den rigiden Sparplänen waren erst im Mai 2600 Jobs im Versicherungsgeschäft und im britischen Privatkundengeschäft zum Opfer gefallen.

Weltweit beschäftigt die Bank derzeit etwa 160'000 Menschen. Nach ihrem Beinahe-Zusammenbruch versucht die Bank auf Geheiss der EU mit einer Schrumpfkur wieder auf eigene Beine zu kommen.

Staat schoss Milliarden ein

Dazu verkaufte das Institut mehrere Geschäftsbereiche. Zuletzt ging der Zahlungsdienstleister RBS Worldpay für 2 Milliarden Pfund an einen Finanzinvestor und 300 britische Filialen für rund 1,7 Milliarden Pfund an die grösste spanische Bank Santander.

Wegen der Übernahme der niederländischen Bank ABN Amro stand die RBS bereits vor der Finanzkrise auf tönernen Füssen. Als die Branche beinahe kollabierte, schoss der Staat Milliarden in das Institut. (oku/sda)

Erstellt: 02.09.2010, 14:44 Uhr

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