SBB-Züge erhalten ein Facelifting
Aktualisiert am 09.02.2010 13 Kommentare
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Der Wagenpark der SBB stösst wegen der steigenden Nachfrage an seine Grenzen. «Die Aufwertung der alten Wagen hilft, dass der Engpass mit dem Rollmaterial nicht noch enger wird», sagte SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz.
Konkret baut die SBB bei den einstöckigen Wagen (Bpm 51) eine Klimaanlage und automatisierte Türen ein. Zudem werden sie saniert und neu lackiert, bevor sie wieder wie bisher zwischen Genf und Brig, am Gotthard, sowie auf der Linie Basel-Aarau-Zürich-Chur zum Einsatz kommen. Die Arbeiten werden in den Industriewerken in Olten und Bellinzona durchgeführt.
Für moderne Züge will die SBB bis 2020 insgesamt 20 Milliarden Franken investieren. Die anstehende Aufwertung ist ein Teil davon. Für den Frühsommer steht zudem die Bestellung neuer Doppelstockzüge an - es handelt sich laut SBB um die grösste Bestellung in der Geschichte des Unternehmens.
Fast 70 Millionen Franken für BLS-Züge
Die SBB gab am Dienstag ebenfalls bekannt, dass sie der BLS 13 Gelenk-Triebwagen (GTW) abkaufen wird. Der Verwaltungsrat habe dafür einen Kredit von 61,9 Millionen Franken genehmigt. Die 2004 gebauten Züge vom Hersteller Stadler Rail kommen dereinst im Berner und Solothurner Jura zum Einsatz.
Dort will die SBB ab 2013 zum ersten Mal das Flügelzug-Konzept umsetzen, mit dem die BLS bereits Erfahrungen gesammelt hat. Züge ab Biel werden in Sonceboz-Sombeval getrennt; ein Teil fährt nach Moutier und Solothurn, der andere nach La Chaux-de-Fonds. Bis die BLS-Züge verfügbar sind, verkehren auf diesen Strecken Domino-Züge. (bru/sda)
Erstellt: 09.02.2010, 12:58 Uhr
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13 KOMMENTARE
Neue Wagen bringens auch nicht, meine Damen und Herren! Beispiel Railjet, Cisalpino usw. Ist das neuste immer das beste?? MfG Dr. Magister T. Pfyl, ÖV-Kenner
Mir schwant böses. Mitten in der Krise 20 Mrd. ausgeben ist zwar schön, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Die SBB-Bosse perfektionieren ihr Ärgermanagement. Seit Jahren ist der Bedarf an neuen Wagen bekannt. Nichts geschah. Jetzt werden in Handarbeit 35 jährige Wagen auf den Komfortstand gebracht wie er 1995 üblich war. Das ist betriebswirtschaftlicher und technischer Unsinn. Aber am schlimmsten ist, dass die SBB sich wieder für eine Lösung gegen ihre Kunden entschied. Cisalpino lässt grüssen.
@Philippe Goichon: Wann waren Sie zuletzt mit der SNCF oder der DB unterwegs? Muss wohl schon eine Weile her sein. . . Mit einer Klimaanlage und neuer Farbe am Wagenkasten allein wird das "Museumswürdige" Rollmaterial auch nicht modern. Man frage mal die Bahnlinienanwohner !
Diese Wagengattung hat doch früher so gequitscht beim bremsen, daher wurden diese Drehgestelle schon mal saniert(Bremsklötze). Ein neuer Wagen kostet auch ein paar Millionen, und diese halten auch nicht mehr 50 Jahre lang. Daher sind 48000 Franken für 10 Jahre nicht alle Welt. Wie teuer kommt wohl der Unterhalt usw. beim zürcher Cobratram nach 35 Jahren Einsatz ? (Wenn es dann noch fährt!)
Und schon wieder stielt sich die SBB damit aus der Pflicht, endlich die Lärmvorschriften einzuhalten. Alte Wagen dürfen weiter lärmen. Neue Wagen müssten den aktuellen Vorschriften entsprechen. Neben den noch lauteren Güterwagen sind gerade die alten Personenwagen extrem lautstark. Dabei haben die SBB doch versprochen, den Fuhrpark zu erneuern, um die Strecken nicht sanieren zu müssen.
Die Stänkerer hier sollten bedenken, dass diese Wagen punkto Qualität nach wie vor ihresgleichen suchen. Mit einer Auffrischung sind sie allemal weit bequemer als diese modernen Pferche mit Sitzen in Chinesengrösse,in denen man sich weder regen noch drehen noch recken kann.Und wenn die SBB obendrein wieder einmal ans Sparen denken, ist das kein Vergehen: solche Töne hat man lange nicht mehr gehört
@ Markus Streich: Ja genau um dann wieder zu schimpfen, dass die Bahn teurer wird... Ein Büro können Sie am Arbeitsplatz oder Zuhause aufmachen, sicher aber nicht im Zug. Und dann wohl noch die restlichen 3 Sitzplätze mit Taschen und Akten belegen. Wenn schon immer gejammert wird, es gäbe zuwenig Platz, dann soll der Platz auch für Sitze genutzt werden und nicht fürs mobile Büro.
Ich habe ausgerechnet, dass diese 86 Millionen pro Wagen und Jahr grad fast 48'000 Fr. ausmachen. Ist ein so hoher Investitionsbetrag gerechtfertigt? Dazu müsste man wissen, wie hoch bei der SBB der Abschreibungsbedarf pro Wagen und Jahr ist. Anders gesagt: pro Wagen wird fast eine halbe Million investiert, damit diese noch 10 Jahre betriebssicher sind. Dünkt mich ein wenig hoch.
Es freut mich, wundert mich zwar gleichzeitig auch ein bisschen, dass in die guten alten Waggons nicht mehr Plätze hineingepfercht werden. Das lässt mich hoffen, dass die SBB die Zeichen der Zeit erkannt haben.
Hoffentlich vergessen die SBB nicht wieder Stromsteckdosen einzubauen.
Freude herrscht !!! Ja, eigentlich fast überall aber nicht bei den AdA's denn mit dem anvertrauten Mat kommt 'mann' nicht in den Wagen hinein ...... Deshalb, BR Maurer, unbedingt dafür sorgen, dass die SBB'ler fortan auch richtigen Militärdienst zu leisten haben so dass sie das notwendige Rüstzeug für ihre Projekte mit sich tragen. :-))
Die SBB, die beste Bahn Europas und vielleicht der Welt ! Moderne Flotte, saubere Bahnhöfe und guter Service. In den Zeiten, in denen sowohl die Franzosen als auch die Deutschen auf den Schweizern rumhacken, muss es mal gesagt werden, dass die Schweizer schon wissen was das Wort Dienstleistung zu bedeuten hat und weder die DB noch die SNCF sind in der Lage eine vergelichbarer Qualität anzubieten.
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